Hongkong: 10 Jahre Gefängnis für Kerzenandacht

Collage aus mehreren Fotos, darunter ein Porträt von Chow Hang-tung und Menschen mit Lichtern in der Hand.

Die Menschenrechtsanwältin Chow Hang-tung aus Hong Kong

Setz dich für Chow ein: Fordere die Behörden in Hongkong auf, sie sofort freizulassen und alle Anklagen gegen sie fallen zu lassen. Sie hat lediglich friedlich ihre Meinung geäußert und ihr Recht auf Versammlungsfreiheit wahrgenommen.

Werde aktiv!

Bereits bei "Mein Amnesty" registriert? Dann bitte hier anmelden.
Name
Adresse
Ich habe die Datenschutzhinweise zur Kenntnis genommen.
Meine Profildaten (Vorname, erster Buchstabe des Nachnamens) dürfen bei Aktionsteilnahme angezeigt werden.
Pflichtfelder

Dein Appell

Sehr geehrter Herr Minister,

ich fordere Sie auf, die Menschenrechtsanwältin Chow Hang-tung unverzüglich und bedingungslos freizulassen und alle Anklagen gegen sie fallen zu lassen. Sie ist nur deshalb angeklagt worden, weil sie friedlich ihre Rechte auf freie Meinungsäußerung und friedliche Versammlung wahrgenommen hat.

Chow Hang-tung verbüßt bereits eine 22-monatige Haftstrafe, weil sie friedlich an die Opfer der Niederschlagung der Proteste am Tiananmen-Platz im Jahr 1989 erinnert hat. Außerdem droht ihr eine weitere ungerechtfertigte Verurteilung, weil sie mit ihren absolut friedlichen Aktionen die nationale Sicherheit gefährdet haben soll.

Mit freundlichen Grüßen

[webform_submission:source-entity:field_petition_title]

[webform_submission:source-entity:field_petition_text]

Hintergrundinformationen

Chow Hang-tung hat in den sozialen Medien dazu aufgerufen, Kerzen zum Gedenken an die Demonstrant*innen anzuzünden, die 1989 bei der Niederschlagung der Tiananmen-Proteste getötet wurden. Dafür und für ihre Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen ist sie zu 22 Monaten Haft verurteilt worden. Wegen einer weiteren Anklage drohen ihr zusätzliche 10 Jahre Gefängnis.

Die chinesische Regierung will, dass die Menschen das Massaker vom 4. Juni 1989 in Peking vergessen. Damals wurden Hunderte Menschen getötet oder verwundet als die chinesische Regierung  gegen  friedliche  Demonstrant*innen Panzer einsetzte. Hongkong war der einzige Ort, an dem es eine große Gedenkveranstaltung für die Opfer des Tiananmen-Massakers gab. Die Hong Kong Alliance in Support of Patriotic Democratic Movements of China organisierte seit 1990 die weltweit größte Mahnwache – jedes Jahr kamen Zehntausende Menschen. Die mutige Menschenrechtsanwältin Chow Hang-tung war stellvertretende Vorsitzende der Hong Kong Alliance. Nachdem die Behörden die Gedenkveranstaltung verboten hatten – offiziell wegen der Corona-Pandemie – rief Chow Hang-tung 2021 in den sozialen Medien dazu auf, der Opfer individuell zu gedenken. Sie wurde am 4. Juni 2021 erstmals festgenommen, weil sie zur Teilnahme an nicht genehmigten Versammlungen aufgerufen habe. Später folgte eine zusätzliche Anklage wegen "Anstiftung zum Umsturz" auf Grundlage des 2020 eingeführten Gesetzes über die Nationale Sicherheit (NSL).

So wie Chow Hang-tung ergeht es vielen zivilgesellschaftlichen Kräften in Hongkong: Es gibt praktisch keine politische Opposition mehr, seit regierungskritische Abgeordnete und Aktivist*innen auf Grundlage des NSL angeklagt, Gelder eingefroren und Organisationen verboten werden.

Zeig Chow deine Unterstützung!

Schicke ihr eine Botschaft der Solidarität oder mache ein Foto und poste es in den sozialen Medien. Tagge dabei Chow. Oder schicke eine Nachricht an diese Adresse. Bitte schreibe weder ihren noch deinen Namen auf den Umschlag.

Adresse: PO Box No.75, Ma On Shan Post Office, New Territories, Hongkong