Mexiko
Protestierende und Polizeikräfte am Rande einer Demonstration am "International Safe Abortion Day" in Mexiko-Stadt (28. September 2024)
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Das Wichtigste in Kürze:
- Menschenrechtsverteidiger*innen, Journalist*innen und Protestierende liefen in Mexiko 2024 nach wie vor Gefahr, kriminalisiert, gewaltsam angegriffen und getötet zu werden.
- Angehörige des Militärs und der Nationalgarde begingen weiterhin ungestraft Menschenrechtsverletzungen und möglicherweise auch außergerichtliche Hinrichtungen.
- Fälle des Verschwindenlassens gaben Anlass zur Sorge, und es wurde befürchtet, dass die Regierung das Ausmaß des Problems herunterspielte. Menschen, die nach Verschwundenen suchten, sahen sich großen Gefahren gegenüber.
- Nach wie vor wurden Menschen willkürlich in Haft genommen.
- Die Unabhängigkeit der Justiz war durch Verfassungsänderungen bedroht.
- Geschlechtsspezifische Gewalt war weit verbreitet, und die Zahl der Morde an Frauen und trans Frauen war hoch.
- Seit die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen 2023 für verfassungswidrig erklärt worden war, hatte sich der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen verbessert. In einigen Bundesstaaten musste die Entkriminalisierung jedoch noch umgesetzt werden.
- Asylsuchende erlebten Verzögerungen bei der Bearbeitung ihrer Anträge und konnten daher vielfach ihre Grundrechte nicht wahrnehmen.
- Migrant*innen, die an der Grenze zu den USA auf einen Termin bei der Einwanderungsbehörde warteten, sahen sich zunehmend gefährlichen Bedingungen ausgesetzt.
- Indigene und afromexikanische Bevölkerungsgruppen wurden verfassungsmäßig anerkannt.
- Die Regierung förderte auch weiterhin die Produktion und Nutzung fossiler Brennstoffe.
- Auf der Halbinsel Yucatán waren der Maya-Zug (Tren Maya) und der Flughafen Tulum trotz ökologischer Bedenken weiterhin in Betrieb.
(Weitere ausführliche Informationen findest du im Länderkapitel "Mexiko" des Amnesty Jahresberichts 2024 | Berichtszeitraum: 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024)
Hier findest du unsere Appell-Aktionen und Informationen zur Lage der Menschenrechte in diesem Land.