Russland: Daria Egereva – Indigene Aktivistin verfolgt und angeklagt
© Amnesty International / Daria Egereva, personal archive
Daria Egereva ist Menschenrechtsverteidigerin und Klimaaktivistin – und sie ist in Haft. Weil sie sich friedlich für den Schutz indigener Gemeinschaften einsetzt, drohen ihr bis zu 20 Jahre Gefängnis.
Ihr Fall steht exemplarisch für den wachsenden Druck auf kritische Stimmen in Russland. Daria gehört zur indigenen Gemeinschaft der Selkup*innen in Westsibirien. Sie engagiert sich für den Erhalt der Sprache, Kultur und Lebensräume indigener Gemeinschaften. Ihr Einsatz machte sie bekannt – auch international: Kurz nach ihrer Teilnahme an der UN-Klimakonferenz COP nahmen die russischen Behörden sie im Dezember 2025 fest.
Sie werfen Daria Verbindungen zu einer angeblich "terroristischen" Organisation vor. Dabei ist Daria Egerevas Einsatz für den Klimaschutz und die Rechte indigener Gemeinschaften ausschließlich friedlich. Dennoch steht sie wegen ihres Engagements vor Gericht.
Darias Fall ist kein Einzelfall. Immer häufiger setzen die russischen Behörden vage Extremismus- und Terrorvorwürfe gezielt ein, um kritische Stimmen und Aktivist*innen einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen. Daria Egereva sitzt nicht wegen eines Verbrechens im Gefängnis, sondern wegen ihres Engagements für Menschenrechte und Klimagerechtigkeit. Internationale Aufmerksamkeit kann Daria schützen.
Setze dich für Daria ein und beteilige dich an unserer Online-Petition an die russischen Behörden- Fordere, dass:
- Daria sofortig und bedingungslos freigelassen wird
- alle Anklagen gegen sie fallen gelassen werden
- die Verfolgung indigener Aktivist*innen sofort eingestellt wird., die allein wegen der friedlichen Wahrnehmung ihrer Menschenrechte strafrechtlich verfolgt werden
Deine Stimme zählt!