Mit dem Tod bedroht
Die Polizistin Leidy Johanna Vélez Moreira und ihre Familie werden seit Oktober 2007 immer wieder von der Polizei eingeschüchtert. Die jüngsten Drohungen erhielten sie am 23. und 24. Januar 2009, als sie und ihr Partner bei zwei Gelegenheiten von PolizistInnen verfolgt wurden.
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MENSCHENRECHTSORGANISATION Comisión Ecuménica de Derechos Humanos (CEDHU) Carlos Ibarra 176 y 10 de Agosto Edificio Yurac Pirca Piso 9 Quito, ECUADOR Fax: (00 593) 2 257 0561 / 258 0825
BOTSCHAFT DER REPUBLIK ECUADOR S.E. Herrn Horacio Hernan Sevilla Borja Joachimstaler Straße 10-12, 10719 Berlin Fax: 030-800 969 699 E-Mail: alemania@embassy-ecuador.org
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 24. März 2009 keine Appelle mehr zu verschicken.
RECOMMENDED ACTION PLEASE SEND APPEALS TO ARRIVE AS QUICKLY AS POSSIBLE, IN ENGLISH OR YOUR OWN LANGUAGE
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expressing concern for the safety of Leidy Johanna Vélez Moreira and her family, who have reportedly been threatened and intimidated on several occasions since October 2007;
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urging the authorities to do everything in their power to guarantee their safety, in accordance with their wishes;
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calling for a prompt and impartial investigation into these threats and for those responsible to be brought to justice;
- calling on the authorities to investigate independently and impartially the death of Yandry Javier Vélez Moreira and Juan Miguel Vélez Cedeño, and for those responsible to be brought to justice.
Amnesty fordert:
SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE, IN DENEN SIE
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Ihre Sorge um die Sicherheit von Leidy Johanna Vélez Moreira und ihrer Familie ausdrücken, die Berichten zufolge seit Oktober 2007 bei mehreren Gelegenheiten bedroht und eingeschüchtert wurden;
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die Behörden drängen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um in Absprache mit der Familie für ihre Sicherheit zu garantieren;
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eine umgehende und unparteiische Untersuchung der Drohungen fordern sowie dass die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden;
- die Behörden auffordern, den Tod von Yandry Javier Vélez Moreira und Juan Miguel Vélez Cedeño unabhängig und unparteiisch zu untersuchen und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.
Sachlage
Am 23. Januar 2009 soll Leidy Vélez Moreira von einem PolizistInnen verfolgt worden sein, als sie ein Treffen mit dem Staatsanwalt hatte, der für die Untersuchung der Folter und Ermordung ihrer Brüder Yandry Javier Vélez Moreira und Juan Miguel Vélez Cedeño zuständig ist. Einen Tag danach wurde auch ihr Partner, Neil Wernher Bastante Cardenas, von einem PolizistInnen in einem Wagen ohne Nummernschilder verfolgt. Sie waren zuvor bereits am 28. Dezember 2008 von denselben PolizistInnen verfolgt worden.
Die Einschüchterungen von Leidy Vélez und ihrer Familie begannen im Oktober 2007, als das Haus ihrer Familie in der Hauptstadt Quito von PolizistInnen in Zivil durchsucht wurde. Die BeamtInnen suchten offenbar nach Leidy Vélez’ Bruder Yandry Javier Vélez, den sie des Diebstahls verdächtigten. Sie hatten weder einen Haft- noch einen Durchsuchungsbefehl und sollen Leidy Vélez wiederholt aufgefordert haben, ihnen zu sagen, wo sich ihr Bruder befindet. Sie drohten zudem, ihr den Kopf ihres Bruders auf einem Silbertablett zu servieren, wenn sie seinen Aufenthaltsort nicht nennen würde. Als Leidy Vélez sich beschwerte, beleidigten die BeamtInnen sie, nahmen ihren Partner fest und ließen ihn erst nach 20 Tagen wieder frei.
Sechs Monate danach im Juni 2008 kam der für die Durchsuchung ihres Zuhauses verantwortliche Polizist auf der Straße auf sie zu. Ihren Angaben zufolge ergriff er ihren Arm und sagte zu ihr: "Wo ist dein Hurensohn von Bruder? Der Hurensohn muss sterben. Wenn du uns nicht sagst, wo er ist, nehmen wir uns stattdessen deinen Sohn. Und wenn du irgendjemand davon erzählst, zahlst du dafür. Du weißt nicht, wer ich bin. Du weißt nicht, wozu ich fähig bin." Leidy Vélez informierte ihre Vorgesetzten über jeden dieser Vorfälle. Doch bisher sollen sie nichts dagegen unternommen haben. Im Oktober 2008 erstattete sie offiziell Anzeige bei der Polizei.
Yandry Javier Vélez und Juan Miguel Vélez wurden am 12. Dezember 2008 tot aufgefunden. Sie waren erschossen worden und sollen Anzeichen von Folterungen aufgewiesen haben. Nach Angaben ihrer Familien hatten die Brüder ihr Zuhause in der vorangegangenen Nacht verlassen und wurden getötet, während sie im Lieferwagen ihrer Mutter unterwegs waren. Einige Tage zuvor, waren sie mit Familienangehörigen in demselben Lieferwagen gefahren, als sie von PolizistInnen in Zivil angehalten wurden, die sie nach ihren Ausweisen fragten. Als die Beamten Yandry Vélez’ Papiere sahen, meinten sie: "Du bist also der berühmte Yandry. Wir haben etwas mit dir zu besprechen, du hast Glück, dass du mit deiner Familie unterwegs bist."
Die Familie Vélez hat mehrere Anzeigen gegen die Polizeieinheit Grupo de Apoyo Operacional – GAO erstattet, darunter auch eine wegen Mordes und Folterung von Yandry Javier Vélez und Juan Miguel Vélez in Montecristi in der Provinz Manabí im Dezember 2008.
[EMPFOHLENE AKTIONEN]
SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE, IN DENEN SIE
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Ihre Sorge um die Sicherheit von Leidy Johanna Vélez Moreira und ihrer Familie ausdrücken, die Berichten zufolge seit Oktober 2007 bei mehreren Gelegenheiten bedroht und eingeschüchtert wurden;
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die Behörden drängen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um in Absprache mit der Familie für ihre Sicherheit zu garantieren;
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eine umgehende und unparteiische Untersuchung der Drohungen fordern sowie dass die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden;
- die Behörden auffordern, den Tod von Yandry Javier Vélez Moreira und Juan Miguel Vélez Cedeño unabhängig und unparteiisch zu untersuchen und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.
[APPELLE AN ]
INNENMINISTER Felipe Abril Mogrovejo Ministro de Gobierno y Policía Palacio de Gobierno, Quito, ECUADOR (korrekte Anrede: Dear Minister/Sr. Ministro) Fax: (00 593) 2 2580 067
JUSTIZ- UND MENSCHENRECHTSMINISTER Dr. Gustavo Jalk, Ministro de Justicia y Derechos Humanos
Av. Amazonas 4545 y Atahualpa, Quito, ECUADOR (korrekte Anrede: Dear Minister/Sr. Ministro) Fax: (00 593) 2 246 4971
GENERALSTAATSANWALT Dr. Washington Pesántez Muñoz
Ministro Fiscal General del Estado Fiscalía General del Estado Ministerio Público del Ecuador Av. Eloy Alfaro Nº 32-240 y República Quito, ECUADOR (korrekte Anrede: Dear Attorney General/ Sr. Fiscal General) Fax: (00 593) 2 2558 561 (Wenn jemand abhebt, sagen Sie bitte: "Tono de fax, por favor")
KOPIEN AN MENSCHENRECHTSORGANISATION Comisión Ecuménica de Derechos Humanos (CEDHU) Carlos Ibarra 176 y 10 de Agosto Edificio Yurac Pirca Piso 9 Quito, ECUADOR Fax: (00 593) 2 257 0561 / 258 0825
BOTSCHAFT DER REPUBLIK ECUADOR S.E. Herrn Horacio Hernan Sevilla Borja Joachimstaler Straße 10-12, 10719 Berlin Fax: 030-800 969 699 E-Mail: alemania@embassy-ecuador.org
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 24. März 2009 keine Appelle mehr zu verschicken.
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expressing concern for the safety of Leidy Johanna Vélez Moreira and her family, who have reportedly been threatened and intimidated on several occasions since October 2007;
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urging the authorities to do everything in their power to guarantee their safety, in accordance with their wishes;
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calling for a prompt and impartial investigation into these threats and for those responsible to be brought to justice;
- calling on the authorities to investigate independently and impartially the death of Yandry Javier Vélez Moreira and Juan Miguel Vélez Cedeño, and for those responsible to be brought to justice.