Freigelassen

Ergebnis dieser Urgent Action

Der politisch engagierte Ahmed Mustafa Ben-Mohammad, der besser bekannt ist unter seinem Pseudonym Pir Rostom, wurde am 27. April 2010 auf Kaution frei gelassen.

Der politisch engagierte Ahmed Mustafa Ben-Mohammad, der besser bekannt ist unter seinem Pseudonym Pir Rostom, wurde am 27. April 2010 auf Kaution frei gelassen.

Sachlage

Der politische Aktivist Pir Rostom muss möglicherweise wegen "Anstiftung zu sektiererischen oder ethnischen Unruhen" vor Gericht. Man geht davon aus, dass die Anklagegründe auf die von ihm geschriebenen und online veröffentlichten Artikel zurückzuführen sind. Amnesty International ist der Ansicht, dass Pir Rostom nach der Freilassung nicht länger in Gefahr ist, gefoltert oder misshandelt zu werden.

Der 46-jährige Pir Rostom war am 7. November 2009 (das ursprünglich angegebene Datum war der 5. November) in seiner Heimatstadt ’Afreen in der Nähe von Aleppo im Norden Syriens festgenommen worden. Nachdem er zwei Jahre im kurdischen Teil des Irak gelebt hatte, war er am 26. Oktober in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Syrischen Quellen zufolge wurde er mehr als drei Monate ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten. Die meiste Zeit verbrachte er dabei in den Abteilungen für Politische Sicherheit in den Städten Aleppo und Damaskus; zehn Tage lang wurde er in der "Palästina-Abteilung" festgehalten, ein Haft- und Verhörzentrum des militärischen Geheimdienstes in Damaskus, das für die Anwendung von Folter berüchtigt ist. Nach Amnesty International vorliegenden Informationen verbrachte Pir Rostom während seiner Zeit in der Abteilung für politische Sicherheit in Damaskus etwa 50 Tage in Einzelhaft.

Am 19. Januar 2010 verlegt man Pir Rostom in das Zentralgefängnis von Aleppo, wo ihm Familienbesuche und der Zugang zu einer anwaltlichen Vertretung gewährt wurden. Außerdem erhielt er die zur Behandlung eines Magengeschwürs und einer Niereninfektion erforderlichen Medikamente.

Vielen Dank allen, die sich für Pir Rostom eingesetzt haben. Derzeit sind keine weiteren Aktionen des Eilaktionsnetzes erforderlich. Amnesty International wird den Fall aber weiter beobachten.