Gerechtigkeit für George Floyd!

Eine Schwarze Frau hält ihre rechte Faust hoch. Hinter ihr stehen zwei Männer, die ebenfalls die Hände hoch halten. Ihnen gegenüber steht ein Polizeibeamte. Im Hintergrund sind weitere Protestierende und Polizist_innen zu sehen.

Protest in Minneapolis am 26. Mai 2020

Am 25. Mai 2020 kam George Floyd, ein 46-jähriger Schwarzer Mann, in Minneapolis, USA, nach rassistischer Polizeigewalt ums Leben. Hätte die Polizei nicht rechtswidrig unverhältnismäßige Gewalt gegen ihn angewendet, würde er heute noch leben.

George Floyds Tod ist kein Einzelfall. Er reiht sich ein in eine Serie von rassistischen Gewalttaten gegen Schwarze Menschen, die das Ausmaß von Gewalt und Diskriminierung in den USA sichtbar machen. Die Polizei in den USA verletzt erschreckend häufig die Menschenrechte, insbesondere die von marginalisierten Gruppen, vor allem von Schwarzen Menschen. Alleine im Jahr 2019 starben im Zusammenhang mit Polizeieinsätzen in den USA mehr als 1000 Menschen. Das sind nicht nur Zahlen, sondern Menschenleben: das sind Eltern, Geschwister, Partner_innen, Kinder.

Die Polizeibeamten, die an dem für George Floyd tödlichen Einsatz beteiligt waren, wurden entlassen. Inzwischen wurde gegen alle vier Polizisten Anklage erhoben. Aber dies alleine schafft keine Gerechtigkeit. Die Menschen in den USA gehen auf die Straße und protestieren. Sie fordern Antworten auf und Konsequenzen aus George Floyds Tod. Stattdessen begegnet ihnen die Polizei teilweise mit Repressionen und weiterer Gewalt.

Mach mit bei der weltweiten E-Mail-Aktion an den Justizminister der Vereinigten Staaten, William P. Barr: Fordere Gerechtigkeit für George Floyd und ein Ende der rassistischen Polizeigewalt in den USA!

Fordere ein Ende der rassistischen Polizeigewalt in den USA!

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Dein Appell

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Sehr geehrter Herr Justizminister und Generalstaatsanwalt,

mit Bestürzung habe ich von der Tötung George Floyds erfahren, ein 46-jähriger Schwarzer Mann, der am 25. Mai 2020 bei einer versuchten Festnahme durch die Polizei von Minneapolis ums Leben kam. Das Vorgehen der für diese Tragödie verantwortlichen Polizeibeamten muss als gewissenlos bezeichnet werden und steht exemplarisch für ein weiterreichendes Muster exzessiver Gewaltanwendung gegen ethnische Minderheiten in den Vereinigten Staaten.

Stellen Sie bitte sicher, dass die Beamten, die für den Tod von George Floyd verantwortlich sind, nicht straffrei ausgehen und die Familie des Getöteten Gerechtigkeit erfährt. Zudem sollten Polizeiabteilungen, die durch Menschenrechtsverstöße auffallen, eingehend untersucht werden, um dringend notwendige und grundlegende Reformen einzuleiten.

Der Einsatz unnötiger, unverhältnismäßiger und zudem rechtswidriger Gewalt durch US-amerikanische Polizeikräfte, vor allem gegen ethnische Minderheiten, ist zutiefst beunruhigend und muss sofort aufhören. Ich fordere Sie hiermit auf, alle diesbezüglich notwendigen Maßnahmen zu ergreifen und ein klares Signal zu senden, dass die rechtswidrige Gewaltanwendung seitens der Polizei vollkommen inakzeptabel ist und nicht länger geduldet wird. Kein Mensch sollte um sein Leben fürchten müssen. Der Staat muss Verantwortung übernehmen, wenn den Bürger_innen willkürlich Rechte entzogen werden, insbesondere das Recht auf Leben.

George Floyd hätte nicht sterben dürfen. 

Mit freundlichen Grüßen

Dear Attorney General William Barr,

I am shocked to learn about the killing of George Floyd, a 46-year-old black man, following an attempted arrest that turned deadly with police in Minneapolis, Minnesota on 25 May 2020. The actions taken by the police officers involved in this tragedy are unconscionable and reflect a wider pattern of excessive use of force against ethnic and racial minorities in the USA.

I call on you to ensure that those responsible for his killing do not enjoy impunity and that George’s family receives justice. Police departments that have a pattern or practice of abusing human rights should be investigated with a view to urgent and systemic reforms.

The use of unnecessary, excessive, or otherwise unlawful force by the police in the USA, especially against racial and ethnic minorities, is deeply disturbing and must stop immediately. I urge you to take all necessary actions to send a clear message that the unlawful use of force by the police is unacceptable and will not be tolerated anymore. No one should fear for their lives, and the state must provide accountability when a person is arbitrarily deprived of their rights, let alone their right to life.

George Floyd should be alive today.

Sincerely,

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Hintergrundinformationen

"Ich kann nicht atmen", waren die letzten Worte, die George Floyd wiederholte, als ein Polizist mehr als acht Minuten lang direkt auf seinem Nacken kniete und seine Hände auf dem Rücken mit Handschellen gefesselt waren. Als der Polizist endlich sein Knie von George Floyds Nacken nahm, bewegte sich George Floyd nicht mehr. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo nur noch sein Tod festgestellt werden konnte.

George Floyd war unbewaffnet. Ein Mitarbeiter eines Lebensmittelgeschäfts hatte die Polizei gerufen, weil er dachte, George wollte mit Falschgeld bezahlen. Dieses Telefonat führte zu dem tödlichen Polizeieinsatz.

Zur Serie von rassistischer Polizeigewalt in den USA gehören unter anderem auch die Tötung von Ahmaud Arbery, einem Schwarzen Mann, der joggen war, sowie die Tötung von Breonna Tyler, einer Schwarzen Frau, die in ihrem Apartment schlief, als Polizeibeamte das Feuer auf sie eröffneten, und viele mehr.