Todesurteil umgewandelt
Ergebnis dieser Urgent Action
Am 14. Juli wandelte der Gouverneur von Tennessee das gegen Gaile Owens verhängte Todesurteil in eine lebenslange Haftstrafe um. Sie sollte am 28. September 2010 hingerichtet werden. 1986 war Gaile Owens schuldig befunden worden, die Ermordung ihres Ehemannes in Auftrag gegeben zu haben. Dafür erging das Todesurteil gegen sie.
Am 14. Juli wandelte der Gouverneur von Tennessee das gegen Gaile Owens verhängte Todesurteil in eine lebenslange Haftstrafe um. Sie sollte am 28. September 2010 hingerichtet werden. 1986 war Gaile Owens schuldig befunden worden, die Ermordung ihres Ehemannes in Auftrag gegeben zu haben. Dafür erging das Todesurteil gegen sie.
Sachlage
Am 31. Juli 2009 wurde dem Gouverneur von Tennessee, Phil Bredesen, das Gnadengesuch von Gaile Owens vorgelegt. In einer am 14. Juli 2010 abgegebenen Erklärung teilte der Gouverneur mit, dass dieses Todesurteil seiner Meinung anders eingestuft werden müsse als andere Fälle, da die Angeklagte gestanden habe, an der Ermordung ihres Mannes beteiligt gewesen zu sein. Außerdem habe sie das Angebot des Bezirksstaatsanwaltes, die Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umzuwandeln, annehmen wollen. Das Angebot sei allerdings an bestimmte Bedingungen geknüpft gewesen, wodurch es an Gültigkeit verloren habe. An anderer Stelle hieß es in der Erklärung des Gouverneurs, dass der vorliegende Fall ferner die Aufklärung bisher ungeklärter Vorwürfe von familiärer Gewalt und emotionalem Missbrauch erfordere. Aus diesen Gründen erscheine ihm eine Begnadigung von Gaile Owens geboten.
Für die bereits verbüßte Strafe gewährte Gouverneur Bredesen der Angeklagten außerdem eine Erleichterung ihres Strafmaßes im Umfang von 1000 Tagen und stellte ihr die Möglichkeit in Aussicht, eine weitere Strafmilderung zu erzielen.
Gaile Owens war Anfang 1986 zusammen mit Sidney Porterfield vor Gericht gestellt worden. Die Anklage machte geltend, Gaile Owens habe sich an mehrere Männer gewandt und ihnen Geld für die Ermordung ihres Ehemannes angeboten. Einer dieser Männer, Sidney Porterfield, habe den Mord dann verübt. Er wurde wegen Mordes ersten Grades schuldig befunden, Gaile Owens wurde als Mittäterin eingestuft. Gegen beide erging das Todesurteil. Vor dem Gerichtsverfahren hatte die Staatsanwaltschaft beiden Angeklagten angeboten, sie im Falle eines Schuldgeständnisses nicht zum Tode, sondern zu einer lebenslangen Haftstrafe zu verurteilen. Gaile Owens nahm das Angebot an, Sidney Porterfield lehnte es jedoch ab. Daraufhin zog die Anklagebehörde das Angebot zurück, weil sie es an die Bedingung geknüpft hatte, dass beide Angeklagten es akzeptieren. Nach dem Gerichtsverfahren sind mehrere Beweise zutage getreten, die darauf hindeuten, dass Gaile Owens von ihrem Ehemann misshandelt wurde und auch ihre Kindheit von Missbrauch geprägt war.
Seit der Wiederaufnahme von Hinrichtungen im Jahr 1977 wurden in den USA 1219 Todesurteile vollstreckt. Auf Tennessee entfallen davon 6. In diesem Jahr sind in den USA bereits 31 Hinrichtungen vollzogen worden.
Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.