LGBT-Aktivisten 24 Stunden in Haft

Hongkong Pride 2009

Hongkong Pride 2009

Am 25. Juni inhaftierte die Polizei für mehr als 24 Stunden 14 Menschen, die gegen die Entscheidung der St. Petersburger Behörden protestiert hatten, die "Slavic Pride", eine Demonstration für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern, zu untersagen.

Sachlage

Die Inhaftierten mussten eine Geldbuße für eine ungenehmigte Versammlung zahlen und wurden freigelassen. Zusätzliche Gerichtstermine fanden in der darauffolgenden Woche mit dem Anklagepunkt "Verweigerung polizeilicher Anweisungen" statt. Die Verhandlungen fanden in Abwesenheit der Angeklagten statt, weil sie die Anschuldigungen als völlig unbegründet ansahen und nicht glaubten, dass ihnen Gerechtigkeit widerfahren würde. Das Gericht hat einigen bereits mitgeteilt, dass sie wegen "Verweigerung polizeilicher Anweisungen" mit einer Geldbuße belegt werden.

Amnesty International hat eine Postkarten-Aktion an den russischen Präsidenten Dmitrii Medvedev vorbereitet. Darin wird er aufgefordert, besseren Schutz für LGBT-AktivistInnen auf öffentlichen Veranstaltungen zu gewährleisten und sicherzustellen, dass jeder in der Russischen Föderation das Recht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen kann.

Weitere Aktionen sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank an alle, die Appelle geschrieben haben.