China: Musiker aus Haft entlassen
Diese Urgent Action ist beendet.
Yashar, ein uigurischer Liedermacher und Musiker, wurde am 10. August nach Verbüßen seiner dreijährigen Haftstrafe freigelassen. Weil er uigurische Musik veröffentlicht und uigurische Bücher besessen hat, war er der "Förderung des Extremismus" und des "illegalen Besitzes extremistischen Materials" für schuldig befunden worden. Yashar wurde allein deshalb inhaftiert, weil er friedlich sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen und am kulturellen Leben teilgenommen hat. Nach seiner Freilassung könnten ihm nun Einschränkungen bei der Ausübung seiner Rechte drohen.
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Vielen Dank allen, die sich für Yashar eingesetzt haben.
Sachlage
Yashar (Yaxia'er Xiaohelaiti 亚夏尔-肖合拉提) ist ein uigurischer Songwriter und Musiker aus Chengdu in der Provinz Sichuan. Er wurde im August 2023 festgenommen und am 20. Juni 2024 wegen "Förderung des Extremismus" und des "illegalen Besitzes extremistischen Materials" zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die Vorwürfe hingen mit Musik zusammen, die er online veröffentlicht hatte, sowie der Tatsache, dass er Bücher in uigurischer Sprache besaß. Er wurde allein deshalb verurteilt, weil er friedlich sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen und am kulturellen Leben teilgenommen hat.
Während seiner Inhaftierung bestand Sorge um seine Gesundheit. Yashar soll an einer Bronchitis gelitten und regelmäßig Medikamente benötigt haben, doch blieb unklar, ob er im Gefängnis durchgehend Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung hatte.
Am 10. August 2026 wurde Yashar nach Verbüßung seiner dreijährigen Haftstrafe freigelassen.
Zuvor befand sich Yashar bereits im November 2022 drei Wochen lang in Gewahrsam, nachdem er an den landesweiten Protesten der "Weiße-Blätter-Bewegung" teilgenommen hatte.
Wir sind froh, dass Yashar wieder frei ist. Doch es besteht die Sorge, dass nun seine Menschenrechte eingeschränkt werden könnten. Ein solches Vorgehen wurde in vielen ähnlichen Fällen dokumentiert, die Uigur*innen in der Uigurischen Autonomen Region Xinjiang betreffen.
Weitere Appelle des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich. Amnesty International wird die Situation weiterhin genau beobachten. Vielen Dank allen, die sich für Yashar eingesetzt haben.