Hinrichtung nach unfairem Gerichtsverfahren
Diese Urgent Action ist beendet.
Said Mabkhout al-Sai’ari wurde am 13. September hingerichtet. Er war im Dezember 2013 wegen Mordes an einem Mann zum Tode verurteilt worden, obwohl das Gericht zu dem Schluss kam, dass für eine Verurteilung nicht genügend Beweise vorlägen.
© Amnesty International
Vielen Dank allen, die versucht haben, die Hinrichtung zu verhindern.
Sachlage
Said Mabkhout al-Sai’ari wurde am 13. September in Najran, einer Stadt im Südwesten von Saudi-Arabien, hingerichtet. Er war am 25. Dezember 2013 vom Ordentlichen Gericht in Najran zum Tode verurteilt worden. Man beschuldigte ihn des Mordes an einem anderen Saudi-Araber während eines Streits, der am 2. Juli 2009 zwischen Angehörigen zweier ethnischer Gruppen ausgebrochen war.
Said Mabkhout al-Sai’ari hat immer seine Unschuld beteuert und laut der 86-seitigen Urteilsschrift hat das Gericht in Najran ihn zum Tode verurteilt, obwohl es zu dem Schluss kam, dass für eine Verurteilung nicht genügend Beweise vorlägen. Das Gericht stützte sich dabei auf den fünfzigfachen Schwur des Vaters des Opfers, welcher fest davon überzeugt war, dass Said Mabkhout al-Sai’ari seinen Sohn getötet hatte. Dieser Schwur wurde vor Gericht als Beweis zugelassen, obwohl der Vater des Opfers nicht am Tatort anwesend war.
Das Todesurteil gegen Said Mabkhout al-Sai’ari war am 20. März 2016 vom Obersten Gerichtshof bestätigt und am 5. April 2016 dem König zur Ratifizierung geschickt worden. Mitte November überwies das Innenministerium den Fall dann zur Vollstreckung zurück an das Gouvernement von Najran. Seine Familienangehörigen konnten zunächst bewirken, dass die Hinrichtung von Said Mabkhout al-Sai’ari um sechs Monate verschoben wurde. Doch im Juni wurde ihnen mitgeteilt, dass er jederzeit nach dem 2. Juli hingerichtet werden könnte.
Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die versucht haben, die Hinrichtung zu verhindern.