Oppositionelle aus Haft entlassen

Diese Urgent Action ist beendet.

Die Oppositionsmitglieder Brigitte Kafui Adjamagbo und Gérard Yaovi Djossou wurden am 17. Dezember 2020 freigelassen und befinden sich seitdem unter richterlicher Aufsicht. Die beiden waren Ende November festgenommen und der "kriminellen Verschwörung" sowie der "Untergrabung der inneren Staatssicherheit" angeklagt worden, nachdem sie zu einer Demonstration gegen die umstrittenen Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen vom Februar 2020 aufgerufen hatten.

Auf beigem Hintergrund steht in weissen Buchstaben "Free, at last. Thank you." In der Bildmitte sind die schwarz-weiss-Fotos von Brigitte Kafui Adjamagbo und Gérard Yaovi Djossou. In der rechten unteren Bildecke steht das Amnesty-Logo.

Die Oppositionsmitglieder Brigitte Kafui Adjamagbo und Gérard Yaovi Djossou wurden am 17. Dezember 2020 freigelassen.

Sachlage

Am 17. Dezember 2020 wurden Brigitte Kafui Adjamagbo und Gérard Yaovi Djossou aus dem Büro der Zentralen Kriminalistischen Ermittlungsbehörde (Service Central de Recherches et d’Investigations Criminelles, SRIC) in der Hauptstadt Lomé freigelassen. Beide sind Mitglieder von Dynamique Monseigneur Kpodrzo (DMK), einem Zusammenschluss aus Oppositionsparteien und zivilgesellschaftlichen Organisationen in Togo. Die beiden wurden am 27. beziehungsweise am 28. November 2020 festgenommen, nachdem das Oppositionsbündnis DMK zu einer friedlichen Demonstration in der Hauptstadt Lomé aufgerufen hatte, die später von den Behörden verboten wurde. Mit der Demonstration sollte einerseits gegen die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen vom Februar 2020 protestiert werden, die Präsident Faure Gnassingbé eine vierte Amtszeit ermöglichten, und andererseits die behördliche Schikane von Oppositionellen angeprangert werden. Brigitte Kafui Adjamagbo und Gérard Yaovi Djossou wurden der "kriminellen Verschwörung" und der "Untergrabung der inneren Staatssicherheit" angeklagt.

Amnesty International begrüßt zwar die Freilassung der beiden Oppositionsmitglieder, doch die politisch motivierten Anklagen sind noch nicht fallengelassen worden. Brigitte Kafui Adjamagbo und Gérard Yaovi Djossou werden allein wegen ihrer politischen Einstellung strafrechtlich verfolgt. Auf diese Weise wollen die Behörden Oppositionsmitglieder und Regierungskritiker_innen davon abhalten, friedliche Versammlungen zu organisieren und sich öffentlich gegen den wiedergewählten Präsidenten Faure Gnassingbé zu äußern. Amnesty International wird den Fall weiterverfolgen und die togolesischen Behörden mit anderen Aktionsformen dazu auffordern, die Anklagen gegen Brigitte Kafui Adjamagbo und Gérard Yaovi Djossou fallenzulassen.

Nach ihrer Freilassung bedankten sich die beiden bei Amnesty International für die Mobilisierung in ihrem Fall. "Herzlichen Dank an Amnesty, euer Einsatz war sehr wirksam", sagte Brigitte Kafui Adjamagbo. Gérard Yaovi Djossou erzählte: "Während ich in Haft war, berichtete mir meine Familie von allem, was ihr für uns getan habt. Vielen Dank!"

Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben. Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich.