Hungerstreik beendet

Die vier chilenischen Gefangenen haben den am 15. März begonnenen Hungerstreik beendet.

Sachlage

Die Angehörigen der indigenen Mapuche Héctor Llaitul, Jonathan Huillical, José Hueniche und Ramón Llanquileo waren am 15. März in den Hungerstreik getreten und protestierten damit gegen die Anwendung von Anti-Terrorgesetzen gegen sie und die Verletzung von Grundsätzen rechtsstaatlicher Verfahren. Nach einem Treffen mit dem Erzbischof von Concepción entschlossen sich die vier Gefangenen am 9. Juni, den Hungerstreik abzubrechen. Ein Ergebnis des Treffens war die Einrichtung eines Ausschusses für die Rechte der Mapuche.

Am 22. März hatte das Strafgericht Cañete die vier Männer wegen eines Raubüberfalls in Verbindung mit der Einschüchterung und dem versuchten Mord an einem stellvertretenden Staatsanwalt sowie schwerer Körperverletzung an Angehörigen der Polizei zu einer Haftstrafe zwischen 20 und 25 Jahren verurteilt. Am 3. Juni hob der Oberste Gerichtshof in Chile dieses Urteil teilweise auf und senkte das Strafmaß auf eine Haftzeit zwischen zehn und 14 Jahren.

Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben. Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich.