Kelly Gissendaner hingerichtet

Ergebnis dieser Urgent Action

Kelly Gissendaner wurde am 30. September im US-Bundesstaat Georgia hingerichtet. Sie war 1998 des 1997 begangenen Mordes an ihrem Ehemann Douglas für schuldig befunden worden. Ihr Mitangeklagter, der die Tat begangen hat, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Für eine Welt ohne Todesstrafe

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Kelly Gissendaner wurde am 30. September im US-Bundesstaat Georgia hingerichtet. Sie war 1998 des 1997 begangenen Mordes an ihrem Ehemann Douglas für schuldig befunden worden. Ihr Mitangeklagter, der die Tat begangen hat, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Sachlage

Am 29. September stimmte der Begnadigungsausschuss im US-Bundesstaat Georgia dafür, an seiner im Februar 2015 gefällten Entscheidung festzuhalten und die Begnadigung von Kelly Gissendaner abzulehnen. Ihre Rechtsbeistände hatten zuvor eine Überprüfung der Entscheidung beantragt. Der Begnadigungsausschuss erklärte, dass "alle Informationen und Dokumente zu diesem Fall gewissenhaft überprüft worden sind", und merkte an, dass "das Urteil und Strafmaß während des gesamten Rechtsmittelverfahrens aufrechterhalten wurden".

Die letzten vor Gericht eingelegten Rechtsmittel, auch in Bezug auf die Vorschriften des Bundesstaates Georgia über Hinrichtung durch die Giftspritze, waren nicht erfolgreich. Die Hinrichtung sollte ursprünglich am 29. September um 19 Uhr durchgeführt werden, fand jedoch fünf Stunden später statt. Während dieser Zeit wurden die letzten Rechtsmittel vor Gericht eingelegt und abgewiesen. Kelly Gissendaner wurde kurz nach Mitternacht, also am 30. September, hingerichtet. Sie ist die erste Frau, die seit 1945 im US-Bundesstaat Georgia hingerichtet wurde.

Dieses Jahr fanden bereits 22 Hinrichtungen in den USA statt. Seit der Wiederaufnahme von Hinrichtungen durch den Obersten Gerichtshof in den USA im Jahr 1976 wurden somit 1.416 Todesurteile (darunter gegen 16 Frauen und 1.400 Männer) vollstreckt. 58 dieser Hinrichtungen fanden in Georgia statt, davon drei in diesem Jahr.

Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank an alle, die versucht haben, die Hinrichtung zu verhindern.