Zwangsräumung italienischer Roma

Ergebnis dieser Urgent Action

Die mailändischen Behörden haben die Zwangsräumung von etwa 150 Roma vorgenommen, die unter einer Überführung im Norden der Stadt lebten. Dies geschah am frühen Morgen des 31. März 2009. Lokalen Zeitungen zufolge wurden 70 von etwa 150 Roma vertrieben, ohne ihnen eine alternative Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Manche Familien waren bereits von Nichtregierungsorganisationen in Übergangsunterkünften untergebracht worden. Eine Familie erklärte sich bereit, vorerst in das städtische Obdachlosenheim zu ziehen.

Die mailändischen Behörden haben die Zwangsräumung von etwa 150 Roma vorgenommen, die unter einer Überführung im Norden der Stadt lebten. Dies geschah am frühen Morgen des 31. März 2009. Lokalen Zeitungen zufolge wurden 70 von etwa 150 Roma vertrieben, ohne ihnen eine alternative Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Manche Familien waren bereits von Nichtregierungsorganisationen in Übergangsunterkünften untergebracht worden. Eine Familie erklärte sich bereit, vorerst in das städtische Obdachlosenheim zu ziehen.

Sachlage

Offenbar haben mit der Roma-Gemeinde keine Gespräche über die geplante Zwangsräumung stattgefunden und es hat auch keinen dauerhaften Versuch gegeben, gemeinsam realistische Alternativen zur Räumung zu finden. Die Behörden scheinen keine angemessene alternative Unterbringung geplant oder dies mit allen Betroffenen diskutiert zu haben.

Bisher sah das Vorgehen der Stadt Mailand so aus, dass sie den Frauen und kleinen Kindern der Betroffenen kurzfristig (für Wochen oder wenige Monate) eine Unterkunft im örtlichen Obdachlosenheim zur Verfügung stellten.

Vor der Zwangsräumung wohnte die Roma-Gemeinde in Zelten und provisorischen Hütten unter der Bacula- Überführung, ohne fließendes Wasser, Kanalisation und Elektrizität. Wenn keine alternative Unterbringung gefunden wird, müssen die Familien in ein neues behelfsmäßiges Lager ziehen oder ihnen droht die Obdachlosigkeit.

Die meisten Roma des Bacula-Lagers hatten schon mindestens eine Zwangsräumung hinter sich. Etwa 110 von ihnen sollen im April 2008 aus einem anderen nicht genehmigten Lager in der Via Bovisasca in Mailand zwangsgeräumt worden sein.

Bei einigen der früheren Zwangsräumungen wurde Besitz zerstört, darunter Unterkünfte, Kleidung, Matratzen und manchmal auch Medizin und Papiere.

Amnesty International wird die Situation der Roma-Gemeinde weiterhin verfolgen und falls nötig neue Kampagnen starten.

Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.