Kein Kontakt zur Außenwelt
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© Amnesty International
Der sudanesische Aktivist und Dichter Abdelmoniem Rahama befindet sich nach wie vor ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft. Er konnte sich bisher weder mit einem Rechtsbeistand in Verbindung setzen, noch wurde seine Familie über seinen Verbleib informiert. Ihm drohen Folter und andere Misshandlungen.
Appell an
JUSTIZMINISTER
Mohammed Bushara Dousa
Ministry of Justice
PO Box 302
Al Nil Avenue
Khartoum
SUDAN
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 249) 183 764 168
E-Mail: moj@moj.gov.sd
INNENMINISTER
Ibrahim Mohamed Hamed
Ministry of Interior
PO Box 873
Khartoum
SUDAN
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Sende eine Kopie an
PRÄSIDENT
HE Omar Hassan Ahmad Al Bashir
Office of the President
People’s Palace
PO Box 281
Khartoum
SUDAN
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 249) 183 782 541
BOTSCHAFT DER REPUBLIK SUDAN
S. E. Herrn Baha’aldin Hanafi Mansour Waheesh
Kurfürstendamm 151
10709 Berlin
Fax: 030-8940 9693
E-Mail: sudaniberlin@hotmail.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 19. Januar 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Amnesty fordert:
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Ich bitte Sie hiermit, Abdelmoniem Rahama entweder vor einem Gericht der zivilen Justizbehörden einer erkennbar strafbaren Handlung anzuklagen oder ihn andernfalls umgehend freizulassen.
-
Ich fordere Sie dringend auf, das Todesurteil gegen Abdelmoniem Rahama aufzuheben, falls er tatsächlich vor einem Militärgericht zum Tode verurteilt wurde.
-
Stellen Sie bitte sicher, dass Abdelmoniem Rahama weder gefoltert noch in anderer Weise misshandelt wird.
- Gewähren Sie ihm unverzüglich Zugang zu seiner Familie, einem Rechtsbeistand und zu jeglicher medizinischer Versorgung, die er im Zuge der Foltervorwürfe benötigen sollte.
PLEASE WRITE IMMEDIATELY
-
Call on the authorities to release Abdelmoniem Rahama or charge him with a recognizable criminal offence before an ordinary court.
-
Call on the authorities to repeal the death sentence if Abdelmoniem Rahama has been sentenced to death before a military court.
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Urge the authorities to ensure that Abdelmoniem Rahama is not subjected to torture or other ill-treatment.
- Call on the authorities to grant Abdelmoniem Rahama immediate access to his family, lawyers, and to any medical treatment he might require following allegations of torture.
Sachlage
Nachdem Abdelmoniem Rahama am 2. September festgenommen worden war, wurde er im Gewahrsam des sudanesischen Geheimdienstes (National Intelligence and Security Services – NISS) in Ed Damazin im Bundesstaat Blue Nile gesehen. Er soll gemeinsam mit 18 mutmaßlichen Mitgliedern der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung des Nordens (Sudan People's Liberation Movement-North – SPLM-N) in Sinja im Bundesstaat Sennar vor ein Militärgericht gestellt und zum Tode verurteilt worden sein. Es ist jedoch unklar, unter welchen Anklagepunkten er verurteilt wurde.
Abdelmoniem Rahama ist im Sudan politisch und als Künstler aktiv. 2010 wurde er zum Regierungsberater für kulturelle Angelegenheiten des Bundesstaates Blue Nile ernannt. Er ist darüber hinaus Mitbegründer und Verwaltungsdirektor der sudanesischen Tageszeitung Ajrass Alhurriya (Glocken der Freiheit). Die Zeitung wurde am 8. Juli von den Behörden geschlossen.
Abdelmoniem Rahama war in den 1980-er Jahren ein aktives Mitglied der sudanesischen Schriftstellergewerkschaft und Vorsitzender von Sudana, einer Organisation zur Förderung von Kunst und Literatur marginalisierter Gruppen im Sudan. Zwischen 2003 und 2005 leitete er die arabische Abteilung des Sudan Radio Services in Nairobi, Kenia.
Am 1. September kam es im Bundesstaat Blue Nile im Sudan an der Grenze zum Südsudan zwischen den Sudanesischen Streitkräften (SAF) und der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee des Nordens (SPLA-N) zu bewaffneten Kämpfen. Am 2. September erklärte der sudanesische Präsident al-Bashir den Ausnahmezustand für den Bundesstaat Blue Nile und ernannte dort einen Militärgouverneur.
[EMPFOHLENE AKTIONEN]
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
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Ich bitte Sie hiermit, Abdelmoniem Rahama entweder vor einem Gericht der zivilen Justizbehörden einer erkennbar strafbaren Handlung anzuklagen oder ihn andernfalls umgehend freizulassen.
-
Ich fordere Sie dringend auf, das Todesurteil gegen Abdelmoniem Rahama aufzuheben, falls er tatsächlich vor einem Militärgericht zum Tode verurteilt wurde.
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Stellen Sie bitte sicher, dass Abdelmoniem Rahama weder gefoltert noch in anderer Weise misshandelt wird.
- Gewähren Sie ihm unverzüglich Zugang zu seiner Familie, einem Rechtsbeistand und zu jeglicher medizinischer Versorgung, die er im Zuge der Foltervorwürfe benötigen sollte.
[APPELLE AN]
JUSTIZMINISTER
Mohammed Bushara Dousa
Ministry of Justice
PO Box 302
Al Nil Avenue
Khartoum
SUDAN
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 249) 183 764 168
E-Mail: moj@moj.gov.sd
INNENMINISTER
Ibrahim Mohamed Hamed
Ministry of Interior
PO Box 873
Khartoum
SUDAN
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
KOPIEN AN
PRÄSIDENT
HE Omar Hassan Ahmad Al Bashir
Office of the President
People’s Palace
PO Box 281
Khartoum
SUDAN
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 249) 183 782 541
BOTSCHAFT DER REPUBLIK SUDAN
S. E. Herrn Baha’aldin Hanafi Mansour Waheesh
Kurfürstendamm 151
10709 Berlin
Fax: 030-8940 9693
E-Mail: sudaniberlin@hotmail.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 19. Januar 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Hintergrundinformation
Zu den Kämpfen im Bundesstaat Blue Nile ist es nach Spannungen zwischen der Regierungspartei National Congress Party (NCP) und der im Südsudan operierenden Volksbefreiungsbewegung (SPLM) hinsichtlich Sicherheitsvorkehrungen an den Grenzgebieten vor der Unabhängigkeit des Südsudan am 9. Juli 2011 gekommen. Nach der Unabhängigkeit des Südsudan wurde in Südkordofan und Blue Nile die SPLM-Nord gebildet, die zuvor Teil der südlichen SPLM war.
Über 55.000 Personen sind bisher aus dem Bundesstaat Blue Nile vertrieben worden und haben Zuflucht im benachbarten Äthiopien und im Südsudan gesucht. Unabhängige BeobachterInnen und EntwicklungshelferInnen werden seit Ausbruch der Kämpfe nicht mehr in die Region gelassen.
Die Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften und dem bewaffneten Flügel der SPLM, der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee Nord (SPLA-N), brachen am 5. Juni aus. Seitdem kommt es in Kadugli, der Hauptstadt des Bundesstaates Südkordofan, und vielen anderen Orten permanent zu Kampfhandlungen. Willkürliche Bombardierungen durch die SAF und anhaltende Bodenangriffe der SAF und der SPLA-N haben allein in Südkordofan über 300.000 Menschen vertrieben. Amnesty International hat Berichte über außergerichtliche Hinrichtungen und Festnahmen von Personen erhalten, die mit der SPLM-N in Kadugli in Verbindung stehen.