Ammar al Baluchi

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Porträtfoto von Ammar al Baluchi mit weißem Hintergrund

Ammar al Baluchi soll auf dem US-Marinestützpunkt Guantánamo Bay ein Verfahren vor einer Militärkommission erhalten. Ihm droht die Todesstrafe. Er wird beschuldigt, Männern Geld überwiesen zu haben, die später an den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA beteiligt waren. Ammar al Baluchi wurde von 2003 bis 2006 in geheimen CIA-Gefängnissen festgehalten, gefoltert und anderweitig misshandelt. Weder der genaue Haftort während der dreieinhalb Jahre in CIA-Gewahrsam noch das genaue Ausmaß der erlittenen Misshandlungen sind bekannt. Am 4. September 2006 wurde Ammar al Baluchi nach Guantánamo gebracht.

Erst 2008 wurden Ammar al Baluchi und vier weitere Angeklagte auf der Grundlage des Gesetzes über Militärkommissionen von 2006 angeklagt. 2012 genehmigte die zuständige Behörde für Militärkommissionen der Staatsanwaltschaft, für alle fünf Angeklagten die Todesstrafe zu fordern. Die Eröffnung des Verfahrens gegen Ammar al Baluchi steht nach wie vor aus. Laut seiner Rechtsbeistände zeigt er Symptome eines Schädel-Hirn-Traumas und einer posttraumatischen Belastungsstörung, die auf die erlittene Folter zurückzuführen ist. Obwohl Ammar al Baluchi umfassende medizinische Untersuchungen und Behandlungen in Aussicht gestellt wurden, stehen diese noch aus. Aufgrund der erlittenen körperlichen Verletzungen und der psychischen Auswirkungen ist es ihm nicht möglich, seine Rechtsbeistände bei der Vorbereitung der Verteidigung zu unterstützen.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den US-Verteidigungsminister und drücken Sie Ihre Sorge darüber aus, dass für Ammar al Baluchi und die anderen vier Angeklagten die Todesstrafe gefordert wird. Machen Sie ihn darauf aufmerksam, dass nach dem Völkerrecht die Todesstrafe nur in einem Verfahren verhängt werden darf, dass den Standards für ein faires Verfahren entspricht und dass dies nicht auf die Verfahren vor Militärkommissionen zutrifft. Fordern Sie ihn dazu auf, den Fall vor einem US-Zivilgericht und nicht vor einer Militärkommission zu verhandeln und bei dem Strafmaß die Todesstrafe auszuschließen, egal vor welchem Gericht der Fall verhandelt wird. Bitten Sie ihn zudem, Ammar al Baluchi umgehend eine umfassende medizinische Untersuchung und Versorgung zuteil werden zu lassen.

Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch an:
James Mattis
Secretary of Defense
1000 Defense Pentagon
Washington D.C., 20301-1000
USA
(Anrede: Dear Secretary of Defense / Sehr geehrter Herr Verteidigungsminister)
Fax: 00 1 – 70 35 71 89 51
E-Mail über die Webpage: http://execsec.defense.gov/Contact-Us/
(Standardbrief Luftpost: 0,90 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
Herrn Kent Doyle Logsdon
Clayallee 170, 14191 Berlin
Fax: 030 – 83 05 10 50
E-Mail über die Webpage: http://germany.usembassy.de/email/feedback.htm

(Standardbrief: 0,70 €)

 

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Sehr gehrter Herr Verteidigungsminister,

Ammar al Baluchi soll auf dem US-Marinestützpunkt Guantánamo Bay ein Verfahren vor einer Militärkommission erhalten. Ihm droht die Todesstrafe. Er wird beschuldigt, Männern Geld überwiesen zu haben, die später an den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA beteiligt waren. Ammar al Baluchi wurde von 2003 bis 2006 in geheimen CIA-Gefängnissen festgehalten, gefoltert und anderweitig misshandelt. Weder der genaue Haftort während der dreieinhalb Jahre in CIA-Gewahrsam noch das genaue Ausmaß der erlittenen Misshandlungen sind bekannt. Am 4. September 2006 wurde Ammar al Baluchi nach Guantánamo gebracht. Laut seiner Rechtsbeistände zeigt er Symptome eines Schädel-Hirn-Traumas und einer posttraumatischen Belastungsstörung, die auf die erlittene Folter zurückzuführen ist.

Ich bin in großer Sorge darüber, dass für Ammar al Baluchi und die anderen vier Angeklagten die Todesstrafe gefordert wird. Ich möchte Sie hiermit daran erinnern, dass nach dem Völkerrecht die Todesstrafe nur in einem Verfahren verhängt werden darf, dass den Standards für ein faires Verfahren entspricht und dass dies nicht auf die Verfahren vor Militärkommissionen zutrifft. Fordern Sie ihn dazu auf, den Fall vor einem US-Zivilgericht und nicht vor einer Militärkommission zu verhandeln und bei dem Strafmaß die Todesstrafe auszuschließen, egal vor welchem Gericht der Fall verhandelt wird. Ich bitte Sie außerdem, Ammar al Baluchi umgehend eine umfassende medizinische Untersuchung und Versorgung zuteil werden zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Dear Secretary of Defense,

Ammar al Baluchi faces the death penalty in connection with his imminent trial before a military commission at the US naval base at Guantánamo Bay, Cuba. He was charged with wiring money to men later involved in the hijackings of the planes used in the 11 September 2001 attacks. Ammar al Baluchi was held in secret CIA custody from 2003 to 2006 and was subjected to enforced disappearance and to torture and other ill-treatment. The locations where he was held during his three and-a-half years in CIA custody and the full range of his treatment during that time remains classified top secret. He was transferred to Guantánamo on 4 September 2006, where he remains today. According to his lawyers, Ammar al Baluchi displays symptoms of post-traumatic stress disorder and traumatic brain injury as a result of torture and other ill-treatment while in CIA custody.

I would like to express my concern that the charges against Ammar al Baluchi and his co-defendants carry the death penalty. I would like to point out that international law prohibits the death penalty based on any trial that has not met the highest standards of fairness, and that the military commission trials do not meet such standards. Please ensure that the military commissions be abandoned in favour of trials in ordinary US civilian courts and that the pursuit of the death penalty be dropped in any case, whatever the trial forum. Please order a prompt, full medical assessment of Ammar al Baluchi’s physical and psychological injuries and related apparent mental disability which he developed as a result of torture. I am also appealing to you to ensure that Ammar al Baluchi receives all necessary medical treatment and rehabilitative care he requires and in accordance with his wishes.

Yours sincerely,

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Appell an:

James Mattis
Secretary of Defense
1000 Defense Pentagon
Washington D.C., 20301-1000
USA
(Anrede: Dear Secretary of Defense / Sehr geehrter Herr Verteidigungsminister)
Fax: 00 1 – 70 35 71 89 51
E-Mail über die Webpage: http://execsec.defense.gov/Contact-Us/

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Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
Herrn Kent Doyle Logsdon
Clayallee 170
14191 Berlin