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Proteste in der Ukraine: Polizei muss aufhören "die Flammen zu schüren"

Foto: Polizisten gehen hart gegen die Demonstranten in Kiew vor, Kiew, 18.2.2014: © REUTERS/StringerFoto: Polizisten gehen hart gegen die Demonstranten in Kiew vor, Kiew, 18.2.2014: © REUTERS/Stringer

19. Februar 2014 - Amnesty International verfolgt zurzeit sehr genau die anhaltende Gewalt zwischen regierungskritischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften im Zentrum von Kiew und fordert die ukrainischen Behörden auf, auf jegliche Gewalt durch Demonstranten auf eine zielführende und verhältnismäßige Weise zu reagieren. Keinesfalls darf die Polizei den Konflikt mit unverhältnismäßiger Gewalt anfachen.

"Die dramatische Eskalation der Gewalt in den letzten 24 Stunden ist höchst alarmierend. Es ist jetzt wichtig, dass alle Seiten einen kühlen Kopf bewahren und sich bemühen, Spannungen abzubauen und die Gewalt einzudämmen. Leider scheint jedoch die Bereitschaft zur Konfrontation vorzuherrschen", sagte John Dalhuisen, Leiter des Europa- und Zentralasien-Programms von Amnesty International.

"Missbräuchliche Gewaltanwendung durch die Polizei in den vergangenen Monaten hat die Flammen des Protests auf dem Maidan in Kiew weiter geschürt. Die ukrainischen Behörden müssen jetzt dafür sorgen, dass nicht noch mehr Öl ins Feuer gegossen wird. Die Polizei muss gezielt und verhältnismässig reagieren, das Recht auf friedliche Versammlung muss gewahrt bleiben."