Zwei Frauen willkürlich inhaftiert

Teresa González Cornelio

Teresa González Cornelio

Zwei Frauen, die einer indigenen Bevölkerungsgruppe in Mexiko angehören, befinden sich seit mehr als drei Jahren wegen einer Straftat in Haft, die sie nicht begangen haben. Sie werden in den kommenden drei Wochen erfahren, ob die Strafe bestätigt oder verworfen wird. Sie sind gewaltlose politische Gefangene und müssen umgehend freigelassen werden.

Appell an:

PRÄSIDENT
Lic. Felipe de Jesús Calderón Hinojosa
Presidente de la República Mexicana
Residencia Oficial de los Pinos
Casa Miguel Alemán,
Col. San Miguel Chapultepec, México DF.
11850
MEXIKO
(korrekte Anrede: Estimado Presidente / Dear President)
Fax: (0052) 55 50 93 49 00
E-Mail: felipe.calderon@presidencia.gob.mx

INNENMINSTER
Lic. Fernando Francisco Gómez-Mont
Urueta
Secretaría de Gobernación
Bucareli 99, 1er piso, Col. Juárez
Delégación Cuauhtémoc
México D.F., C.P. 06600
MEXIKO
(korrekte Anrede: Dear Minister/Señor Ministro)
Fax: (00 52) 55 5093 3414

GOUVERNEUR DES BUNDESSTAATES QUERETARO
Lic. José E. Calzada Rovirosa
Gobernador del Estado de Querétaro
Palacio de la Corregidora
Pasteur esq. 5 de Mayo, Centro Histórico.
Querétaro, Qro.
76000
MEXIKO
Fax: (0052) 44 2238 5008

Sende eine Kopie an:

BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN MEXIKANISCHEN STAATEN
Herrn Miguel Angel Padilla Acosta
Geschäftsträger a.i. (Gesandter)
Klingelhöferstraße 3
10785 Berlin
Fax: 030-26 93 23-700
E-Mail: mail@mexale.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 15. März 2010 keine Appelle mehr zu verschicken

Amnesty fordert:

SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE

  • Fordern Sie die Behörden auf, Alberta Alcántara Juan und Teresa González Cornelio umgehend und bedingungslos freizulassen, weil sie gewaltlose politische Gefangene sind.

PLEASE WRITE IMMEDIATELY

  • Calling for the immediate and unconditional release of Alberta Alcántara Juan and Teresa González Cornelio stating the belief that they are prisoners of conscience

Sachlage

Alberta Alcántara Juan und Teresa González Cornelio sind seit dem 3. August 2006 inhaftiert. Sie gehören zum indigenen Volk der Otomí in der Gemeinde Santiago Mexquititlán im Bundesstaat Querétaro. Sie wurden gemeinsam mit einer dritten indigenen Frau, Jacinta Francisco Marcial, festgenommen und beschuldigt, sechs Angehörige der Bundespolizeieinheit „Agencia Federal de Investigación“ (AFI) als Geiseln genommen zu haben.

Am 26. März 2006 betraten sechs Angehörige der Bundespolizei den Marktplatz von Santiago Mexquititlán. Sie gaben an, nach Drogen und raubkopierten CDs zu suchen, zeigten aber weder einen Durchsuchungsbefehl vor noch wiesen sie sich aus. Sie beschädigten die Auslagen der StandbesitzerInnen. Als die AFI-Agenten versuchten, Waren zu beschlagnahmen, kam es zu Auseinandersetzungen, und VerkäuferInnen zerstachen einige Reifen des Wagens der AFI-Agenten. Aussagen von Angehörigen der Gemeinschaft zufolge endete der Zwischenfall noch am selben Tag friedlich. Nichtsdestotrotz erstatteten die Beamten am Abend des besagten Tages Anzeige bei der Bundesstaatsanwaltschaft und behaupteten, dass sie für mehrere Stunden von den Demonstrierenden als Geiseln festgehalten worden seien. Ortsansässige AnwältInnen halten den Vorwurf der Geiselnahme für unbegründet.

Mehr als vier Monate nach dem Ereignis wurden Alberta Alcántara Juan, Teresa González Cornelio und Jacinta Francisco Marcial festgenommen und wegen Entführung angeklagt. Sie wurden jeweils zu 21 Jahren Gefängnis verurteilt. Dabei war der einzige vorgebrachte Beweis ein Bild aus einer Lokalzeitung, auf dem die drei Frauen gemeinsam mit den Polizisten zu sehen waren. Amnesty International geht davon aus, dass die Inhaftierung der drei Frauen ein Vergeltungsakt für die Reaktion der örtlichen MarktverkäuferInnen am 26. März 2006 war. Die Organisation ist der Überzeugung, dass die Anklagen gegen die drei Frauen konstruiert sind und sie als in Armut lebende indigene Frauen einer gesellschaftlichen Randgruppe angehören und damit eine willkommene Zielscheibe sind.

Alle drei Frauen haben im April 2009 Rechtsmittel gegen ihr Urteile eingelegt, mit denen sie ein Neuverfahren forderten, und waren erfolgreich. Im Laufe des neuen Prozesses wurden keine weiteren Beweise vorgebracht. Im September 2009 entschied der Generalstaatsanwalt die Vorwürfe gegen Jacinta Francisco Marcial wegen Mangels an Beweisen fallen zu lassen und sie kam frei. Allerdings beschloss die Staatsanwaltschaft, die Anklage gegen Teresa und Alberta aufrecht zu erhalten und auf eine erneute Verurteilung zu plädieren, obwohl sich ihr Fall auf die selben Beweise stützt. Am 3. Februar 2010 war der letzte Verhandlungstag des neuen Verfahrens gegen die beiden Frauen. Der Richter hat beginnend mit dem 3.Februar 30 Werktage bis zur Urteilsverkündung angesetzt.

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