Mali: Rokiatou Doumbia – Kritik an der Regierung bringt Mutter ins Gefängnis

Porträtfoto einer Person mit  Hijab, die in die Kamera blickt

Viele Menschen kennen Rokiatou Doumbia unter dem Namen "Rose Poivron". In den Sozialen Medien sprach sie über die wirt­schaftlichen Sorgen vieler Menschen in Mali. Zugleich unterstützte sie Frauen beim Aufbau kleiner Unternehmen und organisierte Hilfe für Menschen in Not. Sie wurde festgenommen und zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Rokiatou Doumbia hat ihre Familie versorgt und die Schule für ihre Kinder und Verwandten bezahlt. Seit ihrer Festnahme ist die Versorgung ihrer Familie gefährdet.

Malis Behörden werfen Rokiatou Doumbia unter anderem "kriminelle Verschwörung", "Verleumdung des Staatsoberhaupts", "Aufruf zum Aufstand" und die "Störung der öffentlichen Ordnung" vor. Obwohl zwei der Anklagepunkte später aufgehoben wurden, ist Rokiatou im August 2026 zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt worden wegen "Diskreditierung des Staates" und "krimineller Verschwörung" – davon sieben Jahre in Haft und drei Jahre auf Bewährung.

Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Verfahren gegen Rokiatou Doumbia als politisch motiviert. Ihr Fall steht beispielhaft für den Anstieg autoritärer Praktiken in Mali. Besonders Frauen, die sich öffentlich äußern, sind staatlicher Repression und geschlechtsspezifischer Diskrimi­nierung und Online-Schikanen ausgesetzt.

Fordere die malischen Behörden auf, Rokiatou Doumbia sofort und bedingungslos freizulassen.

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Dein Appell

Sehr geehrter Herr Justizminister,

ich fordere Sie auf, Rokiatou Doumbia sofort freizulassen und alle Verfahren gegen sie einzustellen. Sorgen Sie dafür, dass ihre Rechte bis dahin vollständig geschützt werden.

Rokiatou Doumbia ist Unternehmerin, Aktivistin und Influencerin. Über soziale Medien sprach sie über die wirtschaftlichen Sorgen vieler Menschen in Mali und unterstützte Frauen beim Aufbau kleiner Unternehmen. Im März 2023 kritisierte sie in einem Livestream die steigenden Lebenshaltungskosten und die Politik der Militärregierung. Kurz darauf nahmen die malischen Behörden sie fest.

Sie werfen Rokiatou Doumbia unter anderem "Anstiftung zur Rebellion" und "Störung der öffentlichen Ordnung" vor. Dabei hat sie lediglich ihre Meinung geäußert. Obwohl zwei der Anklagepunkte später aufgehoben wurden, ist Rokiatou im August 2026 zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt worden – davon sieben Jahre in Haft und drei Jahre auf Bewährung – wegen "Diskreditierung des Staates" und "krimineller Verschwörung".

Menschenrechtsorganisationen kritisieren ihr Verfahren als politisch motiviert. Rokiatou Doumbia muss unverzüglich freigelassen werden.

Mit freundlichen Grüßen

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