Neun Menschen hingerichtet
Neun Personen - acht UigurInnen und ein Han-Chinese - sind Anfang November in der Autonomen Uigurischen Region Xinjiang im Westen Chinas hingerichtet worden. Sie gehörten zu den 21 Personen, die im Oktober im Zusammenhang mit den Unruhen in der Region im vergangenen Juli zu verschiedenen Strafen verurteilt wurden.
Sachlage
Die neun Personen waren wegen verschiedener Straftaten, darunter Raubüberfall, Brandstiftung und Mord, zum Tode verurteilt worden. Am 9. November gaben die Behörden bekannt, dass alle neun hingerichtet worden seien. Die Verlautbarung enthielt zwar keine genauen Angaben zum Hinrichtungszeitpunkt, doch Berichten zufolge sollen die neun hingerichtet worden sein, nachdem der Oberste Volksgerichtshof die Todesurteile geprüft und bestätigt hatte.
Nach anfangs friedlichen Protesten von UigurInnen war es am 5. Juli 2009 in Urumqi und anderen Teilen Xinjiangs zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen, nachdem die Polizei die Proteste niederschlug. Die Demonstrierenden hatten gegen die anfängliche Untätigkeit der Polizei nach dem Tod von mindestens zwei, möglicherweise aber weitaus mehr uigurischen ArbeiterInnen protestiert, die bei Unruhen in einer Spielzeugfabrik in Shaoguan in der südchinesischen Provinz Guangdong ums Leben gekommen waren. Nach der gewaltsamen Niederschlagung der Unruhen beschuldigten die chinesischen Behörden uigurische Organisationen im Ausland, insbesondere den Weltkongress der UigurInnen und dessen Vorsitzende Rebiya Kadeer, zu den Unruhen angestiftet zu haben.
Seit den Unruhen in der Autonomen Uigurischen Region Xanjiang im vergangenen Juli haben die Behörden tausende Menschen inhaftiert, dutzende vor Gericht gestellt und den an den Unruhen Beteiligten mit harten Gerichtsurteilen gedroht.
Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die mit ihren Appellen versucht haben, die Hinrichtungen zu verhindern.