Amnesty Report Simbabwe 20. April 2010

Simbabwe: 30 Jahre Unabhängigkeit

Fotoserie zu Folgen der "Operation Murambatsvina"

19.04.2010 - Am vergangenen Sonntag feierte Simbabwe das Ende der Kolonialherrschaft vor 30 Jahren. Überschattet werden die Feierlichkeiten von der Not hunderttausender Menschen, die unter Menschenrechtsverletzungen leiden. Für sie ist ein Leben in Freiheit und Würde noch immer nicht in Reichweite.

Anlässlich des 30. Jahrestags der Unabhängigkeit Simbabwes veröffentlichte Amnesty International jetzt eine Serie exklusiver Fotoaufnahmen, die die Auswirkungen von rechtswidrigen Zwangsräumungen dokumentieren. Im Rahmen der "Operation Murambatsvina" wurden seit 2005 in Harare und anderen Städten hunderttausende Menschen aus ihren Häusern vertrieben.

Nach den Zwangsräumungen zogen viele Betroffene an den Stadtrand von Harare. Die Fotografien geben Einblick in das Leben in den informellen Siedlungen und zeigen den täglichen Kampf der Menschen. Sie leiden unter einer Regierung, die unwillig scheint, gegen Menschenrechtverletzungen und deren Auswirkungen vorzugehen.

Nicht nur den Opfern der "Operation Murambatsvina" wird noch immer Gerechtigkeit verweigert. Von den Übergriffen auf die Bevölkerung von Metabeleland in den 1980er Jahren bis zu den Gewaltausbrüchen während der Wahlen im Jahr 2008 wurden Tausende Menschen Opfer von durch den Staat geförderter Gewalt. Diese Menschen warten auch 30 Jahre nach der Unabhängigkeit noch immer auf Gerechtigkeit.

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