Aktuell Sri Lanka 22. Januar 2010

Amnesty macht Schule: Sanath Balasooriya spricht mit Eutiner Schülern

Journalist Sanath Balasooriya erzählt von Menschenrechtsverletzungen in Sri Lanka.

Journalist Sanath Balasooriya erzählt von Menschenrechtsverletzungen in Sri Lanka.

Weil er sich in seiner Heimat Sri Lanka für Menschenrechte, Pressefreiheit und gegen die Regierung aussprach, bekam Sanath Balasooriya Morddrohungen, musste flüchten. Ergriffenheit macht sich in der Eutiner Weberschule breit, als der Journalist den Schülern seine persönliche Geschichte erzählt.

Journalisten als politische Opposition

Anlässlich des 61. Menschenrechtstages bot die Amnesty Gruppe aus Eutin/Plön den Jungen und Mädchen die Möglichkeit, mit dem oppositionellen Journalisten aus Sri Lanka über Menschenrechtsverletzungen zu sprechen. Sanath Balasooriya erklärte, dass in seiner Heimat Journalisten die politische Opposition bilden indem sie Korruption, illegalen Waffenhandel und Missstände aufdecken.

Er hat nun das Glück mit drei weiteren Stipendiaten ein Jahr bei der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte bleiben zu dürfen. "Wir wollen den Flüchtlingen die Chance geben, sich zu erholen und neuen Mut zu fassen. Nur durch die internationale Aufmerksamkeit, neue Kontakte und das Engagement verschiedener Organisationen können wir helfen, den Druck auf Unrechtsstaaten zu erhöhen, um die Menschenrechte auch dort umzusetzen.", weiß Martina Bäurle, die Geschäftsführerin der Stiftung.

Menschenrechte sind Rechte für alle Menschen

Doch nicht nur über die ständige Verfolgung und Einschüchterung der eigenen Person sprach Balasooriya mit den Schülern, auch der ethnische Konflikt zwischen Singhalesen und Tamilen beschäftigt ihn. Der sei mit dadurch bedingt, dass sie unterschiedliche Sprachen sprechen, verschiedenen Religionen angehören, sich nicht verständigen können und die eigenen Kulturen verteidigen wollen.

"Ich bin Singhalese und setze mich für Rechte ein, die allen zugute kommen sollen. Wie zum Beispiel die Pressefreiheit. Viele können nicht verstehen, warum ich mich auch für Tamilen einsetze, dabei sind wir doch alle Menschen und sollten auch die gleichen Rechte haben."

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