Paramilitärs drohen Aktivisten
Ein Menschenrechtsverteidiger, Gewerkschafter_innen und Umweltaktivisten sind im Department Santander im Nordosten Kolumbiens von Paramilitärs bedroht worden. Die Paramilitärs werfen ihnen vor, derzeit stattfindende Demonstrationen von Kleinbauern und -bäuerinnen organisiert zu haben, die ihrer Meinung nach von Guerillagruppen unterstützt werden.
Appell an
PRÄSIDENT
Presidente Juan Manuel Santos
Presidente de la República
Palacio de Nariño, Carrera 8 No. 7-26
Bogotá
KOLUMBIEN
(Anrede: Dear President Santos / Excmo. Sr. Presidente Santos / Sehr geehrter Herr Präsident)
Fax: (00 57) 1 596 0631
VERTEIDIGUNGSMINISTER
Señor Juan Carlos Pinzón
Ministerio de Defensa, Carrera 54, No. 26-29
Bogotá
KOLUMBIEN
(Anrede: Dear Minister Pinzón / Sr. Ministro Pinzón / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 57) 1 266 1003
Sende eine Kopie an
NGO
Fundación Comité de Solidaridad con los Presos Políticos
Calle 26 4A-45, Piso 12
Torre KLM
Bogotá
KOLUMBIEN
BOTSCHAFT DER REPUBLIK KOLUMBIEN
S. E. Herrn Juan Mayr Maldonado
Taubenstr. 23
10117 Berlin
Fax: 030-2639 6125
E-Mail: info@botschaft-kolumbien.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 19. Juni 2014 keine Appelle mehr zu verschicken.
Sachlage
Am 29. April wurde eine schriftliche Morddrohung an die Büros des kolumbianischen Gewerkschaftsdachverbandes Central Unitaria de Trabajadores (CUT) in Bucaramanga, der Hauptstadt des Departments Santander, geschickt. Die Drohung trug die Unterschrift einer paramilitärischen Einheit, die sich selbst als Selbstverteidigungskräfte Kolumbiens – Los Rastrojos – Los Urabeños-Kommando (Autodefensas Unidas de Colombia – Los Rastrojos – Comando Los Urabeños) identifiziert.
In der Morddrohung wurden Leonardo Jaimes, ein Menschenrechtsanwalt und Mitglied des Komitees der Solidarität mit politischen Gefangenen (Comité de Solidaridad con los Presos Políticos, CSPP), die Gewerkschafter_innen Martha Díaz und David Flórez sowie die Umweltaktivisten Diego Riaño und Jimmy Moreno zu "militärischen Zielen" erklärt. Die Paramilitärs werfen ihnen vor, Demonstrationen von Kleinbauern und –bäuerinnen organisiert zu haben, die ihrer Ansicht nach von Guerillagruppen unterstützt werden. Seit dem 28. April findet ein nationaler Streik von Kleinbauerngemeinschaften statt.
[SCHREIBEN SIE BITTE ]
FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Ich fürchte um die Sicherheit des CSPP-Mitglieds Leonardo Jaimes, der Gewerkschafter_innen Martha Díaz und David Flórez sowie der Umweltaktivisten Diego Riaño und Jimmy Moreno.
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Ich bitte Sie dringend, in Absprache mit den Betroffenen Schutzmaßnahmen umzusetzen. Bitte leiten Sie eine vollständige und unparteiische Untersuchung der Morddrohungen und der Präsenz von Paramilitärs ein, veröffentlichen Sie die Ergebnisse und stellen Sie die Verantwortlichen vor Gericht.
- Ergreifen Sie außerdem bitte unverzüglich Maßnahmen zur Auflösung paramilitärischer Gruppierungen und ihrer Verbindungen zu den Sicherheitskräften, im Einklang mit den von der Regierung eingegangenen Verpflichtungen und den Empfehlungen der Vereinten Nationen und anderer zwischenstaatlicher Organisationen.
[APPELLE AN]
PRÄSIDENT
Presidente Juan Manuel Santos
Presidente de la República
Palacio de Nariño, Carrera 8 No. 7-26
Bogotá
KOLUMBIEN
(Anrede: Dear President Santos / Excmo. Sr. Presidente Santos / Sehr geehrter Herr Präsident)
Fax: (00 57) 1 596 0631
VERTEIDIGUNGSMINISTER
Señor Juan Carlos Pinzón
Ministerio de Defensa, Carrera 54, No. 26-29
Bogotá
KOLUMBIEN
(Anrede: Dear Minister Pinzón / Sr. Ministro Pinzón / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 57) 1 266 1003
KOPIEN AN
NGO
Fundación Comité de Solidaridad con los Presos Políticos
Calle 26 4A-45, Piso 12
Torre KLM
Bogotá
KOLUMBIEN
BOTSCHAFT DER REPUBLIK KOLUMBIEN
S. E. Herrn Juan Mayr Maldonado
Taubenstr. 23
10117 Berlin
Fax: 030-2639 6125
E-Mail: info@botschaft-kolumbien.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 19. Juni 2014 keine Appelle mehr zu verschicken.
Hintergrundinformation
Menschenrechtsverteidiger_innen und andere, die sich gegen die Straflosigkeit von Mitgliedern der Sicherheitskräfte und Paramilitärs in Kolumbien einsetzen, sind von diesen wiederholt als Umstürzler_innen bezeichnet worden. Sicherheitskräfte und Paramilitärs haben im Anschluss an solche Vorwürfe oft schwere Menschenrechtsverletzungen begangen. Menschenrechtsanwält_innen, die Personen verteidigen, welche der Subversion angeklagt werden, werden von den Sicherheitskräften und paramilitärischen Gruppierungen häufig selbst als subversiv bezeichnet. Solche Anschuldigungen werden oft von Morddrohungen oder anderen schweren Menschenrechtsverletzungen begleitet oder ziehen diese nach sich.
Das CSPP wurde 1973 gegründet und arbeitet zu Menschenrechtsfragen in mehreren Regionen Kolumbiens. Mitglieder des CSPP sind wiederholt bedroht worden.
Gewerkschafter_innen sind im Rahmen von Arbeitsstreitigkeiten ebenfalls zur Zielscheibe von Morddrohungen und schweren Menschenrechtsverletzungen durch die Sicherheitskräfte oder Paramilitärs geworden, ebenso wie Umweltaktivist_innen. Guerillagruppen sind zudem auch für Morddrohungen und andere schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Aktivist_innen verantwortlich, die ihrer Ansicht nach ihre Interessen gefährden oder mit ihren Feinden zusammenarbeiten.