Jetzt handeln gegen die Massaker im Iran!
Demonstration in Abdanan in der iranischen Provinz Ilam gegen die Regierung (6. Januar 2026)
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Seit Ende Dezember 2025 gehen im Iran erneut Tausende Menschen im ganzen Land auf die Straße. Sie verlangen Freiheit, ein Ende der Repression und den Sturz der Islamischen Republik.
Die Antwort der iranischen Behörden übersteigt all die Brutalität, die wir in vorherigen Protestbewegungen dokumentieren haben: Unsere aktuellen Untersuchungen belegen, dass Sicherheitskräfte scharfe Munition, Schrotmunition, Tränengas und Wasserwerfer gezielt gegen friedliche Menschenmengen einsetzen. Menschen werden massenhaft willkürlich inhaftiert. Ihnen drohen jetzt unfaire Schnellverfahren und die Hinrichtung.
Mach mit bei unserer E-Mail-Aktion an Bundeskanzler Friedrich Merz. Fordere die deutsche Bundesregierung auf, den Druck auf den Iran zu erhöhen:
- Das Töten und die Unterdrückung müssen beendet werden.
- Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
- Iraner*innen dürfen nicht aus Deutschland in den Iran abgeschoben werden.
- Bedrohte Iraner*innen müssen in Deutschland Schutz bekommen.
Hintergrundinformation
Die jüngsten Proteste im Iran brachen Ende Dezember 2025 aus. Sie entzündeten sich zunächst an dem dramatischen Wertverlust der iranischen Währung, der angespannten wirtschaftlichen Lage sowie der Verschlechterung der Lebensbedingungen.
Die Protestwelle begann mit Ladenschließungen und Streiks auf dem Großen Basar in Teheran, die sich zu landesweiten Massendemonstrationen entwickelten. Empört und wütend angesichts jahrzehntelanger Unterdrückung, strömten die Menschen bald im ganzen Land auf die Straßen, um grundlegende Veränderungen, Freiheit und die Wahrung ihrer Rechte zu fordern. Sie haben genug und fordern den Sturz des Systems der Islamischen Republik.
Amnesty International hat dokumentiert, wie Sicherheitskräfte gezielt rechtswidrig mit Schrotflinten und Schusswaffen auf unbewaffnete Demonstrierende schossen.
Die medizinischen Einrichtungen sind mit den zahllosen verletzten Menschen überlastet. Verzweifelte Familien suchten in überfüllten Leichenhallen, Krankenhäusern und sogar in Leichenstapeln in Lagerhäusern und Frachtcontainern nach ihren vermissten Angehörigen.