Todesstrafe vollstreckt

Diese Urgent Action ist beendet.

47 Menschen wurden am 2. Januar 2016 in Saudi-Arabien hingerichtet

47 Menschen wurden am 2. Januar 2016 in Saudi-Arabien hingerichtet

Yussuf al-Mushaikhass ist am 11. Juli hingerichtet worden, ohne dass seine Familie informiert wurde. Sein Todesurteil wurde nach einem grob unfairen Verfahren vor dem saudi-arabischen Antiterrorgericht gefällt.

Sachlage

Der 42-jährige Schiit Yussuf al-Mushaikhass wurde am 11. Juli zusammen mit drei weiteren Männern in der Ostprovinz in Al-Qatif hingerichtet. Berichten zufolge unterrichteten die saudi-arabischen Behörden die Familie von Yussuf al‑Mushaikhass zuvor nicht über den Zeitpunkt der geplanten Hinrichtung. Die Familie erfuhr somit erst durch eine Regierungserklärung im Fernsehen, dass die Hinrichtung stattgefunden hatte. Alle vier Männer waren für Straftaten schuldig befunden worden, die in Zusammenhang mit ihrer Teilnahme an regierungskritischen Demonstrationen in der überwiegend schiitischen Ostprovinz zwischen 2011 und 2012 standen.

Yussuf al-Mushaikhass war am 6. Januar vom Sonderstrafgericht (Specialized Criminal Court - SCC), einem Antiterrorgericht in der Hauptstadt Riad, für schuldig befunden und verurteilt worden. Grundlage für das Todesurteil waren die Anklagen „zweimaliges Schießen auf eine Polizeiwache in Awamiyya, wodurch ein Polizist verletzt wurde“, „bewaffnete Rebellion gegen den König“ und „Teilnahme an Unruhen“. Das Gericht scheint sein Urteil größtenteils aufgrund von schriftlichen „Geständnissen“ gefällt zu haben. Yussuf al-Mushaikhass zufolge wurden diese „Geständnisse“ unter Folter und anderer Misshandlung von ihm erpresst.

Vielen Dank allen, die versucht haben, die Hinrichtung zu verhindern.