Frau nach Abtreibung misshandelt

"Mery", einer Frau aus Salvador, wird der Zugang zu ihrer Rechtsberatung und dringend erforderlicher medizinischer Versorgung verwehrt. Sie muss grausame, unmenschliche und erniedrigende Behandlung und Bestrafung ertragen.

Appell an

MINISTER FÜR JUSTIZ UND ÖFFENTLICHE SICHERHEIT
Gen. David Munguía Payés

Ministerio de Justicia y Seguridad Pública, Alameda Juan Pablo II y 17 Av. Norte
San Salvador, EL SALVADOR
(Anrede: Dear Minister / Sr Ministro / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 503) 2281 5959

DIREKTOR FÜR SOZIALE SICHERHEIT
Dr. Leonel Flores
Director General del Instituto Salvadoreño del Seguro Social
Alameda Juan Pablo II y 39 Avenida Norte, Edificio El Salvador, San Salvador, EL SALVADOR
(Anrede: Dear Dr/Estimado Dr/Sehr geehrter Herr Dr.)
Fax: (00503) 22 61 14 36
E-Mail: comunicaciones@isss.gob.sv

Sende eine Kopie an

BÜRGERVEREINIGUNG ZUR DEKRIMINALISIERUNG VON ABTREIBUNG MIT THERAPEUTISCHER, ETHISCHER ODER MEDIZINISCHERINDIKATION
Agrupación Ciudadana por la Despenalización del aborto terapéutico, ético y eugenésico
Fax: (00 503) 2226 0356
E-Mail: agrupacionporladespenalizacion@gmail.com

BOTSCHAFT DER REPUBLIK EL SALVADOR
I.E. Anita Cristina Escher Echeverria
Joachim-Karnatz-Allee 47
10557 Berlin
Fax: 030-20 64 66 29
E-Mail: embasal@embasalva.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 6. Dezember 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.

Sachlage

In El Salvador ist Abtreibung grundsätzlich illegal. Im Februar hatte die 27-jährige "Mery" in der achten Schwangerschaftswoche versucht, durch die Einnahme von Medikamenten einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen. Nachdem Sie nach der Einnahme ungewöhnliche Nebenwirkungen feststellte, machte sie sich Sorgen und begab sich in ärztliche Betreuung. Mehrere Angestellte des Krankenhauses, in dem sie sich behandeln ließ, meldeten den Vorfall der Polizei, die "Mery" sofort inhaftierte. "Mery" befand sich in einem Zustand großer Verzweiflung und Panik. Trotz ihrer physischen und seelischen Verfassung wurde sie mit Handschellen an ihre Bahre gekettet und unter polizeiliche Bewachung gestellt.

"Mery" befand sich in einer sehr heiklen psychischen Verfassung, die sich weiter verschlechterte. Am 28. August wurde sie wegen des Herbeiführens eines Schwangerschaftsabbruchs zu zwei Jahren Haft verurteilt. Der Richter bestand darauf, dass "Mery" die Strafe in einem Gefängnis verbüßt. Dort erhält sie nicht die psychologische Behandlung und Unterstützung, die sie dringend benötigt.

Im Zentrum für die Wiedereingliederung von Frauen in der Stadt Ilopango, im Verwaltungsbezirk San Salvador (Centro de Readaptación para Mujeres de la Ciudad de Ilopango, Departamento de San Salvador), unternahm "Mery" am 3. September einen Selbstmordversuch. Sie versuchte, sich mit einem rostigen Nagel die Pulsadern aufzuschneiden, woraufhin man sie in die psychiatrische Abteilung der Poliklinik Arce (Servicio de Psiquiatría del Hospital Policlínico Arce) verlegte. Sie muss noch immer ständig Handschellen tragen und steht ganztägig unter Bewachung. Einige BeamtInnen haben sie beleidigt und als "Mörderin" bezeichnet. "Mery" wird der Zugang zu einer Rechtsberatung und psychologischer Unterstützung verwehrt. Permanent mit Handschellen gefesselt zu sein, hat ebenfalls negative Auswirkungen auf ihre psychische Verfassung, die sich, wie auch ihr körperlicher Zustand, ständig verschlechtert.

Der Fall von "Mery" und ihr richtiger Name sind den Behörden bekannt.

[SCHREIBEN SIE BITTE ]

FAXE, LUFTPOSTBRIEFE ODER TWITTERNACHRICHTEN MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich fordere Sie auf, "Mery" umgehend und bedingungslos freizulassen.

  • Bitte sorgen Sie dafür, dass "Mery" umgehend die Handschellen abgenommen werden, sie keinen weiteren Misshandlungen ausgesetzt wird und sofort uneingeschränkten Zugang zu Rechtsberatung sowie zu psychologischer und medizinischer Behandlung erhält.

  • Sorgen Sie dafür, dass Abtreibung in allen Fällen entkriminalisiert wird.

[APPELLE AN]

MINISTER FÜR JUSTIZ UND ÖFFENTLICHE SICHERHEIT
Gen. David Munguía Payés

Ministerio de Justicia y Seguridad Pública, Alameda Juan Pablo II y 17 Av. Norte
San Salvador, EL SALVADOR
(Anrede: Dear Minister / Sr Ministro / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 503) 2281 5959

DIREKTOR FÜR SOZIALE SICHERHEIT
Dr. Leonel Flores
Director General del Instituto Salvadoreño del Seguro Social
Alameda Juan Pablo II y 39 Avenida Norte, Edificio El Salvador, San Salvador, EL SALVADOR
(Anrede: Dear Dr/Estimado Dr/Sehr geehrter Herr Dr.)
Fax: (00503) 22 61 14 36
E-Mail: comunicaciones@isss.gob.sv

KOPIEN AN
BÜRGERVEREINIGUNG ZUR DEKRIMINALISIERUNG VON ABTREIBUNG MIT THERAPEUTISCHER, ETHISCHER ODER MEDIZINISCHERINDIKATION
Agrupación Ciudadana por la Despenalización del aborto terapéutico, ético y eugenésico
Fax: (00 503) 2226 0356
E-Mail: agrupacionporladespenalizacion@gmail.com

BOTSCHAFT DER REPUBLIK EL SALVADOR
I.E. Anita Cristina Escher Echeverria
Joachim-Karnatz-Allee 47
10557 Berlin
Fax: 030-20 64 66 29
E-Mail: embasal@embasalva.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 6. Dezember 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.