Streikende schikaniert

Zwei Lehrer, die in Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo, inhaftiert waren, sind ohne Anklageerhebung freigelassen worden. Weil sie beschuldigt wurden, mit anhaltenden Streiks in Verbindung zu stehen, saßen sie eine Woche in Haft. Führende Mitglieder der Gewerkschaft sind jedoch weiterhin Schikanen und Einschüchterungen ausgesetzt.

Appell an

PRÄSIDENT
SE M. Dennis Sassou-Nguesso
Palais du Peuple
Brazzaville
REPUBLIK KONGO
(Anrede: Son Excellence / Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 242) 222 81 4557

JUSTIZMINISTER
M. Aimé Emmanuel Yoka

Ministry of Justice and Human Rights
BP 2497
Brazzaville
REPUBLIK KONGO
(Anrede: Monsieur le Ministre / Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 242) 222 81 4167

Sende eine Kopie an

INNENMINISTER
M. Raymond Zéphyrin Mboulou
Ministry of the Interior and Decentralization
BP 880
Brazzaville
REPUBLIK KONGO
Fax: (00 242) 222 81 3317

BOTSCHAFT DER REPUBLIK KONGO
S. E. Herrn Jacques Yvon Ndolou
Grabbeallee 47
13156 Berlin
Fax: 030-4847 9897
E-Mail: botschaftkongobzv@hotmail.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 10. Juni 2013 keine Appelle mehr zu verschicken.

Sachlage

Hilaire Eyima und Claude Nzingoula sind am 25. April ohne Anklageerhebung freigelassen worden, nachdem sie gezwungen worden waren, in den nationalen Medien eine Erklärung vorzulesen. In ihrer Erklärung fordern sie die LehrerInnen auf, den Streik zu beenden und bitten darum, ihre Beteiligung an diesem zu entschuldigen. Die LehrerInnen setzten ihren Streik jedoch fort. Die Gewerkschaftsführer der sogenannten Koalition zur Verbesserung des Lehrberufes (Concertation pour la revalorisation de la profession d’enseignant – CPRE) werden weiterhin von den Behörden schikaniert und eingeschüchtert.

Der Vorsitzende der CPRE, der immer noch untergetaucht ist, erhielt am 24. April einen Anruf eines Beamten der Grenzschutzbehörde (Direction Générale de Surveillance du Territoire – DGST). Er drohte ihm und forderte ihn auf, den Streik aufzulösen. Wenn er das Land nicht verließe, würden Sicherheitskräfte ihn und weitere untergetauchte CPRE-Mitglieder aufspüren.

SCHREIBEN SIE BITTE
FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Es besorgt mich sehr, dass die Vorsitzenden der LehrerInnengewerkschaft, die am fortgesetzten Streik teilnehmen, gegen ihren Willen Erklärungen abgeben müssen, in denen sie zum Beenden des Streiks und zur Denunzierung ihrer Teilnahme aufrufen.

  • Bitte sorgen Sie dafür, dass die momentan untergetauchten Vorsitzenden der CPRE nicht festgenommen oder bedroht werden, weil sie von ihrem Recht auf Meinungs- und Vereinigungsfreiheit Gebrauch gemacht haben.

  • Setzen Sie sich bitte auch dafür ein, dass die Schikanen und Einschüchterungen von führenden Mitgliedern der CPRE durch Angehörige der Grenzschutzbehörde DGST aufhören.

  • Ich bitte Sie, die Rechte der LehrerInnen zu akzeptieren und in konstruktiven Dialog mit der CPRE zu treten mit dem Ziel, friedlich eine Lösung für die Probleme der LehrerInnen zu finden und den Streik schließlich zu beenden.

[APPELLE AN]

PRÄSIDENT
SE M. Dennis Sassou-Nguesso
Palais du Peuple
Brazzaville
REPUBLIK KONGO
(Anrede: Son Excellence / Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 242) 222 81 4557

JUSTIZMINISTER
M. Aimé Emmanuel Yoka

Ministry of Justice and Human Rights
BP 2497
Brazzaville
REPUBLIK KONGO
(Anrede: Monsieur le Ministre / Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
Fax: (00 242) 222 81 4167

KOPIEN AN
INNENMINISTER
M. Raymond Zéphyrin Mboulou
Ministry of the Interior and Decentralization
BP 880
Brazzaville
REPUBLIK KONGO
Fax: (00 242) 222 81 3317

BOTSCHAFT DER REPUBLIK KONGO
S. E. Herrn Jacques Yvon Ndolou
Grabbeallee 47
13156 Berlin
Fax: 030-4847 9897
E-Mail: botschaftkongobzv@hotmail.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 10. Juni 2013 keine Appelle mehr zu verschicken.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Kongolesische LehrerInnen sind am 25. Februar in einen unbefristeten Streik getreten. Sie verlangen Verbesserungen im Lehrberuf, d. h. unter anderem höhere Gehälter und eine effektive und faire Personalbeschaffung innerhalb des Bildungswesens. Die Koalition der LehrerInnengewerkschaften CPRE hatte zum Streik aufgerufen, nachdem die Verhandlungen mit der Regierung gescheitert waren.