Angeklagt, weil sie nicht in die Folter zurückkehren wollten

3 Jugendliche stehen nebeneinander mit dem Rücken zur Kamera und haben die Arme umeinander gelegt + grafische Elemente (Briefumschlag, Stifte, Briefkasten) + Schrift: Khaled freilassen!

Schreibe an den maltesischen Generalstaatsanwalt! Fordere ihn auf, alle Anklagen gegen die drei Jugendlichen fallenzulassen und das Verfahren einzustellen.

Werde aktiv!

Bereits bei "Mein Amnesty" registriert? Dann bitte hier anmelden.
Name
Adresse
Ich habe die Datenschutzhinweise zur Kenntnis genommen.
Meine Profildaten (Vorname, erster Buchstabe des Nachnamens) dürfen bei Aktionsteilnahme angezeigt werden.
Pflichtfelder

Dein Appell

Exzellenz,

 ich fordere Sie dringend auf, alle Anklagen gegen die "El Hiblu 3" fallenzulassen und das Verfahren einzustellen.

Die Jugendlichen, von denen zwei zum Zeitpunkt der Ereignisse erst 15 bzw. 16 Jahre alt waren, könnten lebenslang ins Gefängnis kommen, weil sie sich dagegen wehrten, nach Libyen zurückzukehren, wo ihnen Haft und Folter drohten. Zudem gibt es so gut wie keine Beweise, um die schwerwiegenden Anklagen zu untermauern.

Die Jugendlichen haben auf dem Erdöltanker "El Hiblu" als Dolmetscher fungiert, weil sie ihr Leben und das der übrigen Menschen, die mit ihnen aus Seenot gerettet worden waren, bewahren wollten.

Sie haben schlimme und traumatische Erlebnisse hinter sich. Sorgen Sie für Gerechtigkeit: Lassen Sie die Anklagen fallen, stellen Sie das Verfahren ein.

 

Hochachtungsvoll

[webform_submission:source-entity:field_petition_title]

[webform_submission:source-entity:field_petition_text]

Hintergrundinformationen

Bevor sie als die "El Hiblu 3" bekannt wurden, waren sie Jugendliche, die sich für Fußball und Basketball begeisterten. Sie waren damals 15, 16 und 19 Jahre alt und wollten das, was wir alle wollen: ein sicheres, besseres Leben.

Dieses gemeinsame Ziel führte sie von Guinea und Côte d’Ivoire nach Libyen. Weil sie unbedingt der Gewalt und Folter in den Lagern entkommen wollten, die dort für Flüchtlinge und Migrant_innen vorgesehen sind, gingen sie mit mehr als 100 anderen Menschen an Bord eines Schlauchboots, das sie nach Europa bringen sollte.

Das Boot geriet schon bald in Schwierigkeiten und wurde vom Öltanker "El Hiblu" gerettet. Die Besatzung des Schiffs versuchte die Geretteten – menschenrechtswidrig – nach Libyen zurückzubringen, obwohl sie versprochen hatte, dies nicht zu tun.

Es kam auf dem Schiff zu Protesten, und man bat die drei Jugendlichen um Mithilfe, um die Situation zu beruhigen. Sie dolmetschten und verteidigten das Recht der Geretteten, nicht erneut Folter in Libyen ausgesetzt zu sein. Daraufhin änderte die Schiffsbesatzung den Kurs in Richtung Europa.

Als der Tanker jedoch in maltesisches Gewässer einfuhr, stürmten die maltesischen Behörden das Schiff und behaupteten, die drei Jugendlichen hätten es mit Gewalt unter ihre Kontrolle gebracht. Es wurden so schwerwiegende Anklagen gegen sie erhoben, dass ihnen lebenslange Haftstrafen drohen. Und dies, obwohl es so gut wie keine Beweise gibt, die die Anklagen untermauern.

Die drei Jugendlichen hatten schlicht versucht, ihre Sicherheit zu verteidigen und die übrigen Geretteten zu schützen. Nun sitzen sie auf der Anklagebank.

 

Wende Dich auch direkt an die "El Hiblu 3"!

Sende ihnen eine Nachricht der Solidarität und Hoffnung. Poste ein Foto Deiner Nachricht in den sozialen Medien mit dem Hashtag #ElHiblu3. Oder schicke eine Solidaritätsbotschaft per Brief an:

El Hiblu 3
P.O. Box 39
Ħamrun
Malta

Sag es weiter! Social-Media-Grafik zum Download

Grafik

Ruf auf Social Media dazu auf, sich für die El Hiblu 3 einzusetzen!

Bei Instagram, Twitter, Facebook oder auch per privatem Messenger: Teile den Link www.briefmarathon.de! Wir freuen uns, wenn ihr unsere Kanäle nennt (@amnestydeutschland bei Instagram und amnesty_de bei Twitter) und die Hashtags #briefmarathon und #write4rights verwendet.