Ärzte freigelassen!

Die sechs inhaftierten Ärzte, Ahmed Alabwabi, Alhadi Bakhit, Abdelaziz Ali Jamee, Ahmed Abdallah Khalafallah, Ashraf Hammad und Mahmoud Khairallah Mohammed, wurden am 24. Juni ohne Anklageerhebung freigelassen. Sie waren zwischen dem 1. und 8. Juni von Angehörigen des Nationalen Geheimdienstes NISS (National Intelligence and Security Services) festgenommen worden. Die Festnahmen standen in Zusammenhang mit einem Streik für bessere Arbeitsbedingungen, die MedizinerInnen im Sudan gefordert hatten. Die sechs Ärzte sind Mitglieder des Streikkomitees

Sachlage

Zwei der Ärzte waren in der Anfangszeit der Haft von NISS-Angehörigen gefoltert worden. Die sudanesischen Behörden haben aber bislang keine Untersuchung der Foltervorwürfe eingeleitet. Die Mediziner befanden sich an einem unbekannten Haftort und wurden nicht unter Anklage gestellt.

Im gesamten Land traten ÄrztInnen am 2. Juni in einen Streik, um gegen die Inhaftierung ihrer Kollegen zu protestieren. Der Streik erzielte nicht die erhoffte Wirkung, die Arbeitsbedingungen für MedizinerInnen im Sudan zu verbessern. Die Behörden sollen zugesagt haben, die inhaftierten Ärzte freizulassen, wenn die streikenden ÄrztInnen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Der Streik wurde am 24. Juni beendet. NISS-Angehörige sollen daraufhin die Krankenhäuser in der Hauptstadt Khartoum durchkämmt haben, um zu kontrollieren, ob die ÄrztInnen ihre Arbeit wieder aufgenommen hatten. In der selben Nacht wurden die sechs Ärzte freigelassen.

Weitere Appelle des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die sich an dieser Eilaktion beteiligt haben.