Lebenszeichen

Ergebnis dieser Urgent Action

Nizomkhon Juraev, ein tadschikischer Asylsuchender, der seit seiner Entlassung aus russischer Haft am 29. März "verschwunden" war, ist am 7. April in Tadschikistan wieder aufgetaucht. Seinen Angaben zufolge befindet er sich auf freiem Fuß, ihm nahe stehende Personen gehen jedoch davon aus, dass er von den tadschikischen Sicherheitskräften in Haft gehalten wird.

Nizomkhon Juraev, ein tadschikischer Asylsuchender, der seit seiner Entlassung aus russischer Haft am 29. März "verschwunden" war, ist am 7. April in Tadschikistan wieder aufgetaucht. Seinen Angaben zufolge befindet er sich auf freiem Fuß, ihm nahe stehende Personen gehen jedoch davon aus, dass er von den tadschikischen Sicherheitskräften in Haft gehalten wird.

Sachlage

Am 7. April wurde im tadschikischen Fernsehen eine Stellungnahme von Nizomkhon Juraev veröffentlicht, nach der er wegen seiner betagten Mutter freiwillig aus Russland nach Tadschikistan zurückgekehrt sei. Er beschreibt darin, wie ihm die Rückkehr gelang.

Anna Stavitskaya, die russische Anwältin, die den Fall Nizomhon Juraev vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gebracht hatte, bezweifelt, dass Nizomhon Juraev freiwillig nach Tadschikistan zurückgekehrt ist, weil er sich zuvor immer dagegen ausgesprochen hatte. Zudem erklärte sie, sie habe immer noch den Reisepass von Nizomkhon Juraev. Ohne diesen Pass und ohne ausreichende finanzielle Mittel sei es für Nizomkhon Juraev extrem schwierig, wenn nicht unmöglich gewesen, nach Tadschikistan zurückzureisen.

Am 26. April erklärte der Leiter der tadschikischen Behörde für Finanzkontrolle und Bekämpfung der Korruption, Fattokh Saidov, in einem Interview mit dem tadschikischen Dienst des von den USA finanzierten Rundfunksenders Radio Liberty, Nizomkhon Juraev sei Berichten zufolge frei, lebe in Duschanbe und arbeite aktiv mit ErmittlerInnen der Behörde zusammen. Dies soll Nizomkhon Juraev später selbst in einem Interview mit der BBC bestätigt haben. Er weigerte sich jedoch, seinen genauen Aufenthaltsort bekannt zu geben. Danach widersprachen jedoch Personen aus dem Umfeld von Nizomkhon Juraev Angaben über dessen Freilassung. In einem Telefoninterview mit Radio Liberty gaben sie an, er sei immer noch in Gewahrsam.

Amnesty International wird den Fall weiterhin verfolgen und gegebenenfalls weitere Aktionen einleiten. Derzeit sind jedoch keine weiteren Appelle des Eilaktionsnetzes erforderlich. Vielen Dank allen, die sich für Nizomkhon Juraev eingesetzt haben.