Schreib für Freiheit: Der Amnesty-Briefmarathon
Für diese Menschen haben wir uns beim Briefmarathon 2025 eingesetzt: Unecebo Mboteni, Sonia Dahmani, "Guerreras por la Amazonía", Juan López, "Mother Nature Cambodia", Sai Zaw Thaike, Damisoa und Ellinor Guttorm Utsi (von links nach rechts).
© Amnesty International / privat
Der Amnesty-Briefmarathon ist die größte Menschenrechtsaktion der Welt. Jedes Jahr im November und Dezember beweisen gewöhnliche Menschen, dass sie Außergewöhnliches bewirken können. Sie schreiben Briefe und E-Mails an Regierungen und Behörden und setzen sie damit unter Druck, Unrecht zu beenden. Mit Erfolg: Zu Unrecht Inhaftierte werden freigelassen, Todesurteile aufgehoben, Folter beendet und diskriminierende Gesetze geändert.
Mach auch du mit! Denn je mehr Menschen sich beteiligen, umso mehr können wir gemeinsam bewirken.
Briefmarathon 2025: Für diese Menschen haben wir uns eingesetzt
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Tunesien: Sonia Dahmani
Die Anwältin und TV- und Radio-Kommentatorin Sonia Dahmani setzt sich in Tunesien seit langem für die Menschenrechte ein. Deshalb wurde sie inhaftiert. Doch auch dank des Drucks von Amnesty International wurde sie im Dezember unter Auflagen freigelassen.
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Südafrika: Unecebo Mboteni
Unecebo Mboteni war drei Jahre alt, als er an einem sein Leben verlor, der ihn eigentlich schützen sollte: in seiner Kita. Er fiel in eine Latrine und starb. Bei dem Unfall spielte auch Diskriminierung eine wichtige Rolle, wie Unecebos Vater deutlich macht: "Mein Sohn starb in einer Todesfalle, gebaut für arme Menschen."
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Honduras: Juan López
Der Menschenrechtsverteidiger und Umweltschützer Juan López wurde am 14. September 2024 in Honduras ermordet.
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Kambodscha: "Mother Nature Cambodia"
Seit 2013 kämpfen die Aktivist*innen von "Mother Nature Cambodia" für den Schutz der Umwelt in Kambodscha.
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Myanmar: Sai Zaw Thaike
Der Fall des Journalisten Sai Zaw Thaike steht beispielhaft für die brutale Unterdrückung von Pressefreiheit unter der Militärjunta in Myanmar.
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Norwegen: Ellinor Guttorm Utsi
Ellinor Guttorm Utsi setzt sich in Norwegen für die Rechte des indigenen Volkes der Sámi ein.
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Madagaskar: Damisoa
Ein sicheres Leben in ihrer Heimat war nicht mehr möglich – deshalb flohen Damisoa und seine Familie vor Dürre und Hunger aus dem Süden Madagaskars nach Boeny im Nordwesten des Landes. Doch dort sind sie und 160 weitere Klimageflüchtete unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht.
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Ecuador: "Guerreras por la Amazonía"
Die mutigen Aktivistinnen der Gruppe "Guerreras por la Amazonía" kämpfen in Ecuador gegen die Abfackelanlagen der staatlichen Ölindustrie. Diese bedrohen die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung.
Der Briefmarathon wirkt: Erfolge aus den vergangenen Jahren
© Amnesty International, Foto: Ralf Rebmann
Şebnem Korur Fincancı: Ein Brief kann die Welt verändern
Die türkische Professorin Şebnem Korur Fincancı engagiert sich seit Jahrzehnten für den Schutz der Menschenrechte. Deshalb geriet sie ins Visier der Behörden, die mit Repressionen gegen sie vorgehen. Amnesty International unterstützt Fincancı seit langem, unter anderem beim Briefmarathon 2024. In diesem Text beschreibt sie, wie wichtig die Solidarität der Amnesty-Unterstützer*innen für sie war, und wie die Teilnahme an Appell-Aktionen die Welt verändern kann.
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Kamerun: Dorgelesse Nguessan ist endlich wieder in Freiheit
Die Kamerunerin Dorgelesse Nguessan hatte sich 2020 friedlich an einem Protest beteiligt und kam dafür vier Jahre in Haft. Am 16. Januar 2025 wurde die alleinerziehende Mutter und Friseurin endlich freigelassen. Amnesty hatte sich lange für sie eingesetzt – unter anderem im Rahmen des Briefmarathons 2022. Herzlichen Dank an alle, die bei unseren Appell-Aktionen für die Freilassung von Dorgelesse Nguessan mitgemacht haben!
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USA: Todesstrafe für Rocky Myers in Haftstrafe umgewandelt
Der US-Amerikaner Rocky Myers wird nicht hingerichtet! Die Gouverneurin des Bundesstaates Alabama, Kay Ivey, hat das Todesurteil gegen den 63-Jährigen am 28. Februar 2025 in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Amnesty International hatte sich lange für Rocky Myers eingesetzt – unter anderem im Rahmen des Briefmarathons 2023.
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Türkei: Menschenrechtsaktivistin Şebnem Korur Fincancı freigesprochen
Ein Gericht hat die türkische Menschenrechtsaktivistin und Gerichtsmedizinerin Şebnem Korur Fincancı im Februar 2025 freigesprochen. Angeklagt war sie wegen "öffentlicher Verunglimpfung des türkischen Staates". Ein weiteres Verfahren gegen Şebnem Korur Fincancı wegen angeblicher "Propaganda für eine Terrororganisation" dauert noch an.
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© Amnesty International / Privat
Angola: Neth Nahara ist wieder frei!
Die bekannte angolanische TikTok-Influencerin wurde am 1. Januar 2025 aus der Haft entlassen. Sie war wegen Kritik am Präsidenten João Lourenço und seiner Regierung zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden.
© Alexandra Astakhova / Mediazona
Russland: Aleksandra "Sascha" Skotschilenko ist wieder frei!
Die russische Antikriegsaktivistin Sascha Skotschilenko wurde am 1. August 2024 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs gemeinsam mit anderen in Russland Inhaftierten freigelassen und außer Landes geflogen. Sie hatte im März 2022 in einem Geschäft in Sankt Petersburg Preisschilder mit Anti-Kriegs-Botschaften ersetzt. Sie wollte damit gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine demonstrieren. Ein russisches Gericht verurteilte sie im November 2023 wegen der "Verbreitung wissentlich falscher Informationen über die russischen Streitkräfte" zu sieben Jahren Gefängnis. Amnesty hatte sich unter anderem beim Briefmarathon 2022 die Freilassung von Sascha Skotschilenko gefordert.
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© Amnesty International
Kirgisistan: Freispruch für Rita Karasartova
Die Menschenrechtsverteidigerin Rita Karasartova und mindestens 20 weitere Angeklagte wurden am 14. Juni 2024 freigesprochen. Dies ist ein Sieg für Gerechtigkeit und Menschenrechte. Rita Karasartova hatte sich zusammen mit anderen Aktivist*innen friedlich für die Wasserrechte ihrer Gemeinschaft und gegen ein umstrittenes Grenzabkommen eingesetzt - dafür war sie 2022 inhaftiert worden.
Amnesty hatte sich im Rahmen des Briefmarathons 2023 für Rita Karasartova eingesetzt. Nach ihrer Freilassung äußerte sie sich erleichtert gegenüber Amnesty International:
"Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet. Wir sind vor Überraschung in Tränen ausgebrochen".
© Anny Matzir
Guatemala: Freispruch für Bernardo Caal Xol!
Der Menschenrechtsverteidiger wurde 2022 nach vier Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Er war zu mehr als sieben Jahren Haft verurteilt worden, weil er sich für die Rechte der indigenen Maya Q’eqchi’ einsetzt. Für seine Freilassung engagierten sich Hunderttausende Menschen beim Briefmarathon 2021.
Amnesty International gab mir die Hoffnung auf Freiheit. Ich bin jetzt bei meiner Familie. Meine Mutter hat vor Glück geweint, als sie erfahren hat, dass ich frei bin. Ich bedanke mich bei allen, die meine Briefe weiterverbreitet und geteilt haben.
© Amnesty International
Südsudan: Magai Matiop Ngong wurde freigelassen!
Der Einsatz für Menschenrechte zeigt Wirkung, auch wenn es manchmal ein wenig länger dauert. Das sehen wir am Fall Magai Matiop Ngong. Magai wurde 2017 im Alter von 15 Jahren zum Tode verurteilt. Der Sekundarschüler verbrachte zwei Jahre und acht Monate im Todestrakt, nachdem er eines Mordes angeklagt wurde.
Im März 2022 wurde Magai schließlich aus dem Gefängnis entlassen. Weltweit wurden beim Briefmarathon 2019 700.000 Briefe und Unterschriften für die Freilassung von Magai gesammelt. Der Druck auf die Regierung war erfolgreich!
© privat
Iran: Frauenrechtlerin Yasaman Aryani ist frei!
Yasaman Aryani und ihre Mutter Monireh Arabshahi protestierten 2019 für die Rechte der Frauen im Iran. Ein iranisches Gericht verurteilte sie daraufhin zu langjährigen Haftstrafen. Am Mittwoch, den 15. Februar 2023, wurden die Frauenrechtlerinnen endlich freigelassen.
Amnesty International hatte sich unter anderem mit dem Briefmarathon 2019 für ihre Freilassung eingesetzt.
Simbabwe: Freispruch für Cecillia Chimbiri and Joanna Mamombe
Die beiden Oppositionspolitiker*innen aus Zimbabwe, wurden am 13. Mai 2020 verhaftet und entführt, nachdem sie gegen Versäumnisse der Regierung während der Covid 19-Pandemie protestiert hatten. Ihnen wurde vorgeworfen, dass sie die Entführung erfunden haben. Daraufhin wurden sie wegen der vermeintlichen Falschaussage verurteilt. Am 4. Juli 2023 hat der Oberste Gerichtshof beide jedoch freigesprochen.
Allein im Rahmen des Briefmarathons an Schulen 2022 haben Jugendlichen allein in Deutschland knapp 24.000 Appell- und Solidaritätsbriefe für die Politiker*innen aus Zimbabwe geschrieben. Insgesamt setzten sich über 500.000 Menschen weltweit für sie ein, um die Unzulässigkeit des politisch motivierten Prozesses öffentlich zu machen.
© Pierre Crom
Hunderttausende Briefe aus aller Welt bewirken viel. Hier findest du weitere Erfolge des Briefmarathons aus den vergangenen Jahren.
Der Briefmarathon wirkt: Die Geschichte von Moses Akatugba im Video
Moses Akatugba ist 2005 im Alter von 16 Jahren in Nigeria festgenommen, gefoltert und zum Tode verurteilt worden – nur weil er angeblich Mobiltelefone gestohlen hatte. 2015 kam Moses nach zehn Jahren im Todestrakt endlich frei. Seine Videobotschaft: