Sudanese exekutiert

Abdul Hamid al-Fakki

Abdul Hamid al-Fakki

Der Sudanese 'Abdul Hamid bin Hussain bin Moustafa al-Fakki ist am 19. September 2011 in Saudi-Arabien hingerichtet worden.

Sachlage

'Abdul Hamid Bin Hussain Bin Moustafa al-Fakki, ein etwa 36 Jahre alter Staatsbürger Sudans, war am 27. März 2007 von einem Gericht (General Court) in Medina der "Hexerei" schuldig gesprochen und zum Tod verurteilt worden. Über den Prozess, der offenbar hinter verschlossenen Türen stattgefunden hat, ist kaum etwas bekannt geworden. Der Angeklagte war allem Anschein nach nicht durch einen Rechtsbeistand vertreten.

'Abdul Hamid Bin Hussain Bin Moustafa al-Fakki war am 8. Dezember 2005 in der Stadt Medina von der islamischen Religionspolizei Mutawa’een (Komitee zur Verhütung des Lasters und Verbreitung der Tugend) unter der Anschuldigung der Hexerei festgenommen worden. An dem fraglichen Tag hatte ein Mitarbeiter der Mutawa’een den Sudanesen angesprochen und gebeten, eine Zauberformel zu deklamieren, um zu bewirken, dass sich sein Vater von seiner zweiten Frau trennt und zur ersten Frau, seiner leiblichen Mutter, zurückkehrt. Allem Anschein nach ging ¢Abdul Hamid al-Fakki gegen Zahlung von 6.000 Saudi-Riyal (rund 1.300 Euro) darauf ein. Nach seiner Festnahme wurde er verhört, Berichten zufolge geschlagen und offenbar zu dem Geständnis gezwungen, Akte der "Hexerei" begangen zu haben.