Drohende Zwangsräumung
Ergebnis dieser Urgent Action
Ein Sprecher des angeblichen Eigentümers des Landes hat verbindlich zugesagt, dass die BewohnerInnen des Lagers für Binnenflüchtlinge "Grace Village" in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince nicht vertrieben werden. Die ungewisse Sicherheitslage der AnwohnerInnen gibt jedoch weiter Anlass zur Sorge.
Haiti
© www.planiglobe.com
Hunderte Familien, die in einem Lager für Binnenflüchtlinge in Carrefour in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince leben, werden drangsaliert und eingeschüchtert. Sie sind unmittelbar von Zwangsräumungen bedroht.
Appell an
PREMIERMINISTER
Laurent Lamothe
Primature d'Haiti
33, Boulevard Harry Truman
Port-au-Prince
HT-6110
HAITI
(korrekte Anrede: Monsieur le Premier Ministre / Dear Prime Minister / Sehr geehrter Premierminister)
E-Mail: ecrire@laurentlamothe.com
Twitter: @LaurentLamothe "Calling on Haitian PM @LaurentLamothe to stop illegal forced evictions in Grace Village camp #Haiti Please RT"
GENERALDIREKTOR DER HAITIANISCHEN POLIZEI
Mario Andrésol
Directeur Général de la PNH
Police Nationale d'Haïti
Port-au-Prince
HAITI
(korrekte Anrede: Monsieur le Directeur Général / Dear Director / Sehr geehrter Herr Generaldirektor)
E-Mail: marioandresol@yahoo.fr
BÜRGERMEISTER VON CARREFOUR
Yvon Jerome
Mairie de Carrefour
Carrefour
HAITI
(korrekte Anrede : Monsieur le maire / Dear Mayor / Sehr geehrter Bürgermeister)
E-Mail: mairiedecarrefour@hotmail.com
Sende eine Kopie an
BOTSCHAFT DER REPUBLIK HAITI
Herrn Charles Emmanuel
Geschäftsträger a.i.
Botschaftsrat
Uhlandstraße 14
10623 Berlin
Fax: 030-8862 4279
E-Mail: amb.allemagne@diplomatie.ht
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 26. Juni 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Amnesty fordert:
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Stellen Sie bitte sicher, dass im Binnenflüchtlingslager"Grace Village" keine Zwangsräumungen ohne rechtliche Grundlage oder ohne eine angemessene Bekanntmachung und vorherige Beratung der BewohnerInnen durchgeführt werden. Sorgen Sie weiterhin dafür, dass allen Betroffenen angemessene Alternativunterkünfte zur Verfügung gestellt werden.
-
Ich bitte Sie eindringlich, für die Sicherheit der LagerbewohnerInnen zu sorgen und eine Untersuchung der Drohungen, der Drangsalierung und der vermeintlichen Gewalthandlungen durch Angehörige des Sicherheitspersonals, das der Landbesitzer angeheuert hat, und durch PolizeibeamtInnen aus Carrefour, durchzuführen.
- Sorgen Sie bitte dafür, dass die Zutrittsbeschränkungen sofort aufgehoben werden und das Recht der BewohnerInnen auf Bewegungsfreiheit respektiert wird. Außerdem fordere ich, dass den BewohnerInnen des Flüchtlingslagers dauerhafte Lösungen angeboten werden, die ihren Bedürfnissen und Wünschen entsprechen. Dies beinhaltet auch, dass ihnen angemessene Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden und die Dienstleistungen der Grundversorgung gewährleistet sind.
Sachlage
BewohnerInnen des "Grace Village", eines Lagers für Binnenflüchtlinge in der Stadt Carrefour im Großraum Port-au-Prince, sind unmittelbar von Zwangsräumung bedroht. Mindestens 30 Familien wurden bereits vertrieben, als man ihre Unterkünfte und ihre Habe in der Nacht des 28. Aprils zerstörte. Sie waren gezwungen, ihre Grundstücke, ohne gesetzliche Grundlage für die Räumung zu verlassen und ohne dass man ihnen eine Alternativunterkunft zur Verfügung gestellt hatte.
Als VertreterInnen von Amnesty International das Flüchtlingslager am 14. Mai besuchten, waren mindestens 14 weitere Unterkünfte für den Abriss markiert. Es gibt keinen Gerichtsbeschluss für die bevorstehende Zwangsräumungen. Die betroffenen Familien wurden zuvor weder beraten noch wurden ihnen alternative Unterkünfte zur Verfügung gestellt.
Seit Gründung des Flüchtlingslagers nach dem Erdbeben im Jahre 2010 versucht der mutmaßliche Besitzer des Grundstücks, auf dem das Lager errichtet wurde, zu verhindern, dass die dort lebenden Flüchtlinge humanitäre Hilfe erhalten. Es gibt im "Grace Village"-Flüchtlingslager weder Trinkwasser, noch sanitäre Einrichtungen noch eine Abfallentsorgung. Infolge dieser Lebensbedingungen sind bereits zwei Kinder an Cholera erkrankt und müssen derzeit in einem Krankenhaus medizinisch behandelt werden.
Der Eigentümer schränkt die LagerbewohnerInnen stark in ihrer Bewegungsfreiheit ein. Er hat ihnen eine nächtliche Ausgangsperre auferlegt und zwingt alle erwachsenen BewohnerInnen dazu, eine von ihm ausgestellte Zutrittsbewilligung bei sich zu tragen. BewohnerInnen des "Grace Village" gaben gegenüber Amnesty International an, dass Angehörige des Sicherheitspersonals sie regelmäßig bedrohen, schlagen und Frauen sexuell belästigen. Sie sagten weiterhin, dass der Landbesitzer beim Drangsalieren der BewohnerInnen des Lagers von PolizeibeamtInnen aus Carrefour unterstützt werde. Obwohl die Justizbehörden bereits über die Gewalthandlungen in Kenntnis gesetzt wurden, haben sie bisher noch keine Maßnahmen eingeleitet, um den Schutz der LagerbewohnerInnen zu gewährleisten.
Obdachlosigkeit preisgegeben worden. Dauerhafte Lösungen, mit denen den Betroffenen angemessene Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden können, werden nur sehr langsam umgesetzt.
[EMPFOHLENE AKTIONEN]
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Stellen Sie bitte sicher, dass im Binnenflüchtlingslager"Grace Village" keine Zwangsräumungen ohne rechtliche Grundlage oder ohne eine angemessene Bekanntmachung und vorherige Beratung der BewohnerInnen durchgeführt werden. Sorgen Sie weiterhin dafür, dass allen Betroffenen angemessene Alternativunterkünfte zur Verfügung gestellt werden.
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Ich bitte Sie eindringlich, für die Sicherheit der LagerbewohnerInnen zu sorgen und eine Untersuchung der Drohungen, der Drangsalierung und der vermeintlichen Gewalthandlungen durch Angehörige des Sicherheitspersonals, das der Landbesitzer angeheuert hat, und durch PolizeibeamtInnen aus Carrefour, durchzuführen.
- Sorgen Sie bitte dafür, dass die Zutrittsbeschränkungen sofort aufgehoben werden und das Recht der BewohnerInnen auf Bewegungsfreiheit respektiert wird. Außerdem fordere ich, dass den BewohnerInnen des Flüchtlingslagers dauerhafte Lösungen angeboten werden, die ihren Bedürfnissen und Wünschen entsprechen. Dies beinhaltet auch, dass ihnen angemessene Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden und die Dienstleistungen der Grundversorgung gewährleistet sind.
[APPELLE AN]
PREMIERMINISTER
Laurent Lamothe
Primature d'Haiti
33, Boulevard Harry Truman
Port-au-Prince
HT-6110
HAITI
(korrekte Anrede: Monsieur le Premier Ministre / Dear Prime Minister / Sehr geehrter Premierminister)
E-Mail: ecrire@laurentlamothe.com
Twitter: @LaurentLamothe "Calling on Haitian PM @LaurentLamothe to stop illegal forced evictions in Grace Village camp #Haiti Please RT"
GENERALDIREKTOR DER HAITIANISCHEN POLIZEI
Mario Andrésol
Directeur Général de la PNH
Police Nationale d'Haïti
Port-au-Prince
HAITI
(korrekte Anrede: Monsieur le Directeur Général / Dear Director / Sehr geehrter Herr Generaldirektor)
E-Mail: marioandresol@yahoo.fr
BÜRGERMEISTER VON CARREFOUR
Yvon Jerome
Mairie de Carrefour
Carrefour
HAITI
(korrekte Anrede : Monsieur le maire / Dear Mayor / Sehr geehrter Bürgermeister)
E-Mail: mairiedecarrefour@hotmail.com
KOPIEN AN
BOTSCHAFT DER REPUBLIK HAITI
Herrn Charles Emmanuel
Geschäftsträger a.i.
Botschaftsrat
Uhlandstraße 14
10623 Berlin
Fax: 030-8862 4279
E-Mail: amb.allemagne@diplomatie.ht
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 26. Juni 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Hintergrundinformation
In den vergangenen Monaten hat die Spannung im Lager stetig zugenommen. Die Behörden haben bisher noch nichts zum Schutz der vielen Familien unternommen, die sich nach dem Erdbeben im Januar 2010 provisorische Unterkünfte im "Grace Village" errichtet haben.
Der Landbesitzer hat es humanitären Organisationen verboten, den BewohnerInnen des Flüchtlingslagers Hilfe zukommen zu lassen. Im Lager fehlt die Grundversorgung und der Landbesitzer gestattet es den BewohnerInnen nicht, ihre Latrinen zu säubern oder ihren Müll außerhalb des Lagers zu entsorgen, sodass sie ihre Abfälle innerhalb des Lagers verbrennen müssen. Die LagerbewohnerInnen glauben, der Landbesitzer will sie mit seinem Vorgehen an ihre Grenzen bringen und sie so zwingen, das Lager zu verlassen.
Zwei Jahre und vier Monate nach dem verheerenden Erdbeben leben noch immer fast eine halbe Million Menschen in provisorischen Lagern, wo ihnen ihre Rechte auf angemessene Unterkunft und Grundversorgung nicht gewährt werden. In fast 60 Prozent der Lager sind Binnenflüchtlinge von Zwangsräumungen bedroht. Nach dem Erdbeben sind bereits Tausende Familien ohne rechtliche Grundlage vertrieben und somit ein weiteres Mal der Obdachlosigkeit preisgegeben worden. Dauerhafte Lösungen, mit denen den Betroffenen angemessene Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden können, werden nur sehr langsam umgesetzt.