Hongkong: Owen Chow – Demokratie-Aktivist hart bestraft

Porträtfoto eines Mannes, der ernst in die Kamera blickt

Seit er 15 Jahre alt ist, setzt sich Owen Chow für demokratische Rechte in Hongkong ein. Für seinen friedlichen Aktivis­mus ist er wegen "Verschwörung zur Subversion" in einem unfairen Gerichtsverfahren zu fast 13 Jahren Haft verurteilt worden. Er ist seit mehr als drei Jahren in eine winzige Einzelzelle gesperrt – diese lange Isolationshaft verstößt gegen die Nelson-Mandela-Regeln der Vereinten Nationen.

Freund*innen beschreiben Owen Chow als nachdenklichen und neugierigen Menschen. Er studiert Krankenpflege, prakti­ziert den tibetischen Buddhismus und interessiert sich für Politik und gesellschaftliche Fragen.

Als 2019 Millionen Menschen gegen ein geplantes Auslieferungsgesetz an Festlandchina protestierten, war auch Owen auf der Straße. Nach Einführung des "Nationalen Sicherheitsgesetzes", was u. a. "Untergrabung der öffentlichen Ordnung" und "Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften" unter Strafe stellt, verschärfte sich der Druck auf kritische Stimmen dramatisch: Zivilgesellschaftliche Grup­pen lösten sich auf, unabhängige Medien stellten die Arbeit ein, fast alle prodemokratischen Persönlichkeiten wurden festgenommen.

2020 initiierten prodemokratische Akti­vist*innen eine inoffizielle Vorwahl. Damit wollten sie ihrer Forderung nach allgemeinen, freien Wahlen Ausdruck ver­leihen. 47 Menschen, die "Hong Kong 47", sind in einem inter­national kritisierten unfairen Gerichtsverfahren dafür verurteilt worden, darunter Owen. Er erhielt die zweitlängste Strafe.

Men­schen­rechtsorganisationen betrachten Owen Chows Ver­urteilung als Teil des Vorgehens gegen die friedliche Opposition in Hongkong. 

Owen Chow sitzt nur deshalb im Gefängnis, weil er seine Grundrechte wahrgenommen hat. Fordere seine sofortige und bedingungslose Freilassung.

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Dein Appell

Sehr geehrter Herr Regierungsvorsitzender,

ich fordere Sie auf, Owen Chow sofort und bedingungslos freizulassen.

Owen Chow engagiert sich seit er 15 Jahre alt ist für demokratische Beteiligung in Hongkong. Später beteiligte er sich an den inoffiziellen Vorwahlen der Demokratiebewegung. Nach der Einführung des Nationalen Sicherheitsgesetzes im Jahr 2020 hat sich der Druck auf Oppositionelle, Journalist*innen und zivilgesellschaftliche Organisationen in Hongkong erheblich verschärft. 2021 ist Owen Chow fest­ genommen worden. Ein Gericht hat ihn 2024 wegen angeblicher Untergrabung der Staatsmacht zu fast 13 Jahren Haft verurteilt.

Menschenrechtsorganisationen betrachten seine Verurteilung als Teil des Vorgehens gegen die friedliche politische Opposition in Hongkong.

Owen Chow muss unverzüglich und bedingungslos freigelassen werden. Niemand darf wegen der friedlichen Wahrnehmung seiner Menschenrechte verurteilt werden.

Mit freundlichen Grüßen

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