Minderjähriger in Lebensgefahr

Ahmed Ismael al-'Akkad

Ahmed Ismael al-'Akkad

Der 16-jährige Ahmed Ismael al-'Akkad hätte Mitte Juni vor ein Jugendgericht gebracht werden sollen, wurde aber nicht bei Gericht vorgeführt. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt. Er befindet sich seit dem 20. November 2012 ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft.

Appell an

STAATSPRÄSIDENT
Bashar al-Assad
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 963) 11 332 3410 (Bitte sagen Sie "Fax")
(Briefe werden derzeit nicht zugestellt. Bitte nur Faxe schicken!)

VERTEIDIGUNGSMINISTER
Brigadier General Fahd Jassem al-Freij
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 963) 11 223 7842 oder
(00 963) 11 666 2460 (Bitte sagen Sie "Fax")
(Briefe werden derzeit nicht zugestellt. Bitte nur Faxe schicken!)

AUSSENMINISTER
Walid al-Mu’allim
Ministry of Foreign Affairs
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 963) 11 214 6253
(Bitte nur Faxe schicken)

Sende eine Kopie an

SYRISCHER BOTSCHAFTER BEI DEN VEREINTEN NATIONEN
His Excellency Bashar Ja’afari, PhD, Ambassador Extraordinary and Plenipotentiary
820 Second Avenue 15th Floor
New York, NY 10017
USA
Fax: 001 212 983 4439
E-Mail: exesec.syria@gmail.com

BOTSCHAFT DER ARABISCHEN REPUBLIK SYRIEN
Frau Abir Jarf
Geschäftsträgerin a. i., Gesandte - Botschaftsrätin
Rauchstr. 25
10787 Berlin
Fax: 030-5017 7311
E-Mail: info@syrianembassy.de, press@syrianembassy.de, secretary@syrianembassy.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch, Französisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 22. August 2013 keine Appelle mehr zu verschicken.

Sachlage

Ahmed Ismael al-'Akkad war am 20. November 2012 bei einer Razzia durch Regierungstruppen im Viertel al-Midan in der syrischen Hauptstadt Damaskus festgenommen worden. Seine Familie wusste nichts über seinen Haftort, erhielt jedoch etwa 40 Tage nach seiner Festnahme einen kurzen Brief von ihm, der von entlassenen Häftlingen herausgeschmuggelt wurde. In dem Brief steht, dass Ahmed Ismael al-'Akkad in der Palästinensischen Abteilung eines Gefangenenlagers des Militärgeheimdienstes in Damaskus festgehalten wird. In dem Schreiben erklärte er außerdem, dass sich sein Gesundheitszustand zunehmend verschlechtere, da er keine Asthmamedikamente erhalte und es in der überfüllten Hafteinrichtung sehr feucht sei.

Laut einer Person vor Ort wurde Ahmed Ismael al-'Akkad beschuldigt, mit "Terroristen" in Kontakt zu stehen und sie zu unterstützen. Ein Ermittlungsrichter des Anti-Terror-Gerichtes entschied am 12. Juni 2013, den Fall an ein Jugendgericht in Damaskus zu übertragen, wo Ahmed Ismael al-'Akkad innerhalb von zwei Tagen erscheinen sollte. Jedoch ist Ahmed Ismael al-'Akkad noch nicht dort vorgeführt worden. Obwohl verschiedene Quellen davon ausgehen, dass er in der Abteilung des Militärgeheimdienstes in Qaboun, einer Vorstadt von Damaskus, festgehalten wird, ist sein Aufenthaltsort bislang nicht bestätigt worden.

[SCHREIBEN SIE BITTE ]

FAXE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich bitte Sie eindringlich, Auskunft über den Aufenthaltsort von Ahmed Ismael al-'Akkad zu geben und sicherzustellen, dass er unverzüglich Zugang zu seiner Familie und seinem Rechtsbeistand erhält. Sorgen Sie zudem dafür, dass er vor Folter und anderer Misshandlung geschützt wird und jegliche erforderliche medizinische Versorgung bekommt, einschließlich der nötigen Asthmamedikamente.

  • Stellen Sie bitte unbedingt sicher, dass Ahmed Ismael al-'Akkad gemäß den Menschenrechtsstandards des Übereinkommens über die Rechte des Kindes und geltenden strafrechtlichen Bestimmungen für Minderjährige behandelt wird.

[APPELLE AN]

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Bashar al-Assad
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Hintergrundinformation

Hintergrund

Ahmed Ismael al-'Akkad wohnt im vornehmlich von Sunniten bewohnten Stadtteil al-Midan der Hauptstadt Damaskus. Laut Angaben einer syrischen Menschenrechtsorganisation kam es in den Tagen vor seiner Festnahme in den nahe gelegenen Stadtteilen al-Tadamon und al-Hajar al-Aswad zu Zusammenstößen zwischen syrischen Regierungstruppen und bewaffneten Oppositionsgruppen. Al-Hajar al-Aswad wurde zudem am Tag vor seiner Festnahme von den Regierungstruppen unter Beschuss genommen.

Weitere Informationen über Folter und andere Misshandlungen in syrischen Hafteinrichtungen finden Sie in dem englischsprachigen Artikel von März 2012 I wanted to die’: Syria’s torture survivors speak out (Index: MDE 24/016/2012, http://www.amnesty.org/en/library/info/MDE24/016/2012).

Amnesty International hat Namen von über 1000 Menschen erhalten, die in Gewahrsam der syrischen Sicherheitskräfte seit Beginn der Unruhen zu Tode gekommen sein sollen, 500 allein im Jahr 2012. Amnesty International dokumentierte diese Fälle im August 2011: Deadly detention: Deaths in custody amid popular protest in Syria (Index: MDE 24/035/2011, http://www.amnesty.org/en/library/info/MDE24/035/2011).

Die Mehrzahl der von Amnesty International dokumentierten Menschenrechtsverletzungen wurde von den syrischen Streitkräften und Milizen der als Shabiha bekannten regierungstreuen Gruppierungen begangen. Doch auch bewaffnete Oppositionskräfte haben sich Menschenrechtsverstößen schuldig gemacht, darunter der Folterung und Tötung gefangengenommener Angehöriger der Armee und der Shabiha sowie auch der Entführung und Tötung tatsächlicher und vermeintlicher RegierungsanhängerInnen und -unterstützerInnen. Außerdem versuchten sie durch die Geiselnahme von Zivilpersonen Gefangenenaustausche herbeizuführen. Amnesty International verurteilt diese Menschenrechtsverstöße scharf und hat die Führungsebene sämtlicher in Syrien operierender bewaffneter Oppositionsgruppen dazu aufgerufen, derartige Handlungen in einer öffentlichen Bekanntmachung zu verbieten und alles in ihrer Macht Stehende zu tun, damit oppositionelle Gruppen keine Menschenrechtsverstöße mehr begehen. Lesen Sie hierzu den Bericht Syria: Summary killings and other abuses by armed opposition groups vom 14. März 2013 (Index: MDE 24/008/2013, http://www.amnesty.org/en/library/asset/MDE24/008/2013/en/8d527c4e-2aff-4311-bad8-d63dbc97c96a/mde240082013en.html).