Tausende vertrieben

Abriss, Bahngelände in Port Harcourt 2012

Abriss, Bahngelände in Port Harcourt 2012

Schätzungsweise 10.000 bis 20.000 Menschen sind aus ihren Wohnungen im Hafenviertel Abonnema Wharf in der nigerianischen Stadt Port Harcourt vertrieben worden.

Sachlage

Die Regierung des Bundesstaates Rivers führte den Abriss des Hafenviertels Abonnema Wharf zwischen dem 27. Juni und dem 2. Juli durch. Zahlreiche Menschen waren gezwungen, auf offener Straße, in Fahrzeugen oder in Kirchen zu schlafen. Viele BewohnerInnen des Viertels waren nicht über den bevorstehenden Abriss ihrer Häuser in Kenntnis gesetzt worden. Eine alternative Unterbringung oder zumindest Notunterkünfte wurden niemandem angeboten. Die Abrissarbeiten fanden während der Regenzeit statt, in der es für die Menschen aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse äußert schwierig ist, sich auf die Suche nach neuen Unterkünften zu machen.

VertreterInnen von Amnesty International und nigerianischen Bürgerorganisationen kamen im Juli mit der Beauftragten für Stadtentwicklung zusammen, um ihr gegenüber den Abriss ausdrücklich zu verurteilen und die noch bevorstehenden Arbeiten zu stoppen.

Tausende von Menschen wurden obdachlos und benötigen Nothilfe. Amnesty International wird sich auf anderen Wegen weiterhin für sie einsetzen.

Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die versucht haben, die Zwangsräumung zu verhindern.