Drohungen
Die Menschenrechtsverteidigerin Marianela Sánchez Ortiz ist aufgrund ihrer Arbeit bedroht worden. Sie untersucht die Haftbedingungen in venezolanischen Gefängnissen. Sie, ihre Familie und ihre KollegInnen sind in Gefahr.
Appell an
JUSTIZ- UND INNENMINISTER
Tareck El Aissami
Ministerio del Poder Popular para Relaciones Interiores y Justicia
Avenida Urdaneta Esquina de Platanal
Edificio Interior y Justicia Despacho del Ministro
Piso 3
Caracas
VENEZUELA
(korrekte Anrede: Señor Ministro / Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 58) 212 506 1105
AUßENMINISTER
Nicolás Maduro Moros
Ministerio del Poder Popular para Relaciones Exteriores
Casa Amarilla
Esquina de Principal
Caracas 1010
VENEZUELA
(korrekte Anrede: Señor Ministro / Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
E-Mail: ministro@mre.gov.ve
Sende eine Kopie an
MENSCHENRECHTSORGANISATION
Observatorio Venezolano de Prisiones
Av. Lecuna entre esquinas Cipreses a Hoyo N.60
Centro Empresarial Cipreses
PH-E
Municipio Libertador
Caracas
VENEZUELA
Fax: (0058) 212 482 4343
BOTSCHAFT DER BOLIVARISCHEN REPUBLIK VENEZUELA
Frau Laura Cristina Medina Francia
Geschäftsträgerin a.i.
Schillstraße 9-10
10785 Berlin
Fax: 030-8322 4020
E-Mail: embavenez.berlin@botschaft-venezuela.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 13. Juli 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Amnesty fordert:
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Ich möchte Sie nachdrücklich bitten, eine unabhängige, umfassende und unparteiische Untersuchung der Drohungen gegen die Mitarbeiterin der Organisation Observatorio Venezolano de Prisiones, Marianela Sánchez Ortiz, und ihre Familie einzuleiten, die Ergebnisse zu veröffentlich und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.
-
Bitte ergreifen Sie Maßnahmen, um Marianela Sánchez Ortiz und ihre Familie gemäß ihren Wünschen wirkungsvoll zu schützen und die Schikane und die Drohungen gegen alle MitarbeiterInnen des Observatorio Venezolano de Prisiones zu beenden.
- Ich fordere Sie höflich auf, die Rechtmäßigkeit der Menschenrechtsarbeit der Organisation Observatorio Venezolano de Prisiones öffentlich anzuerkennen. Außerdem erinnere ich Sie an Ihre aus der UN-Erklärung zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern von 1998 resultierenden Verpflichtungen, im Rahmen derer Sie sicherstellen müssen, dass die Organisation ihre Arbeit ausführen kann, ohne Vergeltungsmaßnahmen fürchten zu müssen.
Sachlage
Hernán Antonio Bolívar, der Ehemann von Marianela Sánchez Ortiz, wurde am 30. Mai mit vorgehaltener Waffe vorübergehend seiner Freiheit beraubt. Als er seinen Wagen nehmen wollte, näherten sich ihm zwei bewaffnete Männer und befahlen ihm, in das Auto einzusteigen. Vorne saßen bereits zwei weitere Männer. Als Hernán Antonio Bolívar im Wagen saß, forderten die Männer ihn auf, seiner Frau zu raten, die venezolanischen Haftbedingungen und die Regierung nicht länger zu kritisieren, da sie und ihre Familie es anderenfalls bereuen würden. Sie wüssten alles über die Familie, wo sie arbeiten, wohnen und wo die Kinder studieren. Als die Männer Hernán Antonio Bolívar wieder freiließen, fügten sie noch hinzu, dass sie hofften, er habe die Botschaft verstanden. Dieses Mal sei es nur eine Warnung gewesen, das nächste Mal würden sie sich nicht erst mit ihm unterhalten. Die Männer nahmen ihm außerdem 3800 BsF (Bolívar Fuerte im Wert von etwa 880 US-Dollar), ein iPad, eine Uhr und andere Gegenstände ab.
Die venezolanische Menschenrechtsorganisation Observatorio Venezolano de Prisiones, für die Marianela Sánchez Ortiz arbeitet, kritisiert seit Jahren die besorgniserregenden Zustände in den Gefängnissen des Landes. Im Juni 2011 wurde der Leiter des Observatorio Venezolano de Prisiones, Humberto Prado, Ziel einer Einschüchterungskampagne und mehrerer Morddrohungen, nachdem er die Regierung dazu aufgerufen hatte, den Gefängnisaufstand in der Haftanstalt El Rodeo mit friedlichen Mitteln zu beenden.
[EMPFOHLENE AKTIONEN]
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
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Ich möchte Sie nachdrücklich bitten, eine unabhängige, umfassende und unparteiische Untersuchung der Drohungen gegen die Mitarbeiterin der Organisation Observatorio Venezolano de Prisiones, Marianela Sánchez Ortiz, und ihre Familie einzuleiten, die Ergebnisse zu veröffentlich und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.
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Bitte ergreifen Sie Maßnahmen, um Marianela Sánchez Ortiz und ihre Familie gemäß ihren Wünschen wirkungsvoll zu schützen und die Schikane und die Drohungen gegen alle MitarbeiterInnen des Observatorio Venezolano de Prisiones zu beenden.
- Ich fordere Sie höflich auf, die Rechtmäßigkeit der Menschenrechtsarbeit der Organisation Observatorio Venezolano de Prisiones öffentlich anzuerkennen. Außerdem erinnere ich Sie an Ihre aus der UN-Erklärung zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern von 1998 resultierenden Verpflichtungen, im Rahmen derer Sie sicherstellen müssen, dass die Organisation ihre Arbeit ausführen kann, ohne Vergeltungsmaßnahmen fürchten zu müssen.
[APPELLE AN]
JUSTIZ- UND INNENMINISTER
Tareck El Aissami
Ministerio del Poder Popular para Relaciones Interiores y Justicia
Avenida Urdaneta Esquina de Platanal
Edificio Interior y Justicia Despacho del Ministro
Piso 3
Caracas
VENEZUELA
(korrekte Anrede: Señor Ministro / Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 58) 212 506 1105
AUßENMINISTER
Nicolás Maduro Moros
Ministerio del Poder Popular para Relaciones Exteriores
Casa Amarilla
Esquina de Principal
Caracas 1010
VENEZUELA
(korrekte Anrede: Señor Ministro / Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
E-Mail: ministro@mre.gov.ve
KOPIEN AN
MENSCHENRECHTSORGANISATION
Observatorio Venezolano de Prisiones
Av. Lecuna entre esquinas Cipreses a Hoyo N.60
Centro Empresarial Cipreses
PH-E
Municipio Libertador
Caracas
VENEZUELA
Fax: (0058) 212 482 4343
BOTSCHAFT DER BOLIVARISCHEN REPUBLIK VENEZUELA
Frau Laura Cristina Medina Francia
Geschäftsträgerin a.i.
Schillstraße 9-10
10785 Berlin
Fax: 030-8322 4020
E-Mail: embavenez.berlin@botschaft-venezuela.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 13. Juli 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Hintergrundinformation
Die Menschenrechtssituation in den venezolanischen Gefängnissen ist besorgniserregend. In den chronisch überbelegten Haftanstalten herrscht ständige Gewalt. Im Juni 2011 führen die Zusammenstöße zwischen rivalisierenden Banden im Gefängnis El Rodeo zu 27 Todesopfern unter den Gefangenen. Im Juli 2011 kündigte die Ministerin für Strafvollzug an, 40 Prozent der GefängnisinsassInnen freilassen zu wollen, um die Überbelegung der Gefängnisse zu verringern. Im November drohte sie öffentlich, RichterInnen ihres Amtes zu entheben, sollten sie ihre Pläne blockieren, Gerichtsverfahren von Gefangenen die wegen minderschwerer Straftaten angeklagt sind, zügiger zum Abschluss zu bringen. In Venezuela sollen 40.000 Gefangene in einem Strafvollzugssystem einsitzen, dass auf 12.500 Häftlinge ausgelegt ist. Amnesty International ist besorgt über die Berichte mit Bezug auf die unter den Gefangenen grassierende Gewalt und die alltäglichen Menschenrechtsverletzungen durch die Gefängnisbehörden. Laut Angaben venezolanischer Menschenrechtsorganisationen kamen zwischen 2006 und 2009 insgesamt 1.600 Häftlinge infolge der Gewalt in den Gefängnissen ums Leben und über 3.100 Gefangene wurden verletzt.