Xulhaz Mannan

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Xulhaz Mannan

Xulhaz Mannan

Xulhaz Mannan gründete eine Zeitschrift für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intergeschlechtliche und Queere (LGBTIQ). Im April 2016 wurde er brutal ermordet. Die Täter_innen wurden bis heute nicht ermittelt.

Xulhaz Mannan gehörte zu den Gründern von „Rupban“ – der ersten und einzigen Zeitschrift für LGBTIQ in Bangladesch. Am 25. April 2016 drangen mehrere Männer, die sich als Kurierdienst ausgaben, in seine Wohnung in Dhaka ein und ermordeten ihn und einen Freund auf grausame Weise. Sie hackten so lange mit Macheten auf die beiden Männer ein, bis diese verbluteten. Die Täter sollen zu einer islamistischen Gruppe aus Bangladesch gehören, die auch für brutale Morde an Blogger_innen und Menschen, die sich gegen religiöse Intoleranz einsetzen, verantwortlich gemacht wird.

Doch die Behörden tun nichts, um die Verbrechen aufzuklären. Bis heute wurde niemand wegen der beiden Morde angeklagt – obwohl es Augenzeugenberichte, Aufnahmen aus einer Überwachungskamera und weiteres Beweismaterial gibt. Der Innenminister machte sogar die Opfer zu Tätern, als er kurz nach den Morden erklärte, die Förderung von „unnatürlichem Sex“ sei in Bangladesch verboten.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Innenminister von Bangladesch und fordern Sie ihn auf, die Täter_innen des Mordes an Xulhaz Mannan und einem Freund zu ermitteln und sie zur Rechenschaft zu ziehen. Bitten Sie ihn nachdrücklich, das Recht aller Menschen auf ein Leben frei von Diskriminierung zu respektieren.

Schreiben Sie in gutem Bengali, Englisch oder auf Deutsch an:
Innenminister
Asaduzzaman Khan
Ministry of Home Affairs
Bangladesh Secretariat, Building – 8
Dhaka, BANGLADESCH

Fax: (00 880) 957 3711
E-Mail: minister@mha.gov.bd

(Anrede: Dear Home Minister / Sehr geehrter Herr Innenminister)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,90 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Volksrepublik Bangladesch
S. E. Herrn Imtiaz Ahmed
Kaiserin-Augusta-Allee 111, 10553 Berlin

Fax: 030 39 89 75 10
E-Mail: info.berlin@mofa.gov.bd

(Standardbrief: 0,70 €)

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Sehr geehrter Herr Innenminister,

mit Entsetzen habe ich erfahren, dass Xulhaz Mannan im April 2016 in seiner Wohnung gemeinsam mit einem Freund auf grausame Art ermordet wurde. Xulhaz Mannan wurde offenbar allein deshalb umgebracht, weil er sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgeschlechtlichen, Intergeschlechtlichen und Queeren in Bangladesch eingesetzt hat. Bisher ist niemand für die Ermordung der beiden Männer angeklagt worden, obwohl es Beweismaterial gibt, wie z. B. Zeugenaussagen und Kameraaufzeichnungen. Ich möchte Sie daran erinnern, dass das Recht auf Leben für alle Menschen gilt, auch für Homosexuelle, und dass der Staat alle seine Bürger_innen vor Diskriminierung und Hassverbrechen schützen muss.

  • Daher fordere ich Sie auf, dafür zu sorgen, dass die Mörder von Xulhaz Mannan ausfindig gemacht und vor Gericht gestellt werden.

Hochachtungsvoll,

Dear Home Minister,

On 25th April 2016, LGBT activists, Xulhaz Mannan and Mahbub Rabbi Tonoy were brutally killed by individuals belonging Ansar al – Islam, a Bangladeshi armed Islamist outfit which claims it has links to AI Qaeda. Xulhaz and Mahbub were both instrumental in setting up and running Bangladesh’s first and only magazine for LGBT issues Roopban. Xulhaz and Mahbub were killed, in what experts say, was a meticulously planned attack. During the attack several witnesses heard shouts of “Nara e takbeer – Allahu Akbar (God is great)”. Over a year on, and despite the overwhelming evidence in the case (including eyewitnesses, apparent CCTV footage of the alleged perpetrators running away and a local constable managing to snatch a backpack from one of the individuals) no one has yet been charged for the brutal murders. Although police have made a handful of arrests related to the killings and claim to have identified other suspects, no one has been formally charged. On 8 May 2017, police missed yet another deadline to file an investigation report into the killings and requested an indefinite suspension. This apparent lack of urgency to find the assailants seems to be vindicated by sentiments similar to the statement made by Home Minister Asaduzzaman Kamal in April 2016 that any movement promoting “unnatural sex” is not allowed in Bangladeshi society.

I ask you to ensure that the perpetrators are subjected to criminal prosecution. Furthermore, the Bangladeshi police needs to guarantee the protection of the country’s LGBTI community.

Yours sincerely,

 

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Appell an:

Innenminister

Asaduzzaman Khan

Ministry of Home Affairs

Bangladesh Secretariat, Building – 8

Dhaka

BANGLADESCH

 

 

Sende eine Kopie an:

Botschaft der Volksrepublik Bangladesch

S. E. Herrn Imtiaz Ahmed

Kaiserin-Augusta-Allee 111

10553 Berlin