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Online-Veranstaltung "Keine Folter mehr in Mexiko? – Wie der mexikanische Staat die Augen verschließt"

24. Juni 2021, 18:30 - 20:00 Uhr

Amnesty International Deutschland

Laut der mexikanischen Regierung wenden Sicherheitskräfte keine Folter mehr an. Berichte von Menschenrechtsorganisationen belegen hingegen das Gegenteil: Um Geständnisse zu erpressen und vermeintlich Schuldige zu bestimmen, foltern Sicherheitskräfte nach wie vor. Die Opfer werden mittels Isolation, Todesdrohungen, Elektroschocks, Schlägen, Schlafentzug, Verweigerung von Nahrung und medizinischer Versorgung oder sexueller Gewalt gezwungen, sich selbst eines Verbrechens zu bezichtigen. Besonders häufig trifft die Folter Angehörige indigener Gemeinden.

Das im Jahr 2017 verabschiedete Bundesgesetz gegen Folter sieht vor, in den Staatsanwaltschaften der Bundesstaaten eigene Einheiten einzurichten, die in Folterfällen strafrechtlich ermitteln. Bis 2021 wurden dies in den wenigsten Bundesstaaten umgesetzt. Hinzu kommt eine schleichende Aushöhlung rechtsstaatlicher Prinzipien in den vergangenen Jahren.

Konkrete Beispiele aus den mexikanischen Bundesstaaten Chiapas, Guerrero sowie Chihuahua belegen, dass in Mexiko weiterhin gefoltert wird und sich der Staat seiner politischen und rechtsstaatlichen Verantwortung entzieht.

Welche Strukturen begünstigen die Folter? Wer ist besonders betroffen? Wie wirkt der Staat konkret dagegen? Was fordern Menschenrechtsorganisationen und was kann auf nationaler und internationaler Ebene gegen Folter unternommen werden?

Darüber wollen wir sprechen mit:

- Carla Palacios Flores, Anwältin der Menschenrechtsorganisation Paso del Norte, Chihuahua

- Juan López, Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas, (Frayba), Chiapas

- Sandra Alarcón, Menschenrechtszentrum Tlachinollan (Guerrero)

 

Moderation: Carola Hausotter (Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko) und Benedict Weiß (Misereor)

Hier geht es zur Anmeldung.

Die Veranstaltung wird simultan übersetzt (Spanisch-Deutsch).

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Mexiko Termine Folter