Umweltschützer freigelassen
Ergebnis dieser Urgent Action
Der Umweltschützer Andrej Satoka ist am 6. November nach Zahlung einer Geldstrafe von 1000 Manat (etwa 235 Euro) freigelassen worden. Acht Tage zuvor, am 29. Oktober, war er in einem unfairen Gerichtsverfahren zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Nach Angaben turkmenischer Quellen wurde er unter der Bedingung freigelassen, dass er seine turkmenische Staatsbürgerschaft abgibt und das Land verlässt.
Andrej Satoka
© privat
Der Umweltschützer Andrej Satoka ist am 6. November nach Zahlung einer Geldstrafe von 1000 Manat (etwa 235 Euro) freigelassen worden. Acht Tage zuvor, am 29. Oktober, war er in einem unfairen Gerichtsverfahren zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Nach Angaben turkmenischer Quellen wurde er unter der Bedingung freigelassen, dass er seine turkmenische Staatsbürgerschaft abgibt und das Land verlässt.
Sachlage
Der 53-jährige Umweltschützer Andrej Satoka (englische Transkription: Andrei Zatoka), der über die turkmenische und russische Staatsbürgerschaft verfügt, war am 20. Oktober in seinem Haus in der nordturkmenischen Stadt Dashoguz wegen "Rowdytums" festgenommen worden. Wenig später wurde gegen ihn Anklage wegen des Zufügens "mittelschwerer Verletzungen" erhoben.
Die Verurteilung von Andrej Satoka durch das Stadtgericht von Dashoguz beruhte auf Ermittlungen, die weder effektiv noch gründlich durchgeführt worden waren. Amnesty International ist der Auffassung, dass die Anklage wegen seines friedlichen Engagements für den Umweltschutz erhoben wurde, und hat ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen betrachtet. Amnesty rief die Behörden auf, Andrej Satoka freizulassen. (Weitere Informationen dazu finden Sie auf Englisch unter http://www.amnesty.org/en/library/info/EUR61/007/2009/en.)
Am 6. November prüfte das Regionalgericht von Dashoguz den Fall erneut. Es kam zu dem Ergebnis, dass das Stadtgericht mildernden Umständen wie Andrej Satokas Umweltengagement, seinem Ruf als Wissenschaftler und seiner Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden in Bezug auf den Umweltschutz nicht genügend Beachtung geschenkt hatte. Seine Haftstrafe wurde daraufhin in eine Geldstrafe umgewandelt. Nach Zahlung der Geldstrafe reisten Andrej Satoka und seine Frau am 7. November nach Russland aus.
Amnesty International wird die Entwicklungen im Fall Andrej Satoka weiter beobachten.
Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.