Priester in Lebensgefahr

Lage El Salvador

Lage El Salvador

Priester Antonio Rodríguez López hat am 5. September die Information erhalten, dass ein Mordkomplott gegen ihn geschmiedet wird. Der Geistliche ist in Rehabilitationsprojekten für ehemalige Gangmitglieder in El Salvador tätig. Er befindet sich in Lebensgefahr.

Appell an:

MINISTER FÜR JUSTIZ UND ÖFFENTLICHE SICHERHEIT
Gen. David Munguía Payés
Ministerio de Justicia y Seguridad Pública
Alameda Juan Pablo II y 17 Av. Norte
San Salvador
EL SALVADOR
Fax (00 503) 2281 5959
(Anrede: Dear Minister / Sr Ministro / Sehr geehrter Herr Minister)

POLIZEICHEF
Sr. Francisco Salinas Rivera
Policia Nacional Civil
6a. Calle Oriente # 42, entre 8a y 10a Ave. Sur
Barrio La Vega
San Salvador
EL SALVADOR
(korrekte Anrede: Estimado Sr. Salinas / Dear Chief of Police /Sehr geehrter Herr Polizeichef)
Fax: (00 503) 2527 1145
Twitter: @ComunicacionPNC

Sende eine Kopie an:

STIFTUNG
FESPAD (Fundación de Estudios para la Aplicación de Derecho)
25 Calle Poniente no.1332
Colonia Layco
San Salvador
EL SALVADOR
E-Mail: fespadinfo@fespad.org.sv

BOTSCHAFT DER REPUBLIK EL SALVADOR
I.E. Anita Cristina Escher Echeverria
Joachim-Karnatz-Allee 47
10557 Berlin
Fax: 030-20 64 66 29
E-Mail: embasal@embasalva.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 26. Oktober 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.

PLEASE SEND APPEALS IMMEDIATELY

  • Calling on the authorities to order an independent, thorough and impartial investigation into the threats against Father Antonio Rodríguez López, publish the results, and bring those responsible to justice.

  • Urging authorities to take immediate steps to provide appropriate protection to Father Antonio Rodríguez López, in accordance with his wishes.

Amnesty fordert:

SCHREIBEN SIE BITTE FAXE, LUFTPOSTBRIEFE ODER TWITTERNACHRICHTEN MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Führen Sie bitte umgehend eine unabhängige, umfassende und unparteiische Untersuchung der Drohungen gegen Pater Antonio Rodríguez López durch, veröffentlichen Sie die Ergebnisse und stellen Sie die dafür Verantwortlichen vor Gericht.

  • Ich möchte Sie nachdrücklich bitten, umgehend und in Absprache mit Pater Antonio Rodríguez López angemessene Maßnah¬men zu seinem Schutz einzuleiten.

Sachlage

Am 5. September erfuhr Pater Antonio Rodríguez aus einer verlässlichen Quelle in San Salvador, dass gegen ihn ein Mordkomplott geschmiedet wird. Am nächsten Tag bestätigte eine weitere Quelle diese Information. Am Tag darauf wurde Pater Antonio Rodríguez bedroht. Er war gerade auf dem Weg in sein Büro, als er um 11:45 Uhr des 7. September einen grauen Wagen mit getönten Scheiben bemerkte, der am Straßenrand parkte. Der Fahrer kurbelte das Fenster herunter und drohte dem Geistlichen: „Sie werden dich töten“. Dann fuhr er davon.

Pater Antonio Rodríguez hat den Vorfall der Polizei gemeldet.

Der Priester ist in Projekten tätig, die die Rehabilitation ehemaliger StraftäterInnen zum Ziel haben und leitet zudem Vorbeugemaßnahmen, um zu verhindern, dass junge Menschen Bandenmitglieder werden. Eine Woche vor den Drohungen hatte er öffentlich eine aktuelle Waffenruhe zwischen zwei Gangs und den salvadorianischen Behörden kritisiert, da Pater Antonio Rodríguez der Meinung ist, dass dieser Waffenstillstand die Frage der Rehabilitation von Gangmitgliedern außer Acht lässt.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Bandengewalt stellt in El Salvador ein großes Problem dar. 2011 wurde die Mitgliedschaft in einer Gang zum Straftatbestand erklärt.

Im März 2012 wurde zwischen zwei der größten Banden des Landes und salvadorianischen Regierungsbehörden eine Waffenruhe ausgehandelt. Allem Anschein nach hat diese Waffenruhe zu einem Rückgang rechtswidriger Tötungen geführt.

Mehrere Menschenrechtsgruppen haben jedoch darauf hingewiesen, dass die Regierung vor Beginn der Waffenruhe keine Rücksprache mit den Organisationen gehalten hat, die Maßnahmen zur Vorbeugung und Rehabilitation von Bandenmitgliedern durchführen, und dass es dem Prozess an Transparenz mangelte.