Drohende Folter

Ergebnis dieser Urgent Action

Der politisch engagierte Mohamed Hassan Alim ist am 16. Januar nach 22 Tagen Haft ohne Kontakt zur Außenwelt freigelassen worden. Die Behörden haben zu keinem Zeitpunkt eine Begründung für seine Inhaftierung genannt. Anklage wurde nicht gegen ihn erhoben. Mohamed Hassan Alim vermutet, dass er wegen seiner öffentlichen Kritik an einem bekannten Regierungsmitglied festgenommen worden ist.

Am 26. Dezember 2011 wurde der Aktivist und Ingenieur Mohamed Hassan Alim in der sudanesischen Hauptstadt Khartum vom Geheimdienst (National Intelligence and Security Services - NISS) festgenommen. Grund für die Festnahme war offenbar die öffentliche Kritik des Aktivisten an einem bekannten Regierungsbeamten. Mohamed Hassan Alim hat keinen Kontakt zur Außenwelt, und ihm drohen Folter und andere Misshandlungen.

Appell an

PRÄSIDENT
HE President
Omar Hassan Ahmed Al Bashir
Office of the President
People's Palace, PO Box 281
Khartoum
SUDAN
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 249) 183 782 541

JUSTIZMINISTER
Mohammed Bushara Dousa
Ministry of Justice
PO Box 302, Al Nil Avenue
Khartoum
SUDAN
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)

Sende eine Kopie an

INNENMINISTER
Ibrahim Mohamed Hamed
Ministry of Interior
PO Box 873
Khartoum,
SUDAN

BOTSCHAFT DER REPUBLIK SUDAN
S. E. Herrn Baha’aldin Hanafi Mansour Waheesh
Kurfürstendamm 151
10709 Berlin
Fax: 030-8940 9693
E-Mail: sudaniberlin@hotmail.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 14. Februar 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.

Amnesty fordert:

SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich bitte Sie hiermit, Mohamed Hassan Alim umgehend freizulassen.

  • Stellen Sie bitte sicher, dass Mohamed Hassan Alim weder gefoltert noch in anderer Weise misshandelt wird.

  • Gewähren Sie ihm unverzüglich Zugang zu seiner Familie, einem Rechtsbeistand und zu jeglicher medizinischer Versorgung, die er benötigen sollte.

PLEASE WRITE IMMEDIATELY

  • Calling on the authorities to immediately release Mohamed Hassan Alim unconditionally and without charge.

  • Urging the authorities to ensure that Mohamed Hassan Alim is not subjected to torture or otherwise ill treated.

  • Calling on the authorities to reveal the whereabouts of Mohamed Hassan Alim and grant him immediate access to his lawyer, family and any medical treatment he may require.

Sachlage

Am 26. Dezember 2011 wurde Mohamed Hassan Alim in seinem Haus in Khartum von sieben Männern in Zivilbekleidung, bei denen es sich um NISS-Agenten gehandelt haben soll, festgenommen. Die Männer schlugen ihn vor den Augen seiner Mutter und brachten ihn anschließend in einem Auto weg. Mohamed Hassan Alim hat keinen Kontakt zur Außenwelt und wird seit seiner Festnahme an einem geheimen Ort gefangen gehalten. Ihm drohen Folter und andere Misshandlungen.

Mohamed Hassan Alim ist 29 Jahre alt und von Beruf Ingenieur. Seine Studium schloss er vor kurzem an der Universität Al-Neelain im Sudan ab. Anfang Dezember nahm er an einer öffentlichen Veranstaltung teil, die von einer islamischen Studentengruppe an der Universität Khartum organisiert wurde. Während der Veranstaltung kritisierte Mohamed Hassan Alim öffentlich Nafi Ali Nafi, den Vizepräsidenten der regierenden Nationalen Kongresspartei (NCP) und Berater von Präsident Omar al-Bashir. Er beschuldigte Nafi Ali Nafi, der eine Rede bei der Veranstaltung hielt, der Korruption, Vetternwirtschaft und Verletzung von Menschenrechten. Seine kritischen Äußerungen wurden auf Video aufgezeichnet, später auf YouTube veröffentlicht und auf zahlreichen anderen Onlineforen und Medienkanälen verbreitet.

Die sudanesischen Behörden kennen Mohamed Hassan Alim aufgrund seiner politischen Aktivitäten als Mitglied der oppositionellen Ba’ath Partei und seiner Teilnahme an öffentlichen Demonstrationen gegen die Regierung. Aus diesem Grund wurde er bereits im Januar 2011 von NISS-Angehörigen festgenommen. Am 13. März 2011 kam er ohne Anklage frei, nachdem er 45 Tage lang von der Außenwelt abgeschnitten gewesen war. Während dieser Zeit war er gefoltert und misshandelt worden.

[EMPFOHLENE AKTIONEN]

SCHREIBEN SIE BITTE FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich bitte Sie hiermit, Mohamed Hassan Alim umgehend freizulassen.

  • Stellen Sie bitte sicher, dass Mohamed Hassan Alim weder gefoltert noch in anderer Weise misshandelt wird.

  • Gewähren Sie ihm unverzüglich Zugang zu seiner Familie, einem Rechtsbeistand und zu jeglicher medizinischer Versorgung, die er benötigen sollte.

[APPELLE AN]

PRÄSIDENT
HE President
Omar Hassan Ahmed Al Bashir
Office of the President
People's Palace, PO Box 281
Khartoum
SUDAN
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
Fax: (00 249) 183 782 541

JUSTIZMINISTER
Mohammed Bushara Dousa
Ministry of Justice
PO Box 302, Al Nil Avenue
Khartoum
SUDAN
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)

KOPIEN AN
INNENMINISTER
Ibrahim Mohamed Hamed
Ministry of Interior
PO Box 873
Khartoum,
SUDAN

BOTSCHAFT DER REPUBLIK SUDAN
S. E. Herrn Baha’aldin Hanafi Mansour Waheesh
Kurfürstendamm 151
10709 Berlin
Fax: 030-8940 9693
E-Mail: sudaniberlin@hotmail.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 14. Februar 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Die Proteste im Nahen Osten und Nordafrika begannen Anfang Januar 2011 in Tunesien und dehnten sich auf eine Reihe weiterer Hauptstädte der Region aus. Angeregt durch diese Proteste kam es auch im Sudan 2011 zu Demonstrationen mit Forderungen nach Demokratie und einer Verbesserung der sozio-ökonomischen Lebensbedingungen.
Die Polizei und der Staatsicherheitsdienst NISS im Sudan nehmen häufig friedliche Demonstrierende fest und misshandeln sie, insbesondere wenn sie die Einhaltung ihrer Rechte fordern. Studierendenbewegungen und ihre Organisationen werden regelmäßig zur Zielscheibe des NISS.

Aufgrund des in 2010 verabschiedeten Nationalen Sicherheitsgesetzes hat der NISS weiterhin weitreichende Festnahme- und Inhaftierungsbefugnisse. Die Sicherheitskräfte nutzen Ihre Macht oftmals aus, um Personen willkürlich festzunehmen und sie Folter und anderen Misshandlungen auszusetzen. Amnesty International hat zahlreiche Fälle von Folter und anderen Misshandlungen dokumentiert, für die NISS-Angehörige verantwortlich sind.