Regierungskritiker in Haft
Auf Kuba befindet sich ein Regierungskritiker bereits seit mehr als einer Woche in Haft. Soweit bekannt ist, wurde bislang keine Anklage erhoben. Er wurde inhaftiert, weil er friedlich Gebrauch von seinem Recht auf Meinungsfreiheit gemacht hat.
Appell an
STAATS- UND REGIERUNGSCHEF
Raúl Castro Ruz
Presidente de la República de Cuba
La Habana
KUBA
(korrekte Anrede: Su Excelencia / Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (0053) 7 833 30 85 (über das Außenministerium) oder (00 1) 212 779 16 97 (über die ständige Vertretung
Kubas bei der UN)
E-Mail: cuba@un.int (c/o ständige Vertretung von Kuba bei der UN)
INNENMINISTER
General Abelardo Coloma Ibarra
Ministro del Interior y Prisiones
Ministerio del Interior
Plaza de la Revolución
La Habana
KUBA
(korrekte Anrede: Su Excelencia / Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 1) 212 779 1697 (über die ständige Vertretung Kubas bei der UN)
E-Mail: correominint@mn.mn.co.cu
Sende eine Kopie an
GENERALSTAATSANWALT
Dr. Darío Delgado Cura
Fiscal General de la República
Fiscalía General de la República
Amistad 552, e/Monte y Estrella
Centro Habana
La Habana
KUBA
(korrekte Anrede: Señor Fiscal General / Dear Attorney General / Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt)
BOTSCHAFT DER REPUBLIK KUBA
S.E. Herrn Raúl Becerra Egaña
Stavanger Str. 20
10439 Berlin
Fax: 030-916 4553
E-Mail: embacuba-berlin@botschaft-kuba.de oder cpolitica@botschaft-kuba.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 16. Mai 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Amnesty fordert:
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Ich fordere Sie auf, den Aufenthaltsort von Andrés Carrión Álvarez, der am 28. März festgenommen wurde, unverzüglich bekannt zu geben.
-
Sollte Andrés Carrión Alvarez sich in Haft befinden, lassen Sie ihn bitte unverzüglich frei, sofern er keiner international als Straftat anerkannten Handlung anklagt wird.
- Ich bitte Sie eindringlich, die Drangsalierung und Einschüchterungsversuche von BürgerInnen einzustellen, die lediglich friedlich Gebrauch von ihren Rechten auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit machen.
PLEASE WRITE IMMEDIATELY
-
Calling on the authorities to reveal immediately the whereabouts of Andrés Carrión Álvarez, who was arrested on 28 March.
-
Urging them to release him immediately if he is detained, unless there is sufficient evidence to charge him with an internationally-recognizable criminal offence.
- Urging them to cease immediately the harassment and intimidation of citizens who peacefully exercise their rights to freedom of expression and association.
Sachlage
Andrés Carrión Álvarez wurde am 28. März bei einer Freiluftmesse mit Papst Benedikt XVI. in Santiago de Cuba festgenommen. Fünf Minuten vor Beginn der Messe auf dem Antonio-Maceo-Platz, soll er "Freiheit" (libertad) und "Nieder mit dem Kommunismus" (abajo el comunismo) gerufen haben.
Nachdem Angehörige der Sicherheitskräfte Andrés Carrión Álvarez vom Antonio-Maceo-Platz fortgebracht hatten, sollen ihn BeamtInnen der Staatssicherheit festgenommen haben. Kubanische Menschenrechtsorganisationen haben bisher weder herausfinden können, wo Andrés Carrión Álvarez sich befindet noch ob man ihn angeklagt hat.
Amnesty International geht davon aus, dass es sich bei Andrés Carrión Álvarez um einen gewaltlosen politischen Gefangenen handeln könnte, der sich nur deshalb in Haft befindet, weil er friedlich von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht hat.
[EMPFOHLENE AKTIONEN]
SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN
-
Ich fordere Sie auf, den Aufenthaltsort von Andrés Carrión Álvarez, der am 28. März festgenommen wurde, unverzüglich bekannt zu geben.
-
Sollte Andrés Carrión Alvarez sich in Haft befinden, lassen Sie ihn bitte unverzüglich frei, sofern er keiner international als Straftat anerkannten Handlung anklagt wird.
- Ich bitte Sie eindringlich, die Drangsalierung und Einschüchterungsversuche von BürgerInnen einzustellen, die lediglich friedlich Gebrauch von ihren Rechten auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit machen.
[APPELLE AN]
STAATS- UND REGIERUNGSCHEF
Raúl Castro Ruz
Presidente de la República de Cuba
La Habana
KUBA
(korrekte Anrede: Su Excelencia / Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (0053) 7 833 30 85 (über das Außenministerium) oder (00 1) 212 779 16 97 (über die ständige Vertretung
Kubas bei der UN)
E-Mail: cuba@un.int (c/o ständige Vertretung von Kuba bei der UN)
INNENMINISTER
General Abelardo Coloma Ibarra
Ministro del Interior y Prisiones
Ministerio del Interior
Plaza de la Revolución
La Habana
KUBA
(korrekte Anrede: Su Excelencia / Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 1) 212 779 1697 (über die ständige Vertretung Kubas bei der UN)
E-Mail: correominint@mn.mn.co.cu
KOPIEN AN
GENERALSTAATSANWALT
Dr. Darío Delgado Cura
Fiscal General de la República
Fiscalía General de la República
Amistad 552, e/Monte y Estrella
Centro Habana
La Habana
KUBA
(korrekte Anrede: Señor Fiscal General / Dear Attorney General / Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt)
BOTSCHAFT DER REPUBLIK KUBA
S.E. Herrn Raúl Becerra Egaña
Stavanger Str. 20
10439 Berlin
Fax: 030-916 4553
E-Mail: embacuba-berlin@botschaft-kuba.de oder cpolitica@botschaft-kuba.de
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 16. Mai 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.
Hintergrundinformation
Papst Benedikt XVI. besuchte Kuba vom 28. bis 30. März. Er hielt Freiluftmessen in Santiago de Cuba und der Hauptstadt Havanna ab. Darüber hinaus traf sich der Papst mit den Oberhäuptern der katholischen Kirche auf Kuba sowie mit dem kubanischen Staats- und Regierungschef. RegierungskritikerInnen hatten gehofft, der Besuch des Papstes wäre ein Zeichen für mehr Toleranz seitens der kubanischen Behörden. Stattdessen wurden sie jedoch stärker unterdrückt. Berichten zufolge wurden mehr als 200 RegierungsgegnerInnen zwischen dem 28. und 30. März festgenommen, und viele weitere unter Hausarrest gestellt. Damit wollten die kubanischen Behörden verhindern, dass sie zu den Messen reisen und an Protestaktionen teilnehmen. Es wird davon ausgegangen, dass alle RegierungskritikerInnen, die während des Papstbesuches inhaftiert oder unter Hausarrest gestellt wurden, wieder freigelassen worden sind. Seit kurz vor der Ankunft des Papstes auf Kuba, werden die dortigen Mobil- und Festnetzanschlüsse von RegierungskritikerInnen, MenschenrechtsverteidigerInnen und unabhängigen JournalistInnen manipuliert, um sie so davon abzuhalten dem In- oder Ausland von den Unterdrückungsmaßnahmen zu berichten.