Pride 2026: Amnesty auf dem CSD – so machst du mit

Im Sommer 2026 finden in ganz Deutschland Christopher Street Days und Pride-Demonstrationen statt. Hier findest du alle Termine mit Amnesty-Beteiligung.

Eine Regenbogenfahne in der Sonne, darauf das Symbol von Amnesty International, eine stacheldrahtumwundene Kerze.

Flagge zeigen: Protest anlässlich der verbotenen Pride in Budapest, 2025

Pride ist Protest. Wenn im Sommer 2026 in ganz Deutschland Christopher Street Days und Pride-Demonstrationen stattfinden, ist Amnesty International dabei: mit dem Amnesty-Truck in verschiedenen Städten, mit Petitionen für queere Menschen weltweit und mit dem kostenlosen Pride-Kit. Hier findest du alle Termine, alle Aktionen und die Hintergründe einer Bewegung, die vor über 50 Jahren als Widerstand gegen Polizeigewalt begann.

 

 

Amnesty-Truck: alle CSD-Termine 2026

In diesen Städten unterstützt der Amnesty-Truck 2026 die Pride-Proteste:

  • 11. April 2026 | Angermünde
  • 4. Juli 2026 | Schwerin
  • 11. Juli 2026 | Köthen
  • 22. August 2026 | Wismar
  • 12. September 2026 | Halle (Saale)
  • 19. September 2026 | Döbeln

Komm vorbei! Der Amnesty-Truck ist mit Musik und Programm vor Ort, um gemeinsam mit dir für die Rechte queerer Menschen einzutreten. Hol dir direkt am Truck unser limitiertes Amnesty-Pride-Armband oder ein Amnesty-Pride-Tattoo und zeige deine Solidarität mit LGBTI+ Communities in Deutschland und weltweit.

Du wohnst nicht in der Nähe?

Prides und Christopher Street Days finden in ganz Deutschland statt – alle Termine der CSD-Saison findest du hier. Wenn du dich sicher fühlst: Geh hin. Und überleg dir, welcher CSD in deiner Umgebung deine Unterstützung am dringendsten braucht.

Amnesty freut sich sehr, in diesem Jahr wieder in mehreren Bundesländern mit CSDs zusammenzuarbeiten. Vielen Dank an alle Organisator*innen, Ehrenamtlichen und Communities, die diese Prides möglich machen. 

Werde jetzt aktiv 

Menschenrechte gelten für alle. Zwei Aktionen, bei denen du dich in wenigen Minuten beteiligen kannst.

  1. Türkei: Menschen stehen vor Gericht, weil sie friedlich für queere Rechte demonstriert haben: Fordere mit uns die Einstellung des Verfahrens.
  2. WM 2026: Großveranstaltungen dürfen nicht auf Kosten von Menschenrechten stattfinden. LGBTI+ dürfen dort nicht diskriminiert werden: Unterzeichne die Petition an die FIFA!
Das Amnesty Pride Kit 2026 präsentiert auf einer Wäscheleine

Hol dir dein Pride-Kit 

Mit deinem Pride-Kit aus Armband, Stickern und Tattoo zeigst du Haltung. Pride ist Protest, und die Sichtbarkeit queeren Lebens ist wichtiger denn je. 

Mit deinem Pride-Kit setzt du ein Zeichen für die Menschenrechte von LGBTI+, für Gleichberechtigung und Menschenwürde. Du stellst dich klar gegen Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung.

Jetzt Pride-Kit kostenlos bestellen!

Eine Regebogenflagge im Sonnenschein, darauf die stacheldrahtumwundene Kerze, das Symbol von Amnesty International. "Amnesty Journal – Queere Realitäten" steht dort geschrieben, es ist das Cover eines Amnesty Journals.

Jetzt lesen im Amnesty Journal: "Queere Realitäten – LGBTI und Menschenrechte"

Wie frei eine Gesellschaft ist, lässt sich auch daran bemessen, wie sie mit ihren Minderheiten umgeht. Ob politisch oder weltanschaulich motivierte Verfolgung: Queere Menschen erfahren global immer wieder Ablehnung und Gewalt. Das zeigen unsere Berichte aus Deutschland und Afghanistan, den USA und Uganda. 

Lies mehr in der Amnesty Journal-Ausgabe "Queere Realitäten"...

 

Warum Pride Protest ist

Pride ist Protest – und jede Teilnahme ist ein Zeichen für die Sichtbarkeit und Menschenwürde von queerem Leben, für Solidarität mit LGBTI+ Communities hier und weltweit. Alles begann als Widerstand gegen Polizeigewalt, staatliche Kriminalisierung und Diskriminierung.

Pride und Christopher Street Day

Das Foto zeigt eine von hinten fotografierte Person bei einer Kundgebung, die eine Regenbogenfahne schwenkt.

Für LGBTI-Rechte und gegen Diskriminierung: "Istanbul Pride March" in der Türkei (Archivaufnahme).

"… Wir müssen an die revolutionären Ursprünge von Pride erinnern. Pride begann als Widerstand gegen Polizeigewalt, angeführt von Schwarzen und Latinx trans Frauen. Und wir müssen uns bewusst machen, dass unser Aktivismus oft eine Frage des Überlebens ist."

Alphonso
David
ehemaliger Präsident der Human Rights Campaign (HRC)
Géza Buzás-Hábel hält eine Rede. Vor ihm steht ein Mikrofon. Er trägt einen Kapuzenpullover. An einer Mauer hinter ihm hängt ein Protestplakat mit dem Foto von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán.

"Ich möchte allen die Botschaft senden: Habt keine Angst."

Géza
Buzás Hábel
angefeindeter Pride-Organisator aus Ungarn
Porträtfoto einer Person

"Wenn man sich im ostdeutschen Hinterland für Weltoffenheit, Diversität, Menschenrechte einsetzt, macht man sich leider nicht allzu viele Freunde damit. Ich wurde viel verfolgt. Wir wurden angegriffen, körperlich wie auch psychisch. Es gab viele Hasskommentare. Ich habe Morddrohungen in meinem Briefkasten gehabt. Das sind Situationen, die mich auf der einen Seite natürlich zweifeln lassen und entmutigen — auf der anderen Seite zeigen sie mir aber auch, dass es genau jetzt wichtig ist, weiterzumachen."

Ocean
engagiert im queeren und antifaschistischen Aktivismus in Sachsen

LGBTI+ Rechte unter Druck – auch in Deutschland

YouTube freischalten

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Trotz aller Erfolge geraten die Rechte von LGBTI+ Personen weltweit und auch in Deutschland zunehmend unter Druck. Besonders betroffen sind trans, nicht-binäre und intergeschlechtliche Menschen sowie LGBTI+ Personen, die zusätzlich Rassismus oder andere Formen von Mehrfachdiskriminierung erfahren.

Immer wieder werden sogar neue Maßnahmen diskutiert, die ihre Rechte weiter einschränken würden – etwa ein geplantes "Sonderregister" des Bundesinnenministeriums für trans Menschen.

Autoritäre Kräfte arbeiten immer stärker gemeinsam daran, queeres Leben und queeren Protest zu entrechten, abzuwerten und anzugreifen. Gleichzeitig gehören rechtsextreme Anfeindungen weiterhin zur Lebensrealität vieler lesbischer, schwuler, bisexueller, trans, intergeschlechtlicher und queerer Menschen.

Häufige Fragen zu Pride und CSD

Was bedeutet CSD?

CSD steht für Christopher Street Day. Der Name geht auf die Christopher Street im New Yorker Stadtteil Greenwich Village zurück. Dort begann im Juni 1969 der Stonewall-Aufstand – der Ausgangspunkt der modernen queeren Bürgerrechtsbewegung.

Was ist der Unterschied zwischen Pride und CSD?

Gemeint ist dieselbe Bewegung. "Christopher Street Day" ist vor allem im deutschsprachigen Raum gebräuchlich, international spricht man von Pride oder Pride Parade. In Deutschland werden beide Begriffe heute nebeneinander verwendet.

Wann ist Pride Month?

Der Pride Month wird international im Juni begangen, in Erinnerung an den Stonewall-Aufstand im Juni 1969. In Deutschland zieht sich die CSD-Saison über mehrere Monate – von den ersten Demonstrationen im Frühjahr bis in den September.

Ist Pride ein Fest oder eine Demonstration?

Pride begann als Protest gegen Polizeigewalt und Kriminalisierung von queeren Menschen, und daran hat sich nichts geändert. Dass viele CSDs heute auch gefeiert werden, nimmt ihnen ihren politischen Charakter nicht.

Was macht Amnesty auf dem CSD?

Amnesty International begleitet 2026 CSDs in mehreren Bundesländern mit dem Amnesty-Truck, unterstützt Organisator*innen vor Ort und macht auf die Lage queerer Menschen weltweit aufmerksam. Am Truck gibt es Musik, Programm und das limitierte Amnesty-Pride-Armband.

Wo bekomme ich das Amnesty-Pride-Kit?

Das Pride-Kit mit Armband, Stickern und Tattoo kannst du kostenlos bestellen. Es wird dir nach Hause geschickt. Am Amnesty-Truck bekommst du Armband und Tattoo auch direkt vor Ort.

Das Bild zeigt das Porträtbild einer Person mit Megafon auf einer Demonstration

Liebe ist ein Menschenrecht: Pride-Demonstration in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam am 22. Juli 2023.

Pride braucht Schutz — deine Spende zählt!

Hass und Ausgrenzung bedrohen queeres Leben — doch gemeinsam können wir etwas verändern. Mit deiner Spende unterstützt du unsere Arbeit für die Rechte von LGBTI+ Personen: für Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und Menschenwürde. Schon kleine Beiträge bewirken Großes.

Setze jetzt ein Zeichen mit deiner Spende!

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