Menschenrechtler in Gefahr

Yones Douw, der sich in der indonesischen Provinz Papua für die Menschenrechte engagiert, ist am 15. Juni von MilitärpolizistInnen geschlagen worden und hat anschließend keine medizinische Versorgung erhalten. Er ist in der Vergangenheit schon einmal wegen seines Einsatzes für die Menschenrechte verhaftet und tätlich angegriffen worden und fürchtet nun um seine Gesundheit und seine Sicherheit.

Appell an

MINISTER FÜR JUSTIZ UND MENSCHENRECHTE
Mr. Patrialis Akbar
Jl. H.R. Rasuna Said Kav No. 4-5
Kuningan
Jakarta Selatan 12950
INDONESIEN
(korrekte Anrede: Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 62) 21 525 3095

VORSITZENDER DER NATIONALEN MENSCHENRECHTSKOMMISSION KOMNAS HAM
Ifdhal Kasim
Jl Latuharhary
No. 4 Menteng Jakarta Pusat
10310 INDONESIEN
(korrekte Anrede: Dear Ifdhal Kasim / Sehr geehrter Herr Ifdhal Kasim)
Fax: (00 62) 21 39 25 227

LEITER DER POLIZEI VON PAPUA
Inspektur Jenderal Bekto Suprapto
Papua Regional Head of Police (Kapolda)
Jl. Samratulamgi No. 8 Jayapura
PAPUA, INDONESIEN
(korrekte Anrede: Dear Kapolda / Sehr geehrter Herr Kapolda)
Fax: (00 62) 967 533763

Sende eine Kopie an

BOTSCHAFT DER REPUBLIK INDONESIEN
S.E. Herrn Eddy Pratomo
Lehrter Straße 16-17
10557 Berlin
Fax: 030-4473 7142
E-Mail nur über die Website http://botschaft-indonesien.de/de/botschaft/organisation.htm,
Kontaktformular: http://www.botschaft-indonesien.de/de/kontak/kontakt.php

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Indonesisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 29. Juli 2011 keine Appelle mehr zu verschicken.

Amnesty fordert:

SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Leiten Sie bitte umgehend Schritte ein, um Yones Douw entsprechend seinen Wünschen zu schützen und sicherzustellen, dass er medizinisch versorgt wird.

  • Ich appelliere an Sie, unverzüglich eine effektive und unabhängige Untersuchung der Drohungen und tätlichen Übergriffe gegen Yones Douw zu veranlassen, die Ergebnisse bekannt zu geben und die TäterInnen in fairen Prozessen vor Gericht zu stellen.

  • Veranlassen Sie eine unabhängige Untersuchung des Todes von Derek Adil. Sollte sich herausstellen, dass Derek Adil in ungesetzlicher Weise getötet worden ist, sorgen Sie bitte dafür, dass die Verantwortlichen in fairer Weise vor Gericht gebracht und die Hinterbliebenen entschädigt werden.

  • Stellen Sie außerdem sicher, dass Polizei und Streitkräfte über die legitime Arbeit von MenschenrechtsverteidigerInnen informiert und an ihre aus der UN-Erklärung zum Schutz von Menschenrechtverteidigern erwachsenen Verpflichtung erinnert werden.

Sachlage

In den Morgenstunden des 15. Juni fand vor dem Militärstützpunkt 1705 in Nabire in der Provinz Papua eine Protestkundgebung statt, deren TeilnehmerInnen Rechenschaft für den gewaltsamen Tod von Derek Adli einforderten. Der Papua war am 14. Mai 2011 erstochen worden, Berichten zufolge von SoldatInnen des Stützpunkts 1705. Am Morgen des 15. Juni gegen 9.00 Uhr erfuhr der 42-jährige Menschenrechtsverteidiger Yones Douw von einer bevorstehenden Protestkundgebung, zu der Familienangehörige von Derek Adli erwartet wurden. Der Menschenrechtler machte sich auf den Weg zu dem Militärstützpunkt, um die Kundgebung zu beobachten. Rund 30 Minuten nach seinem Eintreffen fuhren dort in drei Lastwagen ProtesteilnehmerInnen vor, die den Eingang zum Stützpunkt erstürmten und begannen, Fensterscheiben einzuschlagen und mit Gegenständen zu werfen. Yones Douw eilte daraufhin auf das Gelände des Stützpunkts, um beruhigend auf die Demonstrierenden einzuwirken.

Angehörige des Militärs reagierten auf das Eindringen der Protestierenden, indem sie Schüsse in die Luft abfeuerten und begannen, auf die demonstrierenden Menschen einzuprügeln. Yones Douw wurde von Holzstöcken mehrfach am Kopf getroffen und trug überdies Verletzungen an der Schulter und den Handgelenken davon. Während auf ihn eingeschlagen wurde, hörte er, wie Militärangehörige drohten, das Feuer auf die Demonstrierenden zu eröffnen. "Diesen Tieren müssen wir eine Lektion erteilen", lauteten die Worte, die er vernahm. Auf Damas Adii, den Vater von Derek Adii, wurde von einem der Soldaten mit einer Holzlatte ebenfalls eingeprügelt. Yones Douw suchte nach dem Vorfall das Krankenhaus von Siriwini auf, um dort seine Verletzungen behandeln zu lassen und ein ärztliches Gutachten einzuholen. Das Klinikpersonal teilte ihm jedoch mit, er müsse ein Schreiben der Polizei vorlegen, anderenfalls könne man ihn nicht behandeln. Yones Douw ging daraufhin nach Hause zurück. Er leidet noch immer unter seinen Verletzungen und ist um seine Gesundheit und seine Sicherheit in Sorge.

Yones Douw ist ein in Papua anerkannter und respektierter Menschenrechtsverteidiger. In den zurückliegenden Jahrzehnten hat er immer wieder Menschenrechtsverletzungen der Polizei und der Streitkräfte dokumentiert.

[EMPFOHLENE AKTIONEN]

SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Leiten Sie bitte umgehend Schritte ein, um Yones Douw entsprechend seinen Wünschen zu schützen und sicherzustellen, dass er medizinisch versorgt wird.

  • Ich appelliere an Sie, unverzüglich eine effektive und unabhängige Untersuchung der Drohungen und tätlichen Übergriffe gegen Yones Douw zu veranlassen, die Ergebnisse bekannt zu geben und die TäterInnen in fairen Prozessen vor Gericht zu stellen.

  • Veranlassen Sie eine unabhängige Untersuchung des Todes von Derek Adil. Sollte sich herausstellen, dass Derek Adil in ungesetzlicher Weise getötet worden ist, sorgen Sie bitte dafür, dass die Verantwortlichen in fairer Weise vor Gericht gebracht und die Hinterbliebenen entschädigt werden.

  • Stellen Sie außerdem sicher, dass Polizei und Streitkräfte über die legitime Arbeit von MenschenrechtsverteidigerInnen informiert und an ihre aus der UN-Erklärung zum Schutz von Menschenrechtverteidigern erwachsenen Verpflichtung erinnert werden.

[APPELLE AN]

MINISTER FÜR JUSTIZ UND MENSCHENRECHTE
Mr. Patrialis Akbar
Jl. H.R. Rasuna Said Kav No. 4-5
Kuningan
Jakarta Selatan 12950
INDONESIEN
(korrekte Anrede: Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 62) 21 525 3095

VORSITZENDER DER NATIONALEN MENSCHENRECHTSKOMMISSION KOMNAS HAM
Ifdhal Kasim
Jl Latuharhary
No. 4 Menteng Jakarta Pusat
10310 INDONESIEN
(korrekte Anrede: Dear Ifdhal Kasim / Sehr geehrter Herr Ifdhal Kasim)
Fax: (00 62) 21 39 25 227

LEITER DER POLIZEI VON PAPUA
Inspektur Jenderal Bekto Suprapto
Papua Regional Head of Police (Kapolda)
Jl. Samratulamgi No. 8 Jayapura
PAPUA, INDONESIEN
(korrekte Anrede: Dear Kapolda / Sehr geehrter Herr Kapolda)
Fax: (00 62) 967 533763

KOPIEN AN
BOTSCHAFT DER REPUBLIK INDONESIEN
S.E. Herrn Eddy Pratomo
Lehrter Straße 16-17
10557 Berlin
Fax: 030-4473 7142
E-Mail nur über die Website http://botschaft-indonesien.de/de/botschaft/organisation.htm,
Kontaktformular: http://www.botschaft-indonesien.de/de/kontak/kontakt.php

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Indonesisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 29. Juli 2011 keine Appelle mehr zu verschicken.

PLEASE WRITE IMMEDIATELY

  • Urging the authorities to take immediate action to ensure the safety of Yones Douw, in accordance with his wishes, and ensure his immediate access to medical care.

  • Calling for an immediate, effective and impartial investigation into the beatings and the threats against Yones Douw, with the results made public and those responsible brought to justice in fair trials.

  • Calling on the authorities to initiate an independent investigation into the possible unlawful killing of Derek Adii, and ensure that, should the allegations be verified, those responsible be brought to justice in fair trials and the victims receive reparations.

  • Calling on the authorities to ensure that all members of the police and military are made aware of the legitimate role of human rights defenders and their responsibility to protect them, as set out in the UN Declaration on Human Rights Defenders.