Ermittlungen gegen die Iuventa10 einstellen!

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Mitglieder der Iuventa10, v.l.n.r.: Pia, Sascha, Dariush, Zoe, Laura, Ulrich, Hendrik

Der ehemaligen Crew des Rettungsschiffes Iuventa drohen in Italien 20 Jahre Gefängnis, weil sie über 14.000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet haben. Das Rettungsschiff Iuventa ist seit August 2017 von den italienischen Behörden beschlagnahmt. Seit drei Jahren wird gegen die Iuventa10 ermittelt und das, obwohl alle Beweise, zeigen, dass ihre Arbeit nur Leben gerettet hat. Setz dich jetzt dafür ein, dass alle Ermittlungen gegen sie von den italienischen Behörden fallengelassen werden.

Ja, ich fordere die Ermittlungen gegen die Iuventa10 einzustellen!

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Dein Appell

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Ermittlungen gegen die Iuventa10 einstellen!

Sehr geehrte Frau Staatsanwältin,

Die Iuventa10 sind eine Gruppe ehrenamtlicher Seenotretter_innen, die Menschen aus lebensgefährlichen Situationen gerettet haben. Dafür werden sie nun mittels haltloser Anschuldigungen kriminalisiert.

Trotz aller Beweise, die zeigen, dass ihre Arbeit nur Leben gerettet hat, wurden die Ermittlungen gegen sie über drei Jahre hinweg fortgesetzt. Aufgrund des anhängigen Strafverfahrens befindet sich das Leben der Iuventa10 seit nunmehr drei Jahren im Schwebezustand.

Diese Ermittlungen werden nur weiter dazu beitragen, die lebensnotwendigen Rettungsschiffe aus dem Meer zu vertreiben. Wenn Hilfe und Rettung kriminalisiert und Flüchtlinge und Migrant_innen ihrem Schicksal überlassen werden, wird dies zu noch mehr Tod und Leid führen.

Bitte treffen Sie die richtige Entscheidung: Lassen Sie die Anklagen gegen die Iuventa10 fallen.

Mit freundlichen Grüßen

Hintergrundinformationen

Seit drei Jahren wird gegen die Iuventa10 ermittelt, und das Verfahren schwebt wie ein Damokles-Schwert über ihnen. Trotz aller Beweise, die zeigen, dass ihre Arbeit nur Leben gerettet hat. So hat unter anderem eine unabhängige Untersuchung der Rechercheorganisation Forensic Architecture aus dem Jahr 2018 die Vorwürfe gegen die Crew der Iuventa eindeutig widerlegt.

"Wir erheben unsere Stimme im Namen derjenigen, die weniger privilegiert sind als wir und die weiterhin jeden Tag sterben, während sie versuchen, sich in Sicherheit zu bringen. Wir konnten nicht länger tatenlos zusehen, wie Menschen im Massengrab Mittelmeer verschwinden. Es war, ist und bleibt die Aufgabe von uns allen, Menschenleben zu retten, wo immer es möglich ist, denen Schutz zu bieten, die ihn brauchen, und alle Menschen mit Würde zu behandeln."  – erklärte ein Mitglied der Iuventa10.

Die absurden Ermittlungen tragen dazu bei, dass Lebensretter_innen ihrer Arbeit im Mittelmeer nicht nachgehen können. Lebensretter_innen werden verfolgt und Flüchtlinge und Migrant_innen ihrem Schicksal überlassen- dem müssen wir uns entgegenstellen. Macht mit und setzt euch für die Iuventa10 ein! Helft mit, ihre Freiheit zu verteidigen und ein Zeichen zu setzen, dass Leben retten kein Verbrechen ist. Fordert die italienische Staatsanwältin in Trapani, Dr. Brunella Sardoni, in einer E-Mail auf, die absurden Ermittlungen gegen die Iuventa10 einzustellen.