Anwältin droht Folter

Die sudanesische Anwältin und Menschenrechtlerin Asma Ahmed befindet sich seit dem 4. Mai ohne Anklage und ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft. Sie ist vom sudanesischen Geheimdienst NSS festgenommen worden. Ihr drohen Folter und andere Misshandlungen.

Appell an

PRÄSIDENT
HE Omar Hassan Ahmad al-Bashir
Office of the President
People's Palace
PO Box 281
Khartoum
SUDAN
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: info@sudan.gov.sd

JUSTIZMINISTER
Mohamed Bushara Dousa
Ministry of Justice
PO Box 302
Al Nil Avenue
Khartoum
SUDAN
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: moj@moj.gov.sd

Sende eine Kopie an

INNENMINISTER
Ibrahim Mahmoud Hamed
Ministry of Interior
PO Box 873
Khartoum
SUDAN
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)

BOTSCHAFT DER REPUBLIK SUDAN
S. E. Herrn Baha’aldin Hanafi Mansour Waheesh
Kurfürstendamm 151
10709 Berlin
Fax: 030-8940 9693
E-Mail: poststelle@botschaft-sudan.de oder sudaniberlin@hotmail.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 22. Juni 2013 keine Appelle mehr zu verschicken.

Sachlage

In den Morgenstunden des 2. Mai erschienen Angehörige des sudanesischen Geheimdienstes (National Security Service – NSS) im Haus der Familie von Asma Ahmed in der Hauptstadt Khartum. Sie war nicht zuhause, daher kamen die BeamtInnen später noch einmal wieder und ordneten an, dass Asma Ahmed sich so bald wie möglich beim Geheimdienst zu melden habe. Asma Ahmed begab sich am 4. Mai zum NSS-Sitz in Nord-Khartum und wird seither ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten. Sie läuft Gefahr, gefoltert und in anderer Weise misshandelt zu werden.
Die 39-jährige Rechtsanwältin ist Mitglied der verbotenen sudanesischen Volksbefreiungsbewegung des Nordens (Sudan People's Movement-North – SPLM-N). Sie macht sich zudem für die Menschenrechte stark; so hat sie bereits zahlreiche politische Häftlinge und gewaltlose politische Gefangene vor Gericht vertreten, darunter auch 2012 die bekannte Menschenrechtsverteidigerin Jalila Khamis Koko. Asma Ahmed leidet an Diabetes. Sie benötigt daher regelmäßig Medikamte und muss sich an einen speziellen Ernährungsplan halten.

[BITTE SCHREIBEN SIE]

LUFTPOSTBRIEFE ODER E-MAILS MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich fordere Sie auf, Asma Ahmed entweder einer international als Straftat anerkannten Handlung anzuklagen oder sie umgehend und bedingungslos freizulassen.

  • Bitte stellen Sie sicher, dass Asma Ahmed weder gefoltert noch in anderer Weise misshandelt wird.

  • Sorgen Sie bitte dafür, dass Asma Ahmed unverzüglich Zugang zu jeder erforderlichen medizinischen Versorgung, einem Rechtsbeistand ihrer Wahl und zu ihrer Familie erhält.

[APPELLE AN]

PRÄSIDENT
HE Omar Hassan Ahmad al-Bashir
Office of the President
People's Palace
PO Box 281
Khartoum
SUDAN
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: info@sudan.gov.sd

JUSTIZMINISTER
Mohamed Bushara Dousa
Ministry of Justice
PO Box 302
Al Nil Avenue
Khartoum
SUDAN
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: moj@moj.gov.sd

KOPIEN AN
INNENMINISTER
Ibrahim Mahmoud Hamed
Ministry of Interior
PO Box 873
Khartoum
SUDAN
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)

BOTSCHAFT DER REPUBLIK SUDAN
S. E. Herrn Baha’aldin Hanafi Mansour Waheesh
Kurfürstendamm 151
10709 Berlin
Fax: 030-8940 9693
E-Mail: poststelle@botschaft-sudan.de oder sudaniberlin@hotmail.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 22. Juni 2013 keine Appelle mehr zu verschicken.

Hintergrundinformation

Hintergrund

2011 brachen in Südkordofan und im Bundesstaat Blue Nile Kampfhandlungen zwischen den sudanesischen Streitkräften und der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee des Nordens (SPLA-N) aus. Nach Ausbruch des Konflikts verboten die Behörden die SPLM-N – den politischen Flügel der SPLA-N – und haben seither zahlreiche Mitglieder der verbotenen Partei und auch Personen, von denen sie glauben, dass sie der SPLM-N angehören, festgenommen. Die meisten von ihnen werden ohne Kontakt zur Außenwelt und ohne Anklage festgehalten. In der vergangenen Woche sollen die Behörden Berichten zufolge erneut eine Festnahmewelle von Mitgliedern bzw. vermeintlichen Mitgliedern der SPLM-N vorgenommen haben.

Amnesty International hat in den vergangenen Jahren viele Fälle dokumentiert, in denen Personen von Angehörigen des NSS gefoltert oder auf andere Weise misshandelt wurden. Zu den Foltermethoden zählen Treten sowie das Schlagen mit Stöcken, Gummischläuchen und den Fäusten. Häftlinge sollen außerdem regelmäßig gezwungen werden, tagelang in der sengenden Hitze oder in schmerzhaften Positionen auszuharren. Darüber hinaus werden ihnen häufig Nahrungsmittel, Wasser und Schlaf vorenthalten. Weibliche Gefangene sind oftmals sexueller Gewalt ausgesetzt, einschließlich Vergewaltigungen.