Drohende Folter

Karte Saudi-Arabien

Karte Saudi-Arabien

Die oben genannten Männer und mindestens 21 weitere wurden festgenommen, nachdem sie an Protesten gegen Israels derzeitige Militäraktionen in Gaza teilgenommen oder dies versucht hatten. Sie werden ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten, und Amnesty International geht davon aus, dass sie in Gefahr schweben, gefoltert oder anderweitig misshandelt zu werden.

Appell an

KÖNIG His Majesty King Abdullah Bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud The Custodian of the two Holy Mosques Office of His Majesty The King Royal Court Riyadh SAUDI-ARABIEN (korrekte Anrede: Your Majesty)

INNENMINISTER His Royal Highness Prince Naif bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud Minister of the Interior Ministry of the Interior P.O. Box 2933 Airport Road Riyadh 11134 SAUDI-ARABIEN (korrekte Anrede: Your Royal Highness) Fax: (00 966) 1 403 1185, (00 996) 1 403 3614

AUßENMINISTER His Royal Highness Prince Saud al-Faisal bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud Minister of Foreign Affairs Ministry of Foreign Affairs Nasseriya Street, Riyadh 11124 SAUDI-ARABIEN (korrekte Anrede: Your Royal Highness) Fax: (00 966) 1 403 0645

Sende eine Kopie an

VORSITZENDER DER STAATLICHEN MENSCHENRECHTSKOMMISION Mr Turki bin Khaled Al-Sudairy The President The Human Rights Commission P.O. Box 58889 King Fahad Road Building No.373 Riyadh 11515 SAUDI-ARABIEN Fax: (00 966) 1 4612061

 

BOTSCHAFT DES KÖNIGSREICHS SAUDI-ARABIEN S.E. Herrn Prof. Dr. med Ossama Abdulmajed Ali Shobokshi Kurfürstendamm 63, 10707 Berlin Fax: 030-8892 5179; 030-8892 5176

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 27. Februar 2009 keine Appelle mehr zu verschicken.

PLEASE SEND APPEALS TO ARRIVE AS QUICKLY AS POSSIBLE, IN ENGLISH OR YOUR OWN LANGUAGE:

  • expressing concern that Khaled al-'Omair, Mohammed al-'Otaibi, Kamil 'Abbas al-Ahmad, Zuhair al-Janbi and at least 21 others are held incommunicado, and are at risk of torture or other ill-treatment;

  • urging the authorities to ensure that they are protected from torture and other ill-treatment;

  • calling on them to ensure that the men are given regular access to their families and lawyers, and any medical attention they may require;

  • calling on the authorities to release them immediately and unconditionally if they are being held solely for taking part in or attempting to hold peaceful protests.

Amnesty fordert:

SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE, IN DENEN SIE

  • Ihre Sorge darüber zum Ausdruck bringen, dass Khaled al-'Omair, Mohammed al-'Otaibi, Kamil 'Abbas al-Ahmad, Zuhair al-Jani und mindestens 21 weitere Männer ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten werden und in Gefahr schweben, gefoltert oder anderweitig misshandelt zu werden;

  • die Behörden um die Zusicherung bitten, dass sie vor Folter und Misshandlung geschützt werden;

  • die Behörden auffordern sicherzustellen, dass die Männer regelmäßigen Kontakt zu ihren Familien und Anwälten und jegliche benötigte medizinische Versorgung erhalten;

  • von den Behörden fordern, die Männer sofort und bedingungslos freizulassen, falls sie allein wegen der Teilnahme oder versuchten Teilnahme an einer friedlichen Demonstration in Haft gehalten werden.

Sachlage

Man nahm Khaled al-'Omair und Mohammed al-'Otaibi am 1. Januar 2009 in der al-Naheda-Straße in der Hauptstadt Riad fest, wo der Protestmarsch stattfinden sollte. Es ist nicht bekannt, wo sie festgehalten werden.

Kamil 'Abbas al-Ahmad, Zuhair al-Jani und elf weitere Demonstranten nahm man am 19. Dezember 2008 in al-Qatif, einer Stadt im Süden, fest. Zehn weitere wurden am 29. Dezember 2008 im Zusammenhang mit einer zweiten Demonstration in al-Qatif festgenommen. Die Männer sind in der Polizeistation der Stadt al-Dhahran inhaftiert.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Die Behörden in Saudi-Arabien halten Gefangene routinemäßig ohne Kontakt zur Außenwelt; in dieser Zeit werden sie häufig gefoltert oder anderweitig misshandelt. Demonstrationen sind in Saudi-Arabien nicht erlaubt. Wer sich über das Verbot hinwegsetzt, wird oft ohne Kontakt zur Außenwelt, ohne Anklage und ohne die Möglichkeit, die Rechtmäßigkeit der Haft vor Gericht anzufechten, festgehalten und gefoltert. Gerichtsverfahren in Saudi-Arabien entsprechen nicht den internationalen Standards für faire Prozesse: Den Angeklagten wird üblicherweise ein Rechtsbeistand verwehrt, und in vielen Fällen werden sie und ihre Familien nicht über den Verlauf der Prozesse gegen sie informiert. Die Verhandlungen laufen oft hinter verschlossenen Türen.