Student in Foltergefahr

Rückkehr von Binnenflüchtlingen im Sudan

Rückkehr von Binnenflüchtlingen im Sudan

Tajeldin Ahmed Arja ist vom Sicherheitsdienst des sudanesischen Präsidenten festgenommen worden, nachdem er auf einer Konferenz die Präsidenten des Tschad und des Sudan offen kritisiert hatte. Seit 24. Dezember 2013 ist er ohne Kontakt zur Außenwelt inhaftiert. Es besteht ernsthafte Gefahr, dass er gefoltert oder anderweitig misshandelt wird.

Appell an

PRÄSIDENT
HE Omar Hassan Ahmad al-Bashir
Office of the President
People's Palace
PO Box 281
Khartoum
SUDAN
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)

JUSTIZMINISTER
Mohamed Bushara Dousa
Ministry of Justice
PO Box 302
Al Nil Avenue
Khartoum
SUDAN
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: moj@moj.gov.sd

Sende eine Kopie an

INNENMINISTER
Ibrahim Mahmoud Hamed
Ministry of Interior
PO Box 873
Khartoum
SUDAN

BOTSCHAFT DER REPUBLIK SUDAN
S. E. Herrn Baha’aldin Hanafi Mansour Waheesh
Kurfürstendamm 151
10709 Berlin
Fax: 030-890 69 823
E-Mail: poststelle@botschaft-sudan.de oder sudaniberlin@hotmail.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 25. Februar 2014 keine Appelle mehr zu verschicken.

Sachlage

Der 26-jährige Student und Blogger Tajeldin Ahmed Arja wurde am 24. Dezember 2013 während einer Konferenz in der sudanesischen Hauptstadt Khartum festgenommen, auf der er den tschadischen Präsidenten Deby und den sudanesischen Präsidenten Bashir offen kritisierte und sie für die in Darfur verübten Gräueltaten verantwortlich machte. Tajeldin Ahmed Arja wurde umgehend von Angehörigen des präsidialen Sicherheitsdienstes abgeführt und befindet sich nun in Haft ohne Kontakt zur Außenwelt. Er ist in Gefahr, gefoltert oder anderweitig misshandelt zu werden.

Tajeldin Ahmed Arja war Teilnehmer einer Konferenz über die Lage in Darfur, die während des Besuchs des tschadischen Präsidenten Deby in Khartum stattfand. Tajeldin Ahmed Arja soll gleich zu Beginn der Konferenz in Anwesenheit beider Präsidenten aufgestanden sein und sie kritisiert haben. ZeugInnen berichteten Amnesty International gegenüber, acht Angehörige des Sicherheitsdienstes hätten Tajeldin Ahmed Arja gepackt und ihn aus dem Saal geführt. Sein Aufenthaltsort ist bis jetzt unbekannt.

Tajeldin Ahmed Arja stammt aus dem Norden Darfurs und wurde zu Beginn des dortigen Konflikts mit seiner Familie vertrieben. Seitdem soll er zu einem Kritiker der sudanesischen Regierung geworden sein. Er schreibt über die Lage in Darfur unter anderem in einem Blog.

[BITTE SCHREIBEN SIE]

LUFTPOSTBRIEFE ODER E-MAILS MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich fordere Sie auf, entweder wegen einer international als Straftat anerkannten Handlung Anklage gegen Tajeldin Ahmed Arja zu erheben oder ihn umgehend freizulassen.

  • Bitte geben Sie umgehend bekannt, wo Tajeldin Ahmed Arja festgehalten wird, und erlauben Sie ihm den Kontakt zu seiner Familie und einem Rechtsbeistand seiner Wahl. Bitte ermöglichen Sie ihm außerdem die erforderliche medizinische Versorgung.

  • Bitte stellen Sie sicher, dass Tajeldin Ahmed Arja weder gefoltert noch in anderer Weise misshandelt wird.

[APPELLE AN]

PRÄSIDENT
HE Omar Hassan Ahmad al-Bashir
Office of the President
People's Palace
PO Box 281
Khartoum
SUDAN
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)

JUSTIZMINISTER
Mohamed Bushara Dousa
Ministry of Justice
PO Box 302
Al Nil Avenue
Khartoum
SUDAN
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: moj@moj.gov.sd

KOPIEN AN
INNENMINISTER
Ibrahim Mahmoud Hamed
Ministry of Interior
PO Box 873
Khartoum
SUDAN

BOTSCHAFT DER REPUBLIK SUDAN
S. E. Herrn Baha’aldin Hanafi Mansour Waheesh
Kurfürstendamm 151
10709 Berlin
Fax: 030-890 69 823
E-Mail: poststelle@botschaft-sudan.de oder sudaniberlin@hotmail.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 25. Februar 2014 keine Appelle mehr zu verschicken.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Amnesty International hat viele Fälle dokumentiert, in denen sudanesische Sicherheitskräfte Protestierende, AktivistInnen und vermeintlichen RegierungsgegnerInnen über lange Zeiträume ohne Kontakt zur Außenwelt inhaftiert, sie gefoltert und auf andere Weise misshandelt haben. Gefangene werden unter anderem getreten, mit Stöcken, Gummischläuchen und den Fäusten geschlagen, müssen tagelange ohne Unterbrechung in der glühenden Hitze stehen und über lange Zeiträume in Stresspositionen verharren. Eine weitere Methode ist der Entzug von Nahrung, Wasser und Schlaf.