Ohne Kontakt zur Außenwelt
Amnesty Norwegen Demonstration 2009: Für Menschenrechte in Saudi-Arabien
© Amnesty International
Der katarische Staatsbürger Nawaf al-Rasheed wurde in Kuwait willkürlich festgenommen und befindet sich seit dem 12. Mai ohne Kontakt zur Außenwelt in Saudi-Arabien in Haft.
Setz dich jetzt für Nawaf Al-Rasheed ein!
Appell an
His Majesty King Salman bin Abdul Aziz Al Saud
The Custodian of the two Holy Mosques
Royal Court, Riyadh
SAUDI-ARABIEN
Sende eine Kopie an
Menschenrechtskommission
Dr Bandar Mohammed Abdullah al-Aiban
North Ring Road, Exit 2
P.O. Box 58889
Riyadh 11515
SAUDI-ARABIEN
Fax: (00 966) 11 418 5101
Twitter: @HRCSaudi
Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien
S.E. Prinz Khalid bin Bandar bin Sultan bin Abdulaziz Al Saud
Tiergartenstr. 33-34, 10785 Berlin
Fax: 030-8892 5176
E-Mail: deemb@mofa.gov.sa
Amnesty fordert:
- Bitte lassen Sie Nawaf al-Rasheed frei und erlauben Sie ihm, zu seinem Wohnsitz nach Doha in Katar zurückzukehren, sofern er nicht umgehend einer international als Straftat anerkannten Handlung angeklagt und gemäß den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren vor Gericht gestellt wird.
- Geben Sie bitte den Verbleib von Nawaf al-Rasheed bekannt. Sorgen Sie dafür, dass er vor Folter und anderweitiger Misshandlung geschützt ist und erlauben Sie ihm Zuang zu einem Rechtsbeistand seiner Wahl, den Kontakt zu seiner Familie und Zugang zu konsularischen Diensten.
Sachlage
Nawaf al-Rasheed ist Staatsangehöriger von Katar und wurde am 12. Mai in Kuwait willkürlich festgenommen. Seidem ist er in Saudi-Arabien ohne Kontakt zur Außenwelt inhaftiert. Nawaf al-Rasheed war am 9. Mai auf der Reise von Kuwait nach Katar, um an einem Fest teilzunehmen, das ihm zu Ehren stattgefunden hatte. Zwei Freund_innen, die ihn auf seiner dreitägigen Reise begleitet hatten, berichteten, dass ihm am Flughafen Kuwait International Airport von kuwaitischen Behörden die Einreise bei der Passkontrolle verwehrt wurde und sie ihn ins Nachbarland Saudi-Arabien schickten. Das Ereignis wurde am 15. Mai in einer Stellungsnahme vom Innenminister von Kuwait bestätigt. Der Aufenthaltsort von Nawaf al-Rasheed ist unbekannt. Seine Familienangehörigen berichteten Amnesty International, dass ihm sowohl der Zugang zu einem Rechtsbeistand seiner Wahl, als auch der Kontakt zu seiner Familie in Doha, der Hauptstadt von Katar, verwehrt wird. Außerdem darf er keine konsularischen Dienste von Katar in Anspruch nehmen. Gründe für seine Festnahme sind bislang nicht bekannt, außerdem wurden keine Anklagen vor Gericht erhoben.
Nawaf al-Rasheed ist Student und Sohn des verstorbenen saudi-arabischen Dichters Talal al-Rasheed. Amnesty International kann bestätigen, dass er und zwei Freund_innen nach Kuwait gereist waren, um an einem Fest teilzunehmen, das von einem bekannten kuwaitischen Dichter organisiert worden war. Früher besaß Nawaf al-Rasheed die saudi-arabische Staatsangehörigkeit, derzeit hat er lediglich den katarischen Pass.
Die Regierung Saudi-Arabiens hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Das kuwaitische Innenministerium bestätigte die Festnahme von Nawaf al-Rasheed in einer Stellungnahme im Internet und führte dort bilaterale Sicherheitsabkommen zwischen den beiden Ländern an. In der Stellungnahme bezeichneten die kuwaitischen Behörden Nawaf al-Rasheed als saudi-arabischen Staatsbürger, haben aber bis heute keine Gründe für seine Festnahme vorgelegt.